03.07.2020 - 12:34 Uhr
EschenbachOberpfalz

Schule mit Alleinstellungsmerkmal

"Bei uns sind zwei Schulabschlüsse möglich. Dies stellt ein absolutes Alleinstellungsmerkmal dar." Das betont Konrektorin Anja Bräu bei ihrer Präsentation der Markus-Gottwalt-Schule im Stadtrat.

Konrektorin Anja Bräu macht sich im Stadtrat stark für die Markus-Gottwalt-Mittelschule.
von Walther HermannProfil

"Der Quali wird bereits in der neunten Klasse absolviert und im Anschluss die Mittlere Reife für Schüler des M-Zuges.“ Nach dieser Vorweginformation entführte Anja Bräu in der jüngsten Sitzung des Stadtrats dessen Mitglieder in die Markus-Gottwalt-Schule (MGS). Da sich diese als Mittelschule vielfach ungerecht behandelt fühlt, sah sich die Konrektorin veranlasst, die Bildungseinrichtung den örtlichen Mandatsträgern vorzustellen und darzulegen, was diese biete.

Dazu nahm sie den ehemaligen bayerischen Kultusminister Ludwig Spaenle beim Wort, der mit Nachdruck darauf verwiesen hat: „Keine andere Schule ermöglicht bereits während der Schulzeit so viele praktische Einblicke in die Arbeitswelt.“ Wie sehr die MGS ihre Schüler stark für den Beruf, stark an Wissen und stark als Person macht, bewies Bräu am Beispiel eines Musterschülers, der nach dem Erwerb der Mittleren Reife zum Technischen Fachwirt aufstieg und nun als Prozessingenieur eine verantwortliche Position einnimmt.

Sie zählte zahlreiche Stationen auf, über die die Schüler fit für die berufliche Ausbildung werden. Dazu zählte die Konrektorin berufsorientierende Maßnahmen, Bewerbungstraining und Tage der Berufsorientierung. Ergänzend dazu berichtete sie von der Berufseinstiegsbegleitung durch „Berufspaten“, von der engen Zusammenarbeit mit einem Berufsberater und vom Besuch von regionalen Ausbildungsmessen.

„Die Kernfächer Deutsch, Mathematik, Englisch, PCB (Physik, Chemie, Biologie), GSE (Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde) und Religion machen unsere Schüler stark im Wissen“, bekräftigte Bräu. Neben "Profilfächern" wie Technik, Soziales und Wirtschaft erwähnte sie noch das Wahlfach Buchführung.

Eine ihrer zahlreichen Botschaften lautete: „Wir brauchen uns vor keiner Schule verstecken!“ Wie sehr die MGS-Mittelschule ihre Schüler als Person stärke, bekräftigte sie mit Beispielen zu Autorenlesungen, Medienprojekten, Kooperation mit regionalen Firmen und Musikschule, Jugendsozialarbeit, Tanzkurs sowie Klassen- und Abschlussfahrten. Die Konrektorin wies damit auf die Vielfalt des gelebten und geförderten Miteinanders an der Schule hin.

Begeistert leitete sie über zu weiteren Vorteilen, die die Mittelschule bietee, hob das Klassenleiterprinzip hervor und begründete die Stärke kleiner Klassen. Große Bedeutung maß sie den berufsorientierten Fächern bei, die jedoch keine einseitige Ausrichtung aufwiesen.

Nach Ausführungen über die Voraussetzung zum Übertritt in den M-Zug der Schule und über die Abschlussvarianten folgerte Bräu: „Dies ist das, was uns auszeichnet. Im Schulverband Eschenbach, Grafenwöhr, Pressath und Kirchenthumbach ist die MGS der einzige Standort mit mittlerer Reife.“

„Wir bieten unseren Schülern den Zugang zu allen Berufen, die einen mittleren Bildungsabschluss voraussetzen, wie zum Beispiel zum mittleren Beamtendienst, aber auch zu Fachoberschule oder Berufsoberschule als Voraussetzung zum Studium“, lautete das abschließende Resümee der Konrektorin. Zur Bekräftigung ihrer Aussagen zeigte sie das Video „Wir leben Schule“.

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