15.06.2021 - 10:41 Uhr
EschenbachOberpfalz

Fackellauf über Eschenbacher Rußweiher

Eigentlich würde am 24. Juni in Solferino in Italien der Fiaccolata 2021, ein Fackelumzug, stattfinden. Doch wie auch schon 2020 muss dieser auch heuer ausfallen. Dennoch will das BRK daran festhalten und startet einen eigenen Fackellauf.

BRK-Landesbereitschaftsleiter Dieter Hauenstein am Rußweiher in Eschenbach.
von Jürgen MaschingProfil

Am Morgen des 24. Juni 1859 standen sich, von Osten und Westen herangerückt, je 150.000 Mann in einem Gefecht in Solferino in /Italien gegenüber. Am Abend lagen 40.000 Tote und Verwundete auf dem Feld. Der junge Geschäftsmann Henry Dunant vergaß seine ursprüngliche Mission und kümmerte sich um die verletzten und toten Soldaten. Dies war die Geburtsstunde des Roten Kreuzes.

Jedes Jahr wird nun am 24. Juni an den Ursprungsgedanken des Roten Kreuzes erinnert: Menschen zu helfen. Im Gedenken an die Schlacht und den Ursprung der Hilfsorganisation veranstaltet das Italienische Rote Kreuz jedes Jahr den Fiaccolata, der aber auch heuer wegen der Coronapandemie ausfallen muss. Mit dem Tragen der Fackel durch Deutschland soll nun aber trotzdem die "Fackel der Hoffnung" nach Solferino gebracht werden. Der Fackellauf startete im Mai in Münster und kam am späten Sonntagnachmittag schließlich in Eschenbach am Rußweiher an. BRK-Landbereitschaftsleiter Dieter Hauenstein übernahm sie, und mit Tretbooten wurde die brennende Fackel über den Rußweiher gefahren. Der Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes, Theo Zellner, der zu diesem Anlass das erste Mal nach Eschenbach gekommen war, freute sich über die Aktion. „Das Rote Kreuz definiert sich über das Ehrenamt“, sagte Zellner. „Hier durch diesen Fackellauf geht eine Botschaft hinaus, wir sind da, wenn wir gebraucht werden.“

Stolz war auch Hauenstein auf die große Teilnahme in Eschenbach. So waren die Wasserwacht, viele Jugend-Rot-Kreuz-Vereine aus der Umgebung und auch das US-Rote-Kreuz aus Vilseck und Grafenwöhr dabei, als das „Licht der Menschlichkeit über den Rußweiher getragen wurde. Hauenstein übergab die Fackel im Anschluss an Thomas Rauch vom BRK-Kreisverband Weiden-Neustadt/WN. Weiter geht es nun nach Landshut, wo sie an den BRK-Bezirksverband Oberbayern übergeben wird. Am 24. Juni soll die Fackel dann in Solferino ankommen.

Landrat Andres Meier sprach von einer gelungenen Aktion. Und er betonte auch, dass das Rote Kreuz in der Pandemiezeit sehr viel geleistet hat. Bürgermeister Marcus Gradl lobte die hervorragende Organisation und bedankte sich beim Eschenbacher Roten Kreuz und der stellvertretenden Bundesbereitschaftsleiterin Petra Luber für die Zusammenarbeit.

BRK-Bereitschaft: Marina Bernhardt weiter an der Spitze

Eschenbach
Mit dem Tretboot ging es über den Russweiher.
BRK-Präsident Theo Zellner war zum ersten Mal in Eschenbach.
Ankunft an der Wasserwachtstadion in Eschenbach.
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