14.05.2021 - 14:27 Uhr
EslarnOberpfalz

Entwässerungsgräben in Thomasgschieß völlig überlastet

Fast wie bestellt regnet es beim Ortstermin des Eslarner Bauauschusses. Der Markt muss nun handeln.

Im Ortsteil Thomasgschieß schauten sich Bürgermeister Reiner Gäbl (Vierter von links) und die Mitglieder des Bauausschusses die Entwässerungsgräben entlang der Dorfstraßen an. Im Graben (rechts im Bild) war das Wasser schwarz gefärbt. An anderer Stelle hat es den Ortsgraben zugeschwemmt. Der Markt Eslarn lräumt die Gräben, wird aber die Anlieger auffordern ihr Abwasser künftig ordnungsgemäß´zu beseitigen.
von Walter BeyerleinProfil

Dauerregen ist bei den Bauausschusssitzungen und den damit verbundenen Ortsterminen unerwünscht. Am Mittwochnachmittag aber zeigten die himmlischen Fluten Bürgermeister Reiner Gäbl und den Mitgliedern des Bauausschusses überdeutlich, warum im Ortsteil Thomasgschieß die Straßenentwässerungsgräben ihrer angedachten Funktion nicht mehr gerecht werden. In der letzten Marktratssitzung hatte Thomas Kleber (CSU) gebeten, seitens des Bauausschusses die Straßengräben anzuschauen. Bürgermeister Reiner Gäbl machte hier bereits deutlich, dass dann auch die Einleitungen aus den Anwesen in diese Gräben angeschaut werden.

Direkt in der Mitte des Ortsteils hatte sich auf der Straße ein kleiner See gebildet. Der Entwässerungsgraben auf die kleine Anhöhe innerhalb des Ortes war restlos verschlammt, das Laub lag im Graben und selbst Pferdeäpfel von einer angrenzenden Koppel waren in den Graben geschwemmt worden. Das Wasser im Graben deutete nicht darauf hin, dass es direkt „vom Himmel“ kam, es hatte eine deutliche schwarze Färbung.

In der Straße Richtung Bruckhof war der Entwässerungsgraben entlang der Straße nicht mehr zu sehen, er war zugeschwemmt. Dachrinnenwasser wurde schlicht direkt von der Traufe „in die Natur freigelassen“. Zustände, die bei Bürgermeister Gäbl und manchen Markträten nur noch für Kopfschütteln sorgten. Bauhofleiter Anton Hochwart regte an, zumindest die Straßengräben zu räumen und vorhandene Niederschlagswasserkanäle zu spülen. „Spülen allein hilft nicht, weil der freie Auslauf fehlt, wir müssen auch absaugen“, erklärte Hochwart.

Lesen Sie hier einen weiteren Bericht aus der Bauauschuss-Sitzung

Eslarn

Der Rathauschef meinte fast resignierend, dass die Maßnahmen wohl nur wieder für einen eng befristeten Zeitraum das Problem Niederschlagswasserablauf lösen können. „Wir können zu Hause auch nicht den Dreck einfach auf die Straße laufen lassen“, meinte das Marktoberhaupt deutlich. Die Gemeinde wird jetzt alle Anwesensbesitzer anschreiben und auffordern geeignete Entwässerungsmaßnahmen auf dem eigenen Grundstück zu treffen und dafür zu sorgen, dass verunreinigtes Oberflächenwasser nicht wieder in die Entwässerung geht. Bürgermeister Gäbl sieht dafür einen Zeitraum von sechs Monaten als ausreichend an. „Sonst haben wir alles wieder mal auf der Tagesordnung.“

„Spülen allein hilft nicht, weil der freie Auslauf fehlt, wir müssen auch absaugen.“

Bauhofleiter Anton Hochwart

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