27.06.2021 - 13:24 Uhr
EschenbachOberpfalz

Masterplan für Kita läuft an

Die städtische Kindertagesstätte erhält eine neue Dimension. Bis August 2024 sollen Generalsanierung und Erweiterung abgeschlossen sein. Nun wird der Bauantrag gestellt.

Südlich der Kindertagesstätte (links) erworbene Gartengrundstücke werden zum Spielplatz für die Kinder umgestaltet. Am 10.12.2020 informierte Günther Lenk den Stadtrat: "Der neue Spielplatz liegt mit 2 815 Quadratmetern deutlich über dem vorgegebenen Soll."
von Walther HermannProfil

In einer Sondersitzung beschloss der Stadtrat, auf Basis der vorgestellten Planung des Architekturbüros Lenk den Bauantrag zu stellen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die weiteren Schritte einzuleiten und die Ausschreibung zu veranlassen. Baubeginn ist bereits für September 2021 angedacht.

Günther Lenk ging in seinem Vortrag auf die Kerninhalte seines bereits in der Dezembersitzung 2020 vorgestellten „Masterplans KiTa ESB“ ein, der wenig Änderungen erfahren hat und sich in die Bereiche Anbau Speiseraum, Neubau Kinderkrippe und Generalsanierung gliedert. Da im Rahmen der Generalsanierung Barrierefreiheit ein „Muss“ sei, hat er im Anbau des bestehenden Trakts einen Aufzug eingeplant. In dessen Obergeschoß erfolgt nur eine Umnutzung der Gaube.

In seinen vorgestellten Plänen ordnete er dem Speiseraum „für bis zu 150 Kinder“ einen Personal- und einen Leitungsraum zu und verwies auf die Bedeutung eines ausreichend großen Küchenraums als Aufwärmküche. Zum Bauabschnitt II, er sieht die Errichtung von Räumen für vier Kindergartengruppen in Modulbauweise auf dem jetzigen Spielplatz vor, sparte er sich erneute Erläuterungen. Lenk versicherte jedoch, dass sich durch die Modulbauweise die Möglichkeit bietet, „bei Bedarf aufzustocken“. In seiner Sitzung am 10. Februar hatte sich der Stadtrat für einen Holzmodulbau entschieden, dem die Bayerische Staatsregierung ohnehin mehr Gewicht beimisst.

Von Anbau bis Sanierung

Der grobe Terminplan des Architekten sieht von September 2021 bis August 2022 den Anbau des Speiseraums, von Mai 2022 bis Juni 2023 den Neubau der Kinderkrippe und von Juli 203 bis August 2024 die Generalsanierung der bestehenden Einrichtung vor.

Im Rahmen einer längeren Aussprache versicherte Günther Lenk, dass die Gebäudehülle komplett energetisch saniert wird und stellte hierfür und für weitere Bereiche die Förderkulisse aus Landes- und Bundesmitteln vor: Bayerischer Finanzausgleich, 4. Sonderinvestitionsprogramm, Förderprogramm Raumlufttechnische Anlagen BAFA und Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG-Nichtwohnen). Er räumte allerdings ein: „Die Förderkulisse ist in Bewegung.“ Der Generalsanierung schrieb er eine Langzeitwirkung für 25 Jahre zu. Innerhalb dieser Zeitspanne entfallen weitere Fördermöglichkeiten. Den Hauptzugang ordnete der Architekt der Südseite des Areals zu, wo bisher bereits ein Behelfszugang besteht. Diese Maßnahme soll der Entlastung der Stirnbergstraße dienen.

Ziel: Zeitgemäße Betreuung

Als Ziel des Masterplans Kindergarten nannte Bürgermeister Marcus Gradl: „Keine langen Wartezeiten in einer kinderfreundlichen Stadt mit einem zeitgemäßen und ausreichenden Betreuungsangebot.“ Sein kurzes Urteil zur Arbeit des Architekturbüros, dem bereits die Planung des im Juni 2014 eingeweihten Feuerwehrhauses übertragen war, lautete: „Was in kurzer Zeit geleistet wurde ist bombastisch.“

Ergänzend zu den Lenk-Planungen stellte er den vorläufigen Plan des Landschaftsarchitekten Wolfgang Fetsch zur Außengestaltung der Tagesstätte vor. Durch den Zukauf von Gartengrundstücken kann in deren südlichem Bereich ein neuer Spielplatz in einer Größenordnung von zirka 2 800 Quadratmetern angelegt werden. Gradl kündigte an, dass in die Spielplatzgestaltung noch Empfehlungen einfließen werden.

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