04.11.2020 - 12:58 Uhr
EschenbachOberpfalz

Geschwindigkeitsbegrenzung im Umfeld des Kindergartens Thema im Stadtrat Eschenbach

Gegen Tempo 30 bei der Kindertagesstätte in der Weidelbachstraße hat der Eschenbacher Stadtrat generell nichts einzuwenden. Leise Kritik entzündet sich aber an Vorgehensweise und Umfang.

Vom Campingplatz Götz aus quert ein Abwasserkanal den Rußweiher zu einem kleinen Hebewerk an der Straße nach Schlammersdorf. Nach den Baggerarbeiten. war der dafür angelegte befestigte Fahrstreifen nicht mehr vollständig zurückgebaut worden und wirkt nun als Schlammbarriere.
von Walther HermannProfil

Mit einer bunten Folge von Themen meldeten sich die Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung in der Aula der Markus-Gottwalt-Schule zu Wort. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer in der Weidelbachstraße griff Klaus Lehl auf. Er wollte wissen, wann der Streckenabschnitt dafür verlängert wurde und ob dafür ein Stadtratsbeschluss vorliegt.

„Die Maßnahme erfolgte auf Anregung der Polizei“, antwortete Bürgermeister Marcus Gradl. „Dazu wäre die kommunale Behörde einzuschalten gewesen“, zeigte sich Lehl überzeugt. Da die Geschwindigkeitsbegrenzung das Umfeld des Kindergartens betrifft, wollte Thomas Riedl wissen, warum sie nicht zeitlich begrenzt werde, „ohne Samstag und Sonntag“.

Die beschlossene Bedarfsmitteilung zur Städtebauförderung, die sich nur auf innerstädtische Sanierungsgebiete bezieht, nahm Peter Lehr zum Anlass, auf Planungen für einen erforderlichen weiteren Tiefbrunnen zu erinnern. „Wir bleiben dran“, versicherte Gradl.

Seit dem Ausbau der Jahnstraße war eine Ampelanlage oder ein Fußgängerüberweg im Bereich der Marcus-Gottwalt-Schule wiederholt Gesprächsthema. Die nun erfolgte Markierung kommentierte Thomas Ott mit den Worten: „Der Fußgängerüberweg für den Dienst der Schülerlotsen wird für gut befunden.“

Über die neuesten Erkenntnisse zum „Rußweiherdamm“ informierte Bürgermeister Marcus Gradl. Er erinnerte an den Bau einer Abwasserleitung vom Campingplatz Götz durch den Rußweiher zur Nordseite des Sees. Für die erforderlichen Baggerarbeiten sei damals ein befestigter Fahrstreifen angelegt worden, „der nicht vollständig zurückgebaut wurde“. Gradl berichtete nun von einer circa einen Meter tiefen Schlammschicht zu beiden Seiten des quer über den Rußweiher verlaufenden „Dammes“.

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Die kürzlichen Munitionsfunde im Rußweiher neben der B 470 veranlassten Dr. Sabine Schultes zur Nachfrage: „Sind weitere Munitionsteile gefunden worden?“ Marcus Gradl sprach vom Sonden-Einsatz in allen Badebereichen ohne erneute Funde und versicherte: „Eine Gefahr für Badegäste hat nicht bestanden.“

„Der Apfelbacher Dorfweiher soll im April 2021 abgelassen werden“, kündigte der Bürgermeister dann an. Er bezog sich auf zurückliegende Beratungen des Gremiums zu einem geforderten Sicherheitszaun und kündigte ein Gespräch mit dem Kreisbrandmeister an, ob der Weiher „eventuell von einem Lösch- in einen Dorfweiher umgewidmet werden kann“.

Mit Blick auf die Corona-Vorgaben hielt Gradl es für wichtig, „Vertrauen in die Regierung zu haben“. Er räumte das Recht zu einem kritischen Hinterfragen ein und hatte die Hoffnung: „Nach vier Wochen werden wir klarer sehen.“

Zu Beginn der Sitzung hatte das Gremium die Voranfragen zum Bau eines Einfamilienhauses und einer Kaltlagerhalle für Dünger am Birschlingweg positiv beschieden.

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