20.05.2020 - 10:10 Uhr
EschenbachOberpfalz

Wundertüten für Schüler

In Zeiten der Corona-Pandemie ist es wichtig, andere auch mal zu erfreuen. In Eschenbach hatten sich deshalb zwei Frauen für die Schüler etwas Besonderes erlebt.

Susanne Preißinger (links) und Maria Rübe-Hitzinger überraschen Eschenbacher Schüler mit Wundertüten, um ihnen Abwechslung in der Corona-Krise zu bieten.
von Walther HermannProfil

Mit Wundertüten den Schülern in Zeiten der Corona-Pandemie eine Freude bereiten: Das war das Ziel von Maria Rübe-Hitzinger, Jugendsozialarbeiterin am Kreisjugendamt, und Susanne Preißinger, Klassenleiterin der 5. Klasse der Markus-Gottwalt-Schule. Ideengeber waren die Jugendsozialarbeiter Michael Simmerl und Michaela Santl an der Grund- bzw. Mittelschule Altenstadt. Das Anliegen von Rübe-Hitzinger und Preißinger war es, durch eine Aktion persönlichen Kontakt mit den Schülern herzustellen. Aufgrund der „schulfreien“ Zeit besteht für viele Klassen hierzu noch keine Möglichkeit. Auch die sonst regelmäßigen Sozialtrainings in den Klassen müssen bis auf weiteres entfallen.

Sozialarbeiterin und Klassenlehrerin trugen ihre Wundertüten-Idee der Schulleitung vor, die begeistert Unterstützung anbot. In Kooperation von Schule und Jugendsozialarbeit folgte das Zusammenstellen von 27 Überraschungstüten für die 5. Klasse. Sie enthielten Spiele, Rätsel, Schokolade, Samen für Kräuter, selbst gebastelte Anhänger der Schulsekretärin, ein Märchenheft, in dem alle Schüler der Klasse im Vorfeld ein eigenes Märchen geschrieben hatten, und eine frankierte Postkarte, die nett gestaltet zurückgeschickt werden soll. Die Kosten für diese ungewöhnliche Aktion übernahmen das Kreisjugendamt Neustadt/WN für Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) und anteilig die Markus-Gottwalt-Schule. In der vergangenen Woche haben Preißinger und Rübe-Hitzinger die Wundertüten an die Schülers verteilt. Sie hatten fast alle Familien angetroffen und die Tüten unter Einhaltung des vorgegebenen Abstandes an den Haustüren übergeben. Es herrschte allseits große Freude. Auch die Eltern zeigten sich sehr begeistert.

Den Tüten lag auch ein Anschreiben der Überbringerinnen bei:

„Liebe/r …, als wir uns vor einigen Wochen ziemlich schnell voneinander verabschieden mussten, ahnte noch niemand, wie lange die Schulen geschlossen bleiben würden. Ihr lernt jetzt allein zu Hause und wir sind sicher, dass ihr euch alle sehr anstrengt. Leider können wir deshalb nun auch keine sozialpädagogischen Stunden mehr halten. Deshalb möchten wir auch auf diesem Weg eine kleine Freude machen und euch die Zeit etwas verschönern. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr die beiliegende Postkarte nett gestaltet und an uns zurückschickt. Ihr vermisst bestimmt eure Freunde und Klassenkameraden und wir vermissen euch! Wir alle hoffen, dass wir uns bald gesund und munter wiedersehen".

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