21.10.2020 - 12:33 Uhr
EschenbachOberpfalz

Heimatverein Eschenbach eröffnet im kleinen Kreis neue Sonderausstellung

Eine richtige Vernissage ist das nicht. Nur eine kleine Schar von Künstlern und einige Leihgeber lädt der Heimatverein Eschenbach zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Begegnung mit Eschenbach“ ein.

Bild aus der Ausstellung "Begegnung mit Eschenbach" von Elke Schulz (1940 bis 2019). Das Aquarell zeigt den ehemaligen Eschenbacher Bahnhof.
von hevProfil

Ohne großes Rahmenprogramm fand die Vernissage des Heimatvereins zur Sonderschau mit künstlerischen Ansichten der Rußweiherstadt im Innenhof des Museums „Beim Taubnschuster“ statt. Die anschließende Besichtigung der ausgestellten Bilder im Saal geschah dann in kleinen Gruppen, um die Zahl der erlaubten Besucher in den Räumen des Ackerbürgerhauses nicht zu überschreiten.

Mehr war unter den verschärften Corona-Regeln nicht drin. Und dennoch: Alle Künstler, Besucher und Heimatfreunde waren begeistert von der Ausstellung. Beeindruckend war die große Bannbreite der Gemälde, Zeichnungen und grafischen Arbeiten. Werke von 18 Künstlern aus der Stadt oder mit persönlichen Beziehungen zum Ort und seinen Kulturschaffenden bereichern die Schau.

Ganz gegensätzliche Stile sind in der bunten Ausstellung vertreten: von der gewollten Naivität über naturalistische Strenge bis hin zu stark abstrahierter moderner Ausdrucksweise. Von gekonnter Freizeitmalerei bis zu akademisch geschulter Professionalität finden ganz unterschiedliche Malerpersönlichkeiten zusammen und sorgen für einen enormen Abwechslungsreichtum.

Das Publikum zeigte sich dankbar für die Auswahl, die einen großen Freiraum für den individuellen Geschmack zulässt. Ein sechsseitiger Ausstellungsprospekt informiert kurz über die Vita der beteiligten Künstler, deren Werke zum Teil bis in die Dreißiger und Vierziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurückreichen.

Karlheinz Keck, der Vorsitzende des Heimatvereins, bezeichnete in seiner kurzen Begrüßung die Rußweiherstadt als kleines Kunstzentrum, das zwar nicht an die bekannten Malerorte – wie Kallmünz in der Oberpfalz oder Murnau in Oberbayern – heranreiche, wo große Künstlerpersönlichkeiten wie Wassily Kandinsky und Gabriele Münter lebten und arbeiteten. Dennoch biete Eschenbach mit seinem schönen Stadtbild und der reizvollen Umgebung sich seit langem als Ziel von Kunstschaffenden an.

Bei einem Glas Sekt tauschten sich die erschienenen Aussteller in gebotenem Abstand über die gemeinsame Schau aus. Füsun Püschl-Canay, Josef Heindl, Gerlinde Kohl, Angelika Haberberger und Helmut Hollmer würdigten auch die Leistungen von Jean Claude Sauvage, Adrian Arthur Senger und Melita Todorovic sowie der bereits Maler Gottfried Böllath, Ingeborg Czechowsky, Georg Entorf, Max Gradl, Emmi Neidhart, Georg Netsch, Raimund Schreml, Elke Schulz, Jenny Sponer, Theo Steinoel und Roswitha Zeilmann.

Die Ausstellung soll bis 28. März 2021 jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung (Telefon 0174/8105510) zu sehen sein, wenn nicht wieder unvorhersehbare Ereignisse eintreten.

Coronabedingt findet die Eröffnung der neuen Sonderausstellung im kleinen Kreis im Hof des "Taubnschuster"-Anwesens statt.
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