04.10.2021 - 11:02 Uhr
EslarnOberpfalz

Moderne Schießanlage für Eslarner "Hubertus"-Schützen

Die Schützenhalle des Vereins ist von Grund auf saniert worden. Künftig stehen den Aktiven zwölf Schießstände zur Verfügung.

Pfarrer Erwin Bauer segnet die Mitglieder und das neue Inventar der Schützenhalle.
von Karl ZieglerProfil

Für die Umbaumaßnahmen in der Schützenhalle der Schützengesellschaft (SG) "Hubertus" mussten 65.000 Euro aufgebracht werden. Die grundlegende Renovierung war nur durch eine 55-prozentige staatliche Förderung für den Sportstättebau vom Freistaat, die finanzielle Unterstützung von 20.000 Euro durch die Gemeinde und vor allem durch die gewaltigen Eigenleistungen der Hubertusschützen mit 754 ehrenamtlichen Stunden möglich. "Mit zwölf Schießständen hat die SG Hubertus die modernste und größte Schießanlage im Grenzgau Vohenstrauß", stellte Gauschützenmeister Stefan Brandmiller anerkennend fest. Bürgermeister Reiner Gäbl lobte das überwältigende Engagement und Pfarrer Erwin Bauer wünschte mit Gottes Segen eine gute Zukunft.

Bei der Einweihungsfeier erinnerten Schützenmeister Daniel Biermeier und Stellvertreter Markus Werner an die umfangreichen Umbauten und die Installierung einer computergesteuerten elektronischen Schießanlage. "Alles begann 1989 mit dem Bau der Schießhalle um Bauleiter und Schützenmeister Hans Werner und den vielen freiwilligen Helfern." Nach dem Bau des TSV-Sportheims und der Kegelbahn folgte 1991 das Schützenhaus. Nach 30 Jahren war eine Generalsanierung fällig und nach rund 9 Monate konnten die Schützen ihr Schmuckstück präsentieren.

Computergesteuerte Anlage

Der Schießstand wurde abgebaut, der Fußboden neu verlegt und die Beleuchtung mit LEDs erneuert. Auch eine neue Zwischenwand wurde eingezogen. Die Wände verputzte fachmännisch und kostenlos Reinhold Brenner, Schützenmeister von 1996 bis 1998. Neue schussfeste und einbruchsichere Fenster wurden installiert. Die Kosten der Umbaumaßnahmen von 65.000 Euro, allein für die elekronischen Stände waren 31.000 Euro fällig, konnten nur mit den Fördermitteln für den Sportstättenbau vom Freistaat, dem Gemeindezuschuss, den Spenden und den Arbeitsleistungen der Mitglieder gestemmt werden. Einsparungen waren durch das Entgegenkommen der beteiligten Firmen möglich und durch die vorzeitige Bestellung der Bauteile im Jahr 2020 aufgrund der vorübergehenden Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent. Im Anschluss erklärte 2. Schützenmeister Markus Werner die neue computergesteuerte Anlage.

Große Schützenscheibe

Bürgermeister Gäbl blickte als langjähriges Mitglied auf die ersten Stunden im Dachgeschoss der Gaststätte "Kuch" und die vielen Erfolge zurück. "Die Wettkämpfe waren Freitags, unten polterte der Diskjockey und oben wurde geschossen." Diese Erinnerungen mit vier und acht Ständen konnten Ehrenschützenmeister Hans Werner und die anwesenden Ehrenmitglieder Hans Kleber und Franz Lanz nur bestätigen. Gäbl dankte mit der Übergabe einer großen Schützenscheibe im Namen des Marktes für das Engagement. "Ich bin froh und glücklich, diesem Schützenverein angehören zu dürfen, der weit über Eslarns Grenzen hinaus eine herausragende Stellung einnimmt, sowohl gesellschaftlich als auch sportlich."

Mit der Feststellung, dass man derartige Sportstätten mit zwölf Ständen in der Oberpfalz suchen müsste, gratulierte Gauschützenmeister Brandmiller. Als Anerkennung überreichte er eine Geldspende und für sportliche Veranstaltungen einen großen Pokal. Mit den vielen Eigenarbeiten schätzt Brandmiller den finanziellen Aufwand auf rund 100.000 Euro. "Dank der Fördermittel vom Freistaat Bayern haben bereits die Hälfte der Schützenvereine im Gau elektronische Schießstände." Die Eslarner Halle eigne sich für Gau- und Bezirksschießwettbewerbe.

So erlebten die "Hubertus"-Schützen die Pandemie

Eslarn
Die Schützenführung um Schützenmeister Daniel Biermeier (mit Scheck der Marktgemeinde) dankte im Beisein der Ehrenmitglieder vor allem Bürgermeister Reiner Gäbl (mit Schützenscheibe) und Gauschützenmeister Stefan Brandmiller (mit Pokal) für die Gastgeschenke.

"Ich bin froh und glücklich, diesem Schützenverein angehören zu dürfen."

Bürgermeister Reiner Gäbl

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