30.07.2021 - 13:05 Uhr
EschenbachOberpfalz

Gartenidylle "am laufenden Band" in Eschenbach

Kleine Paradiese haben die Eschenbacher in ihren Gärten geschaffen. Bei einer Besichtigungstour für den „Blumenschmuckwettbewerb 2021“ wird das für die Besucher erst sichtbar.

In diesem natürlichen Garten in Eschenbach blühen sogar die Seerosen.
von Walther HermannProfil

In zwei Gruppen machten sich Vertreter von Stadt, Bauhof und Obst- und Gartenbauverein auf einen nahezu vierstündigen Rundgang durch 60 Gärten und Vorgärten in Eschenbach und warfen ihren Blick auf farbenprächtige und üppig blühende Balkone. Den Gutachtern, die sich zwischen Birschlingweg, Großkotzenreuth und Apfelbach bewegten, bot sich ein Bild ideenreicher und liebevoller Gartenpflege.

Vor mehreren Jahren hatte der damalige Bürgermeister Peter Lehr den Teilnehmern am Wettbewerb bescheinigt, dass sie sich über die unterschiedlichsten Anpflanzungen Medizin für die Seele geholt und gleichzeitig zu einem blühenden Stadtbild beigetragen haben. Diese Aussage hat nach den Erkenntnissen der beiden Gruppen weiterhin Gültigkeit. Denn durch die Art und Weise, wie den heimischen Gartenanlagen durch Flechtwerk, kleine Wasserspiele, gestalterische Rankhilfen und sogar fantasieanregende Mauerstücke besondere und ganz individuelle Noten gegeben werden, könne das durchaus Medizin für die Seele der Besitzer, aber auch der Betrachter sein.

Manches Garteninventar hatte offensichtlich den Absprung vor der Sperrmüllabfuhr geschafft. Denn in einem der Gärten, er glich einer kleinen Parkanlage, waren dezent ausgediente Badewannen platziert, in denen sich eine üppig blühende Flora wohlfühlte. Andernorts ließen auch pflegeintensive, mit Pflanzen und Stauden abwechslungsreich gestaltete Beete die Betrachter verweilen. Eingebaut in die Flora waren immer wieder Nutzgärten mit Gemüse und Kräutern, vereinzelt in Hochbeeten. Interesse weckte auch ein Miniwald mit heimischen Nadelbäumen. Bonsai-Kultur wird auch in der Oberpfalz betrieben. Noch nicht pflückreif war eine Tomatenwand mit mehr als zehn verschiedenen „Paradeisern“. Dekorativ wirkten kleine bepflanzte Leiterwagen und gar ein Backofen aus Reichsformal-Ziegeln. Südländische Pflanzentröge, Blumenampeln und Weinreben ließen auf umgesetzte Reiseerinnerungen schließen.

Wiederholt zeigten die eifrigen Teilnehmer, dass ihre Gärten für sie mehr sind als eine von einem Zaun umgebene bepflanzte Fläche. So wurden sie zu einem abwechslungsreichen Lebensraum, in dem die Pflanzen ihre volle Wirkung entfalten konnten. Immer wieder boten sich den Betrachtern überraschende Blickwinkel, lauschige Ecken und Gartenräume, die ganz nach dem jeweiligen Nutzungswünschen geschaffen waren. Dazu gehörten auch Bienenhaus, Taubenhaus und kleiner Hühnerauslauf.

Da für diese städtische Sommerinitiative keine Platzierung erfolgt, gewinnt jeder Teilnehmer. Bei einer Abschlussveranstaltung im Herbst honoriert die Stadt jede Teilnahme mit einer finanziellen Anerkennung.

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Eschenbach
Manchen Garten zieren auch kleine Bauwerke.
Ein "Flaschenbaum" als besonderer Blickfang.
"Mauerreste" dekorativ in den Garten integriert.
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