26.10.2020 - 15:44 Uhr
EschenbachOberpfalz

Rußweiher-Kreuzung in Eschenbach: Ampel wohl einzige Lösung

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Sieben Unfälle in drei Jahren ereigneten sich an der Rußweiher-Kreuzung bei Eschenbach. Der Stadtrat wünscht sich eine Ampel. Doch auch die Bequemlichkeit von Fußgängern macht Sorgen.

Die Kreuzung am Rußweiher soll entschärft werden, wenn es nach dem Eschenbacher Stadtrat geht. Seit 2018 kam es hier zu sieben Unfällen.
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Eine entscheidende Stellen im Straßenverkehr bei Eschenbach soll in Zukunft entschärft werden. Der Stadtrat sprach sich bereits im September für eine Ampellösung an der Rußweiher-Kreuzung aus. Da das Straßenbauamt den Kreuzungsbereich als nicht ausreichend für den erforderlichen Radius eines Kreisverkehrs einstuft, sprachen sich die Stadträte für eine Ampellösung aus.

„Die Geschwindigkeitsbegrenzung hat schon etwas gebracht, aber in Eschenbach ist die Kreuzung eine unfallträchtige Stelle“, sagt Bürgermeister Marcus Gradl. Doch nicht nur der Fahrzeugverkehr macht ihm Sorgen. Er weist vor allem auf die Bequemlichkeit der Fußgänger und Radfahrer hin, die zur Überquerung der Straße nicht die vorhandene Unterführung nutzen, sondern die Bundesstraße überqueren, um zum Rußweiher zu gelangen. „Hier werden wir seitens der Stadt zwei weitere Schilder aufstellen, die auf die Unterführung hinweisen“, kündigt er an.

Zwei Autos kollidieren an Rußweiherkreuzung in Eschenbach

Eschenbach

Von einer Unfallhäufigkeit will die Polizei nicht sprechen. Die Polizeiinspektion Eschenbach registrierte an der Rußweiher-Kreuzung in den vergangenen drei Jahren insgesamt sieben Unfälle. Teilweise mit verletzten Personen. „Wenn man die hohe Frequentierung der Straße berücksichtigt, ergibt sich keine Unfallhäufigkeit.

Motorradfahrer nach Unfall schwer verletzt

Eschenbach

Unfälle beim Abbiegen

Die meisten Unfälle seit 2018 passierten beim Abbiegen“, erklärt Inspektionsleiter Werner Stopfer. Insgesamt vier Unfälle passierten an der Kreuzung im Jahr 2019. Im aktuellen Jahr waren es bisher zwei. Mit Blick auf die beiden Verbrauchermärkte auf der einen und dem Freibad Rußweiher auf der anderen Seite, werde die das Verkehrsaufkommen auch nicht abnehmen.

Dass die Geschwindigkeitbegrenzung einen positiven Effekt hatte, ist auch für Stopfer unbestritten. Fußgänger, die lieber über die Bundesstraße laufen als die Unterführung zu nutzen, gebe es immer wieder, bestätigt auch er. „Diese Bequemlichkeit ist bei dem Verkehrsaufkommen auf der B470 gefährlich“, warnt er. Doch damit eine Ampel kommt, müssen zunächst erneute Besichtigungen durch das Bauamt und Gutachten erstellt werden, weiß SPD-Fraktionssprecher Thomas Ott.

Unfall an der Rußweiherkreuzung

Eschenbach

Weitere Kreuzung entschärfen

Ein Stück weiter in Richtung Pressath liegt mit der sogenannten „Schloderer-Kreuzung“ eine weitere Stelle, die der Stadtrat gerne entschärfen würde. Unfälle gab es dort in den vergangenen drei Jahren nicht zu beklagen. Was die Verkehrssicherheit betrifft, erwartet Polizeidienststellenleiter Stopfer durch die Erweiterung des Industriegebietes ein höheres Verkehrsaufkommen an der Kreuzung.

Darauf spielt auch Ott an. Er betont, dass die Vorhaben an der B470 im Zusammenhang gesehen werden müssen. Die Entschärfung der Rußweiher- oder der Schloderer-Kreuzung, aber auch die Schaffung einer weiteren Zufahrt zum Industriegebiet müsse bei den Plänen eine Rolle spielen.

Die Unterführung der B470 ist die Verbindung zum Freibad am Rußweiher. Doch zu viele Personen nutzen sie nicht und überqueren stattdessen die Bundesstraße.
Info:

Unfälle an der Kreuzung mit Verletzten seit 2018

  • April 2019: Autofahrer übersieht Motorradfahrer, ein Verletzter, 15.000 Euro Schaden.
  • Oktober 2019: Zusammenstoß von zwei Fahrzeugen, zwei Verletzte, 25.000 Euro Schaden.
  • Juli 2020: Unfall mit zwei Fahrzeugen, eine Verletzte, 15.000 Euro Schaden.
  • August 2020: Zwei Fahrzeuge kollidieren, zwei Verletzte, 13.000 Euro Schaden.

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