20.09.2020 - 13:21 Uhr
EschenbachOberpfalz

Stadtrat Eschenbach beschließt weitere Zufahrt zum Gewerbegebiet "Am Stadtwald"

Das Eschenbacher Gewerbegebiet "Am Stadtwald" erhält eine zweite Zufahrt von der B 470 aus. Ab der Einfahrt zur Hammermühle soll eine Stichstraße zum Gelände der Firma Lippert führen.

Über diese bereits bestehende Trasse an der städtischen Erdaushubdeponie (links) soll eine neue Zufahrt zum Gewerbegebiet "Am Stadtwald" entstehen.
von Walther HermannProfil

Bei mehreren Ortsterminen, die ausschließlich verkehrstechnischen Inhalt hatten, stellte der Stadtrat die Weichen für wirtschafts- und sicherheitsfördernde sowie verkehrsberuhigende Maßnahmen. Die Außentermine des Gremiums begannen an der Zufahrt zur Hammermühle und der Einfahrt zur kommunalen Erddeponie. Bürgermeister Marcus Gradl sprach dort von einer „Verkehrsproblematik B 470“ und rief zur Umsetzung von Verbesserungsmöglichkeiten auf. Im Vordergrund seiner Überlegungen standen die Entlastung der Schloderer-Kreuzung und die Sicherheit bei der Querung der Bundesstraße.

Gradl rief dazu auf, an die weitere Entwicklung des Gewerbegebiets „ Am Stadtwald“ zu denken, und begrüßte als stillen Beobachter der öffentlichen Sitzung Hubert Schug, dessen Firmenunternehmen Lippert neben weiteren Betrieben Vorteile aus einer angedachten Stichstraße ziehen könnte. Der Bürgermeister appellierte auch, die weitere Entwicklung des Gewerbegebiets und dabei erforderliche Zufahrten für Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge im Blick zu haben.

„Das Problem ist nicht neu", erinnerte Klaus Lehl. "Wir brauchen als zukunftsorientierte Maßnahme eine weitere Zufahrt“, erklärte er und rief mit Blick auf eine erforderliche Aussage dem Straßenbauamt gegenüber dazu auf: „Es gilt eine Entscheidung zu treffen.“ Gleichzeitig sprach er sich für Fahrbahnen für Zu- und Ausfahrten aus. „Mit Ein- und Ausfädelspuren steht eine größere Maßnahme bevor“, resümierte Franz Fuchs und befürchtete eine Dringlichkeitsabstufung an der Schloderer-Kreuzung, was Gradl verneinte.

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Auf Richtlinien, die beim Ausbau des neuen Kreuzungsbereiches zu beachten sind, machte Harald Neustätter aufmerksam. Als er die Finanzierungsfrage stellte, verwies der Bürgermeiter auf vorhandenen Stadtgrund. Die Nutzung der „Brachfläche unter einer ehemaligen Hochspannungsleitung“ bedeute keinen Eingriff in Natur und Wald. Er rief dazu auf, „heute den Startschuss“ für ein zukunftsorientiertes Vorhaben zu geben. Ähnlich äußerte sich Reinhard Wiesend, der sich die Vorlage möglicher Bauvarianten seitens des Straßenbauamts wünschte. Der Behörde gegenüber sollte jedoch betont werden: „Wir wollen diese Zufahrt.“

Thomas Ott erinnerte an ein Gutachten aus dem Vorjahr, das sich primär mit Verkehrsströmen zum und vom Gewerbegebiet „Am Stadtwald“ befasste, und hinterfragte nun dessen Notwendigkeit. Der Bürgermeister aber wertete dessen Inhalte zu Verkehrsströmen und vor allem die sicherheitsrelevanten Aussagen als bedeutend für künftige Maßnahmen.

Wie wichtig Bereitstellungsräume außerhalb von Betriebsflächen sind, begründete Andreas Hermann mit der Schilderung der Situation bei einem Chemieunfall im August 2016. Als Aktiver der Feuerwehr berichtete er vom Einsatz von 180 Kräften und der damit verbundenen Blockade aller vorhandenen Zufahrtsstraßen von Mitternacht bis 6 Uhr. Es folgte ein einstimmiger Beschluss, mit dem die Verwaltung beauftragt wurde, die Planung für die Zufahrt ins Gewerbegebiet „Am Stadtwald“ von der Hammermühlstraße aus zu veranlassen.

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