05.05.2021 - 13:58 Uhr
EslarnOberpfalz

Raststätte am Wegenetz: Eslarn setzt Anreiz für Radler

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Eslarn hat als Schnittpunkt des Iron-Curtain-Trails mit dem Paneuropa-Radweg Paris-Prag und als Endpunkt des "Bockl-Radweges" für eingefleischte Radfahrer eine herausgehobene Bedeutung. Die soll nun durch eine Raststätte noch größer werden.

Im Bereich des Alten Bahnhofes unmittelbar neben der Bushaltestelle soll ein Abstellanlage bzw. Boxen für Fahrräder, eine Toilettenanlage, eine Umkleidemöglichkeit, eine E-Bikel-Ladestation und ein WLAN-Point mit Fördermitteln des Bundes errichtet werden.
von Walter BeyerleinProfil

Jetzt will der Markt das Interesse der Radfahrer an einem Besuch Eslarns noch mehr steigern. Beitragen soll dazu eine Raststätte mit Fahrradabstellanlage im Alten Bahnhof. Am Schnittpunkt der Radwege liegt auch die Bushaltestelle des öffentlichen Personennahverkehrs. Bürgermeister Reiner Gäbl schätzt den Aufwand dafür auf rund 300.000 Euro, die mit 80 Prozent, bestenfalls sogar mit 90 Prozent von der Bundesrepublik Deutschland gefördert werden.

Das Förderprogramm "Radnetz Deutschland" sieht infrastrukturelle Maßnahmen sowie Marketingmaßnahmen an den zwölf D-Routen, dem Radweg Deutsche Einheit und dem Iron Curtain vor, berichtete Gäbl in der Marktratssitzung am Dienstagabend. Positiv für die Errichtung der Anlage sind die dortigen Eigentumsverhältnisse: Das Areal gehört dem Markt Eslarn. "Die geplanten Maßnahmen sind alle förderfähig", betonte das Marktoberhaupt. Die Idee für diese Anlage hatte der passionierte Radfahrer und Geschäftsleiter Georg Würfl. Er räumte ein, dass einiger Zeitaufwand notwendig war, die jetzt erkannte Förderfähigkeit in Erfahrung zu bringen. Einstimmig erteilten die Räte Bürgermeister Reiner Gäbl die Befugnis, beim Architekturbüro Mages & Mages ein Angebot für das Vorhaben einzuholen.

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O.K für Bauanträge

Einstimmig gab das Gremium auch sein Placet für den Antrag von Markus Krämer für den Rückbau einer Garage bei gleichzeitigem Neubau einschließlich eines Heizraumes auf dem Grundstück Flurnummer 800/38 Gemarkung Eslarn. Zugleich wurde auch die Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungplanes zugestimmt. Das Bauvorhaben liegt im Bereich des Bebauungsplanes "Am Steinboden" und entspricht mit der geplanten Traufhöhe nicht dessen Festsetzungen.

Das Bauvorhaben von Martin und Claudia Distner dagegen bedurfte einer besonderen rechtlichen Würdigung. Die Erweiterung eines Einfamilienhauses in ein Zweifamilienhaus durch Aufstockung des Dachgeschosses mit Balkon und Errichtung von Schleppdachgauben liegt auf dem Grundstück Flurnummer 1099/1 Gemarkung Eslarn und damit im Außenbereich. Die Verwaltung kommt aber zur klaren Aussage, dass das Vorhaben im Verhältnis zum vorhandenen Gebäude steht und vom Eigentümer mit Familie genutzt wird. Die Erweiterung ist planungsrechtlich zulässig, die Erweiterung ist als teilprivilegiert anzusehen. Nach dem die Erschließung wegen des Bestandes ohnehin gesichert ist, erteilte der Marktrat einstimmig sein Einvernehmen.

Die Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes erhielt auch das Vorhaben von Michael Reindl, den Abbruch und Neubau einer Maschinenhalle. Grund für die erteilte Befreiung waren die Einhaltungen der Grenzbebauung und der Dachneigung. Mit der jetzigen Dachneigung fügt sich das Gebäude besser in seine Umgebung ein.

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