20.10.2020 - 11:44 Uhr
EschenbachOberpfalz

Trotz Corona-Trainingspause erfolgreiche Gürtelprüfungen bei den Judoka des SC Eschenbach

Nach langer Corona-Pause beginnt für die Judoka des SC Eschenbach erst Mitte September das Training wieder. Und schon beweisen 13 Athleten bei Gürtelprüfungen ihr Können. Sie dürfen nun neue farbige Gürtel tragen.

Über die neuen Gurtfarben freuen sich (vorne, von links) Luca Gräbner, Marc Milfort, Max Hader, Simon Tafelmeyer und Leon Keil sowie (hinten, von links) Trainerin Susanne Schubert, Alex Müller, Andreas Kißler, Manuel Roder und Judo-Abteilungsleiterin Sandra Querfurt.
von Walther HermannProfil

Schon im Frühjahr hatten die Judoka eifrig für die Gürtelprüfungen trainiert. Alle Techniken saßen beinahe perfekt, und ein Prüfungstermin war schon angedacht, als die Pandemie dazwischenkam. Bis zum September hatte das Coronavirus auch die Judoabteilung fest im Griff.

Gemeinsames Training war zuerst gar nicht möglich, im Sommer dann zumindest draußen auf dem Sportplatz und ohne Körperkontakt. Erst ab Mitte September wurde die Turnhalle der Markus-Gottwalt-Schule mit Erlaubnis der Stadt wieder zum Training geöffnet (wir berichteten).

Sofort begannen die Judoka damit, das Erlernte nach der langen Zwangspause zu wiederholen und ihr Wissen aufzufrischen. Konzentriert übten die jungen und älteren Kämpfer die jeweils für die Prüfung geforderten Techniken ein. Und dann war es soweit: Bezirksprüfungsbeauftragter Thomas Kraus, dem oberpfalzweit alle anderen Prüfer unterstehen, kam nach Eschenbach, um sich ein Bild von den Fähigkeiten der Judoka zu machen.

Für die jungen Athleten fand die Prüfung trainingsbegleitend statt. Unter Anleitung der Trainer Susanne Schubert und Larry Querfurth wurden alle Techniken vorgeführt. Gefordert waren verschiedene Würfe und Festhalter, die auch jeweils in einer direkten Kombination gezeigt werden mussten. Ebenfalls geprüft wurden die Falltechniken nach vorne, hinten und zur Seite. Diese sind für Judo essenziell, um sich bei den Würfen nicht zu verletzen. Zum Abschluss stellten die Judoka ihr Können im Randori, einem Übungskampf, unter Beweis.

Thomas Kraus zeigte sich sehr zufrieden mit den Leistungen aller Athleten, die stolz ihre Urkunden und die neuen Gürtel aus den Händen von Abteilungsleiterin Sandra Querfurth entgegennahmen. Die Prüfung zum weiß-gelben Gurt (8. Kyu) bestanden Leon Frömel, Luca Gräbner, Max Hader, Leon Keil, Andreas Kißler, Valentina Oquendo und Manuel Roder. Mit dem gelben Gürtel (7. Kyu) schmücken dürfen sich künftig Marc Milfort und Simon Tafelmeyer, den gelb-orangen Gürtel (6. Kyu) erhielt Alex Müller.

Unterdessen blieben die Fortgeschrittenen nicht untätig. In der zweiten Trainingsgruppe wiederholten sie komplexe Wurftechniken, Festhalter und Hebel. Zudem übten sie die geforderten Anwendungsaufgaben ein, bei denen verschiedene Techniken miteinander verknüpft werden, um den Gegner zu Boden zu bringen. Besonders für die höheren Gurte ist zudem die Kata, eine zeremonielle Wurfabfolge, die besondere Konzentration braucht, erforderlich.

Trainerin Susanne Schubert (von links) ist stolz auf die erfolgreichen Judoka Valentina Oquendo, Alex Müller, Leon Frömel, Katharina Uhl, Tom Teschke und Edwin Arzich.

Nun kam Prüfer Thomas Kraus zum zweiten Mal in die Eschenbacher Sporthalle, wo Edwin Arzich und Katharina Uhl zusammen mit ihren Partnern konzentriert alle geforderten Techniken präsentierten. Ebenso wie die Jüngeren beschlossen sie die Prüfung mit einem Randori. Kraus war zufrieden mit dem Gezeigten, insbesondere angesichts der vorangegangenen langen Trainingspause. Die Judoka hatten sich schnell wieder auf ein hohes Niveau gebracht. Edwin Arzich und Katharina Uhl dürfen jetzt beide den grünen Gürtel (3. Kyu) tragen.

Ebenfalls an diesem Tag absolvierte Tom Teschke die Prüfung zum weiß-gelben Gurt (8. Kyu). Alex Müller und Valentina Oquendo stellten sich in der kurzen Zeit bereits zum zweiten Mal erfolgreich einer Prüfung: Sie erhielten den gelben beziehungsweise orangen Gürtel (7./5. Kyu). Bei jedem von ihnen hatte Kraus nichts zu beanstanden. Auch das Trainerteam aus den Familien Querfurth und Schubert ist stolz auf alle Prüflinge.

Nach diesem turbulenten Auftakt geht das Training der Judoka etwas ruhiger weiter. Unter Einhaltung des Hygienekonzepts üben die Kämpfer jeden Alters neue Techniken ein, machen aber auch Aufwärmspiele, absolvieren Parcours und Zirkeltrainings, um Körper und Geist vielfältig fit zu halten. Wer zum „Hineinschnuppern“ vorbeikommen möchte, ist jederzeit willkommen. Die Anfängergruppe trainiert von 17.30 bis 18.30 Uhr, die Fortgeschrittenen nach einer 15-minütigen Pause im Anschluss.

Es wird darum gebeten, in langärmeliger Sportkleidung zu erscheinen und ein Getränk mitzubringen. Nähere Informationen erhalten Interessenten im Internet unter www.sceschenbach.de/sparten/judo oder bei Familie Querfurth: E-Mail squerfurth[at]t-online[dot]de, Telefon 09645/1207.

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