04.06.2021 - 11:38 Uhr
EslarnOberpfalz

Eslarn: Storchenpaar ohne Nachwuchs

Nach erfolgreicher Aufzucht von Jungstörchen in den Vorjahren bleibt der Eslarner Horst in diesem Jahr leer. Die Jungvögel überleben wohl wegen der nasskalten Witterung nicht.

Die beiden Jungvögel im Nest haben nicht überlebt, so dass die beiden Altvögel in zwei Monaten alleine in Richtung Süden fliegen werden.
von Karl ZieglerProfil

Nach den sehr fruchtbaren Jahren, zuletzt 2016 und 2018 mit je 3 und 2020 sogar mit vier Jungen, wird es 2021 keinen Storchennachwuchs geben. Vom Pech verfolgt waren die Storchenfreunde 2019 als nach einem Angriff durch einen Gänsegeier einer der beiden Jungvögel nicht überlebte. Auch in diesem Jahr hat sich das Storchenpaar in Eslarn bestens bemüht, Jungvögel aufzuziehen. Nach Beobachtungen durch den 80-jährigen Storchenexperten Hubert G. Schmid aus Pleystein, der sich für die heimische Tier- und Pflanzenwelt engagiert, waren vermutlich zwei kleine Störche im Horst auf dem Kommunbrauhaus.

"Das Nest wird noch geputzt und nach dem Verlust der Brut lässt der Bruttrieb nur langsam nach." Ein zweites Gelege wird es laut Schmid nicht geben, da die Jungstörche bis zum Flug nach Süden nicht mehr flugfähig würden. Warum die Jungvögel nicht überlebt haben, dazu kann nur spekuliert werden. Am Futterangebot in der Natur kann es heuer nicht gelegen haben, eher an der nasskalten Witterung.

"Man hat gesehen, dass die Altstörche nass und schmutzig zurück zum Horst kamen und die kleinen Störche konnten nicht gewärmt werden", begründet Hubert Schmid. Dagegen machen den Störchen Ansammlungen von Menschen und eine im Rahmen bleibende Lautstärke am Kommunbrauhaus in der Regel nichts aus. Damit das Nest trocken bleibt, stochern die beiden Störche zum Lüften derzeit in der Nestmulde. Sowohl Hubert Schmid, der seit 1971 für den Landesbund für Vogelschutz aktiv ist, als auch Hans Zierer vom örtlichen Vogelzuchtverein fanden es schade, dass nach den guten Jahren jetzt ein weniger erfolgreiches Jahr folgt. Die Altstörche werden voraussichtlich noch bis Anfang August bleiben und dann nach Jahren erstmals wieder alleine in Richtung Süden starten.

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