04.11.2020 - 13:51 Uhr
EslarnOberpfalz

Bereich Sandweg wird "Tempo-Zone 30"

Der Marktrat stimmt der Ausweisung des Sandweges als „Tempo-30-Zone“ zu. Zuvor gibt es eine rege Diskussion. Doch die Zahlen der nun abgeschlossenen Geschwindigkeitsmessung sprechen eine deutliche Sprache.

Obwohl der "Sandweg" nur eine einseitige Bebauung aufweist, was bei den Verkehrsteilnehmern zu keinem "Zonenbewusstsein" führt, stimmte der Marktgemeinderat mit 12:2 Stimemn der Ausweisung der Straßen als "Tempo-30-Zone" zu.
von Walter BeyerleinProfil

Bürgermeister Reiner Gäbl trug das Ergebnis der „Tempo-Sys-Messung“ vor, das der Marktrat in seiner Sitzung am 7. Juli 2020 als Grundlage für die Entscheidung gewünscht hatte. Nach den Worten des Bürgermeisters ergab sich bei den Messungen der Geschwindigkeiten ein Durchschnitt von 50 Stundenkilometern. Eine Bürgerin hatte in ihrem Antrag, der bereits in der Juli-Sitzung des Marktgemeinderates zur Entscheidung vorlag, um Einführung der Tempo-30-Zone gebeten. Hingewiesen wurde auf die Nichteinhaltung der zulässigen Geschwindigkeit durch die Verkehrsteilnehmer, auf den fehlenden Gehweg und die Nichtbeachtung der „Rechts-vor-Links-Regelung“ bei der Anschlussstraße zum Holunderweg.

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Die Polizeiinspektion Vohenstrauß sieht Geschwindigkeitsreduzierungen nur mit flankierenden baulichen Maßnahmen wie im Auenweg für wirksam. Aus Gerechtigkeitsgründen sei auch die Einbindung der Büchlberger Straße und der Steinbodenstraße in die Tempo-30-Zone“ als notwendig. Das im Bereich Sandweg vorhandene Siedlungsgebiet mit seinen Straßen müsste einheitliche Züge aufweisen und eine städtebauliche Einheit darstellen. Mit der einseitigen Bebauung am Sandweg sei keine Einheit zu erzeugen, vor allem bei ortsunkundigen Verkehrsteilnehmern würde sich kein Zonenbewusstsein entwickeln, schreibt die Polizeiinspektion.

Albert Gollwitzer (FWG) sprach sich gegen die Beschränkung der Geschwindigkeit auf 30 km/h aus und befürwortete regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen ab Januar durch die Kommunale Verkehrsüberwachung. Siegfried Wild lässt anklingen, dass auch bei den Messungen wieder Bürger bewusst mit erhöhten Geschwindigkeiten gefahren sind. Wolfgang Voit (CSU) sah in den Verkehrsteilnehmern in dieser Straße fast ausschließlich die Anwohner, die im eigenen Interesse die Geschwindigkeiten einhalten müssten. Robert Brenner (CSU) fragte warum die Zustimmung zur Tempo-30-Zone versagt werden solle, wenn „woanders“ auch diese Regelung bestehe.

Mit 12:2 Stimmen beschloss der Marktgemeinderat am Sandweg die Tempo-30-Zone auszuweisen.

Stiller Marsch am Volkstrauertag :

Bürgermeister Reiner Gäbl gab bekannt, dass die Feier zum Volkstrauertag auf Wunsch von Pfarrer Wilhelm Bauer am Samstagabend vor dem Volkstrauertag nach der Abendmesse stattfindet. Die Vereine werden gebeten, auf die Entsendung von Fahnenabordnungen zu verzichten. „Es wird einen stillen Marsch von der Kirche zum Kriegerdenkmal geben, der sich nach der Kranzniederlegung wieder genau so still auflösen wird“, kündigte das Marktoberhaupt an.

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