30.06.2021 - 11:20 Uhr
EschenbachOberpfalz

Stadtrat Eschenbach: Bürger bringen Vorschläge ein

Der Bürgerhaushalt ist die Möglichkeit für die Bürger sich einzubringen. Zahlreiche Vorschläge gingen bei der Stadt ein. Nicht alle fanden beim Stadtrat Anklang.

Der Brückenheilige Johannes Nepomuk hat starke "Patina" angesetzt Bürgermeister Gradl sicherte Abhilfe zu.
von Walther HermannProfil

Der Bürgerhaushalt hat sich etabliert und geht in die dritte Runde. Mit dem Haushalt soll den Eschenbachern Gelegenheit gegeben werden, sich mit Ideen und Vorschlägen bei der Stadtentwicklung einzubringen. Der jährliche Etat wurde auf 15 000 Euro begrenzt. Thomas Ott (SPD) erinnerte daran, dass noch nicht alle Anträge zum Bürgerhaushalt 2019 bearbeitet sind. Diese sind "in Arbeit" versicherte Bürgermeister Marcus Gradl. Für die jüngste Sitzung des Stadtrates hatte die Verwaltung zehn im Jahr 2020 eingegangene Vorschläge aufbereitet.

Nepomuk-Statue

Marianne Lauber wünscht sich eine Restaurierung der Statue des Brückenheiligen am Eschenbach-Graben und regt die Entfernung des Flechtenbefalls an. Sie vermisst auch jeglichen Blumenschmuck. Bürgermeister Gradl sicherte einen Lokaltermin und die Zuziehung einer Fachkraft an.

Fußweg zum Kindergarten

Kathleen Walberer bemängelt den engen Weg zum Kindergarten und schlägt ein befestigtes Bankett und eine Einfassung mit Pflastersteinen vor. Karl Lorenz hielt es mit Blick auf die anstehende Baumaßnahme an der städtischen Kindertagesstätte mit Verlegung des Eingangs für sinnvoll, den Vorschlag zurückzustellen.

Müllabfuhr Heideleite

Eine Erleichterung für die Müllabfuhr wünscht sich Andrea Hubbard. Sie bemängelt, dass die Müllbehälter zur Staatsstraße 2122 hinuntergeschoben werden müssen, was „bei Regen und Schnee gefährlich“ sei. „Die Kosten für eine andere Regelung übersteigen den Bürgerhaushalt“, erklärte Bürgermeister Gradl.

Geschwindigkeitsbegrenzung

Die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit zwischen Rußweiherkreuzung und Schlodererkreuzung auf 60 km/h und eine „Messung der Geschwindigkeit im Bereich Zinkenbaumstraße und Gerhart-Hauptmannstraße“ beantragt Herbert Steinbeck. Zur Geschwindigkeitsbegrenzung auf der B 470 erklärte der Bürgermeister: „Dieser Wunsch wurde bereits mehrmals an das Straßenbauamt herangetragen – ohne Erfolg.“ Wegen der Baumaßnahmen in der Gerhart-Hauptmann-Straße hielt Udo Müller Geschwindigkeitskontrollen in den genannten Straßen für nicht angebracht. Nach deren Abschluss sollte jedoch die Verkehrsüberwachung vom Stadtplatz auf die beiden Straßenzüge ausgedehnt werden.

Bürgersteig für Apfelbach

Einen Bürgersteig an der Stegenthumbacher Straße, Laternen und Radaranlagen für den Bereich Apfelbach bis zur Firma Koppe wünscht sich Yasmine Livingston. Mit dem Hinweis, dass die Apfelbacher für den Weg zur Firma Koppe die Weihernstraße nutzen, fand der Wunsch wenig Resonanz.

Verkehrsübungsplatz

Die Verkehrssicherheit junger Fahrradfahrer hat Kathleen Walberer im Blick. Der Lehrerin ist daher sehr an einem Verkehrsübungsplatz für die Fahrradprüfung gelegen. Sie schlägt dafür den Parkplatz der Firma Novem vor. Als Gradl auf die Verpachtung der Fläche „für die Nutzung durch Novem-Mitarbeiter“ verwies, schlug Thomas Ott „eventuell die Fläche vor dem SCE-Heim“ vor.

Mariensäule und Sonnenuhr

Für einen kleinen gepflasterten Gehwegstreifen durch die Anlage an der Mariensäule spricht sich Wolfgang Reiß aus. Mit dem Hinweis „Sie geht 2,5 Stunden vor“, regt er eine Nachjustierung der dortigen Sonnenuhr, ein Geschenk der Schweizer Partnergemeinde, an. Wegen des Wegstreifens kündigte Marcus Gradl einen Ortstermin an. Zur Sonnenuhr zeigte sich Thomas Riedl überzeugt: „Sie hat wohl mehr einen dekorativen Zweck.“

Unterbringung der Kindergartengruppen

Als „gute Idee“ bezeichnete das Stadtoberhaupt den Vorschlag von Simone Wöhrl, nach Umzug der städtischen Bücherei ins ehemalige Vermessungsamt, Kindergartengruppen als Alternative zur Containerlösung in die frei werdenden Räume zu verlegen und damit das Betreuungsangebot zu erhöhen.

Grüngutcontainer

Längere Öffnungszeiten wünscht sich Martin Kastl. Statt der bisherigen Aufsicht schlägt er eine Kameraüberwachung an ein oder zwei Tagen vor und verweist auf die Regelung Pressath: Montag bis Samstag jeweils bis 19 Uhr. Der Einwand von Korbinian Dunzer, „die Samstagregelung sollte ausreichen“, fand zwar Zustimmung im Gremium. Der Bürgermeister kündigte jedoch eine Kostenermittlung und eine erneute Behandlung im Stadtrat an.

Wasserfrosch

Kathleen Walberer mahnt an, dass der vom ehemaligen Frohsinn-Präsidenten Reiß gestiftete Frosch in der Anlage beim Kriegerdenkmal kein Wasser mehr spuckt. Gradl sicherte zu, nach der Sanierung der Grafenwöhrer Straße die Instandsetzung anzugehen.

Trimm-Dich-Station

Kurzfristig war noch der Wunsch nach einer solchen Station im Umfeld des Rußweihers eingegangen. Die Stellungnahme der Stadträte war unterschiedlich. Sie reichte von „Die Anlagen im Generationenpark sollten ausreichen“ bis zu „Eventuell die kleine Anlage beim Hotel Glutschaufel erweitern“.

Masterplan für Kita läuft an

Eschenbach
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.