15.10.2021 - 17:56 Uhr
EslarnOberpfalz

Bei Kita-Erweiterung in Eslarn noch viele Fragen offen

Im Marktgemeinderat gibt es Kritik an den Plänen zur Erweiterung der Kindertageseinrichtung. Bevor es ans "Eingemachte" geht, sind gemeinsame Absprachen erforderlich.

Die Kindertageseinrichtung St. Elisabeth soll erweitert werden. Dazu gibt es im Marktrat viele Meinungen.
von Josef PilfusekProfil

Die Erweiterung der Kindertageseinrichtung St. Elisabeth um eine zweite Krippengruppe und weitere Räume für den Kindergarten hat in der Sitzung des Marktrats am Dienstag für reinlich Gesprächs- und Diskussionsbedarf gesorgt. Laut Bürgermeister Reiner Gäbl „ist es uns ein Bedürfnis, über den aktuellen Stand der Planungen zu informieren“.

Nach den Aussagen von Diplom-Ingenieur Christian Schönberger ist "der Bedarf für eine weitere Krippengruppe nachgewiesen“. Deshalb hatte sich der Inhaber der Schönberger Architekten GmbH, Oberviechtach, in Absprache mit der Katholischen Kirchenstiftung als Bauträger und der Regierung der Oberpfalz an die Planungen gemacht. „Die Regierung hat empfohlen, das gesamte Haus durchzuschauen“, sagte er dazu.

„Grundlage der Raumprogramme sind grundsätzlich die der Regierung der Oberpfalz“, informierte Schönberger, der bei der Präsentation neben der Vorstellung der Planung auch die Kosten der Varianten ansprach. Eine davon war die Verlegung der dritten Gruppe in das erste Obergeschoss. Die Kosten dazu – Einbau der Gruppe drei in das Obergeschoss und Speiseraum im Erdgeschoss – bezifferte er einschließlich Baunebenkosten, Mehrwertsteuer und Aktualisierung der Preise auf 1.320.000 Euro.

Bei der Variante zwei mit dem Einbau des Speiseraums in das Erdgeschoss einschließlich der Erweiterung der Kinderkrippe um eine Gruppe liegen die Gesamtkosten bei 1.280.000 Euro. Außerdem ging der Planer auf die Fördermöglichkeiten ein.

„Mir gefällt das Konzept überhaupt nicht“, zeigte sich Georg Zierer (SPD) enttäuscht und sprach von einem „No-Go“, nicht nur wegen des Raumprogramms, das sich bis in das Obergeschoss hinaufzieht. In seiner Stellungnahme ging der Ratsherr auch auf die Parkplatz-Situation, die überdacht werden sollte, ein. Eine Erweiterung der Krippe konnte sich Zierer aber vorstellen.

Kritisch mit der Planung sowie dem Hin und Her gegenüber früheren Vorgaben setzte sich Siegfried Wild (SPD) auseinander, während für Wolfgang Voit (CSU) die Kosten zu hoch waren. Wie Albert Gollwitzer (FWG) sprach er sich für die Ermittlung des genauen Bedarfs aus.

„Wenn der Bedarf da ist, stehe ich dazu“, sagte dann auch Reiner Gäbl. Nach den Worten des Bürgermeisters „sind noch viele offene Fragen. Und diese müssen wir klären, bevor wir nach Regensburg fahren.“ Schließlich sei die Kommune bis August nur von einer Erweiterung der Kinderkrippe ausgegangen.

„Wir erfahren heute das erste Mal den neuen Weg.“ Dieser soll nach Ansicht des Marktgemeinderats gemeinsam besprochen werden. Erst danach soll eine Entscheidung im Gremium fallen.

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