30.10.2020 - 11:51 Uhr
EschenbachOberpfalz

Förderverein Wirtschaftsschule wählt Albert Nickl als neuen Vorsitzenden

Als ehemaliger Schüler übernimmt Albert Nickl den Vorsitz des Fördervereins Wirtschaftsschule Eschenbach. Er spricht von einer "Qualitätsschule", die es zu unterstützen gilt.

Thomas Reitmeier (Mitte) übergibt als Wahlleiter den Vorsitz des Fördervereins der Wirtschaftsschule mit seinen 147 Mitgliedern von Walter Schnoy (links) an Albert Nickl,.
von Walther HermannProfil

War die Sitzordnung zur Mitgliederversammlung des Fördervereins in der Mehrzweckhalle überaus locker, waren die Berichte der Vorstandschaft und des Schulleiters eng geschnürt und inhaltsvoll. Die Ausführungen des Kassiers zeugten von einer soliden Finanzlage und die Neuwahlen brachten für viele ein überraschendes Ergebnis.

Schulleiter Thomas Reitmeier hatte als Wahlleiter leichte Arbeit. Sein Vorschlag, Albert Nickl zum neuen Vorsitzenden zu wählen, fand spontane Zustimmung. Der Speinsharter Bürgermeister und stellvertretende Landrat tritt die Nachfolge des ehemaligen Schulleiters Walter Schnoy an, der seit 2016 den Verein von Altenstadt/WN aus leitete.

Wenige Änderungen gab es bei den weiteren Vorstandsposten. Zweiter Vorsitzender bleibt Karl Lorenz, ehemaliger Lehrer an der Schule. Die Schriftführung übernimmt Jürgen Koller von Charlotte Hautmann. Die Kasse bleibt bei Richard Götz. Revisoren sind Mario Bscherer und Annegret Kennel. Die Besitzer heißen Petra Kreutzer, Bernhard Miedl, Hannelore Ott, Eva Rauch, Walter Schnoy, Elke Spittaler und Horst Wiesent.

Reitmeier bedauerte als Leiter der Wirtschaftsschulen Eschenbach und Weiden den Rückgang der Schülerzahlen an beiden Schulen um zirka 100, hob jedoch hervor, dass beide Schulen mit neun gebundenen, reinen Ganztagsklassen bayernweit führend sind.

In Eschenbach unterrichten in 12 Klassen, davon 5 Ganztagsklassen, 30 Lehrer und 3 Referendare 214 Vollzeitschüler. Zu den Ganztagsklassen informierte Reitmeier über den vorgegebenen neuen Kooperationspartner, das Kolping-Bildungswerk. Er sagte, dass die erforderlichen Absprachen – im Gegensatz zur vorherigen Eigenregie - mit viel Zusatzarbeit verbunden sind.

Mit der Aussage „nichts ist so, wie es einmal war“ befasste sich Reitmeier mit der aktuellen Situation, die nur einen Autokonvoi statt einer Abschlussfeier für die Entlassschüler, zahlreiche Regelungen mit angepassten Hygienevorschriften, CO2-Messgeräte und eine mit viel Engagement vorangetriebene Digitalisierung mit sich brachte.

Er sprach von einem stark eingeschränkten Schulleben ohne jegliche Feiern und Fahrten, keinem Skilager und keinen Kennenlerntagen und einem angedachten verspäteten Tanzkurs in Mai oder Juni 2021. Dem Sachaufwandsträger bescheinigte er eine „stets gute Unterstützung und zahleiche Neuanschaffungen“. Die gute EDV-Ausstattung sei dem Digital-Unterricht förderlich gewesen.

„Nach fast einem halben Jahr ohne Direktunterricht werden wir uns in der bevorstehenden Ferienwoche weiteren Herausforderungen stellen“, versicherte der Schulleiter.

Schnoy berichtete von der Übernahme der Kosten für die Ausbildung der Konfliktlotsen und für Anschaffungen des Projekts „Merop“. Zuschüsse wurden für zahlreiche Projekte gewährt, unter anderem für Fahrten zum Wintersportfest in Weiden, zur Besichtigung des Truppenübungsplatzes, zur Partnerschule in Polen und zum Besuch der Übungsunternehmensmesse in Regensburg.

Zu den geförderten Maßnahmen im Coronajahr 2020 zählte er auch die Anschaffung von Gesichtsmasken für die Abschlussklassen, die durch ihren Aufdruck zugleich eine Werbung für die Wirtschaftsschule bewirken.

Kassier Götz stellte für das Jahr 2019 ein umfangreiches Zahlenwerk vor, das sich im fünfstelligen Bereich bewegt. Anlass für diese Größenordnung sind vor allem die Honorare für die Betreuung der Ganztagsklasse in Höhe von rund 20700 Euro, denen Gutschriften der Staatsoberkasse gegenüberstehen.

Albert Nickl, der vor 41 Jahren seine Schulzeit an der Bildungseinrichtung beendet hat und sie als „gute Grundlage und optimale Voraussetzung für sein Berufsleben“ bezeichnete, wertete seine Wahl als Vertrauensvorschuss. Mit Vergleichen zur eigenen Schulzeit zeigte er sich begeistert von der Entwicklung der Schule. Mit Blick auf das bisherige Corona-Geschehen ist er überzeugt, dass die Schule die Situation „bravourös gemeistert“ hat.

Seinen Dank an den bisherigen Vorsitzenden Walter Schnoy verband Nickl mit der Feststellung: „Die Vorstandschaft ist eine gute Truppe."

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Kommentare

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Karl-Werner Schramm

Nun kann sich der Vorsitzende bei den Schülern erkundigen, wie es kommt, dass er als langjähriger Bürgermeister und stellvertretender Landrat (Pos. 3 oder 4) dafür gesorgt hat, dass die Bürger in Speinshart 10-mal so hoch verschuldet sind, wie die in Eschenbach. Purchase bei Purchase rechnet sich eben doch nicht, vor allem nicht, wenn dann z.B vollkommen überteuerte Fahrbahnteiler immer noch 200000 Euro kosten und 10 Prozent an den Bürgern hängen bleiben. Die 90 % rechnen sich nur zwischen ??? und "Spezln", aber nicht für den Bürger. Strategisch wird dann aus dem laufenden Haushalt in kleineren Margen gearbeitet. Deswegen kosten Kinderspielplätze in Speinshart 150000 Euro mit Förderung und werden anderorts wie in Münchsreuth aus der Kaffeekasse finanziert, weil die Beschlüsse für die Maßnahmen im Gemeinderat fehlen, die ordentliche Planung und Finanzierung insgesamt auch bei 100000 Euro läge. Kommunalproblematisch dann fehlende Ausschreibungen werden so umgangen. Ebenso ist das „Geschäft“ mit den „Klosterdorf“ in Speinshart seit Jahrzehnten trotz Förderung ein ähnliches ökonomisches, ökologisches und technisches, mit Verbotsschildern geschmücktes Disaster, zu Deutsch Katastrophe!

02.11.2020