18.06.2021 - 09:56 Uhr
EschenbachOberpfalz

Sehnsuchtsort Rußweiher in Bildern

Der Rußweiher ist für die Eschenbacher ein Sehnsuchtsort, der sich nicht zuletzt als Bademöglichkeit großer Beliebtheit erfreut. Bilder davon gibt es nun in einer Ausstellung zu sehen.

Der Heimatverein Eschenbach wird in seiner Ausstellung „Begegnung mit Eschenbach“ im Museum beim "Taubnschuster" auch Bilder vom Rußweiher zeigen. Besonders gelungen ist ein Ölgemälde von Gerlinde Kohl, betitelt „Abend am Rußweiher“, mit einer Badenixe vor dem Sonnenuntergang am See.
von hevProfil

Die Anziehungskraft geht vor allem auf das Engagement des 1885 gegründeten Verschönerungsvereins zurück, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts Fremdenverkehrsverein nannte und seit den 1950er Jahren den Namen Heimatverein Eschenbach trägt. Ab 1893 legte der Verein ausgehend vom Kommunbrauhaus einen Fußweg am Südufer des Stadtweihers entlang bis zum Rußweiher an. Dort errichtete der Verein ein erstes Badehaus für die Vereinsmitglieder, später erweitert für die Öffentlichkeit, etwa an der Stelle, wo heute das BRK-Wasserwachtheim steht.

Der Eschenbacher Bader Gresser wurde als Bademeister angestellt. Er sorgte für sittliche einwandfreie Verhältnisse durch getrennte Badezeiten für Herrn und Damen. Ende der 1920er Jahre entschloss sich der Verein wegen des großen Zuspruchs, eine größere Badeanstalt am Nordufer zu erbauen. Diese diversen Baumaßnahmen überstiegen schon bald die Finanzkraft des Verschönerungsvereins, so dass Anfang der 1930er Jahre der Stadtmagistrat den Beschluss fasste, das Russweiherbad in städtischen Besitz zu übernehmen. Nach dem Zweiten Weltkrieg investierte die Stadtgemeinde bis in jüngste Zeit große Geldmittel, um das Rußweiherbad den modernen Erfordernissen anzupassen. Etliche Generationen junger Eschenbacher haben glückliche Erinnerungen an viele Sommerstunden am Rußweiher im Kreise ihrer Altersgenossen.

Den Heimatverein Eschenbach hat das dazu bewogen, in seiner jüngsten Ausstellung „Begegnung mit Eschenbach“ im Museum beim "Taubnschuster" auch Bilder von diesem Sehnsuchtsort aufzunehmen. Das Museum ist am Sonntag, 20. Juni, von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Im Museumscafé im Innenhof gibt es für die Besucher Kaffee, Kuchen und Eschenbacher Kommunbier.

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