06.11.2020 - 11:43 Uhr
EschenbachOberpfalz

Besonders wertiges Holz aus dem Stadtwald

Nach Jahren der Pause beteiligt sich die Forstbetriebsgemeinschaft Eschenbach wieder an einer Nadelholzsubmission. Ihr Beitrag für den Submissionsplatz in Himmelkron sind 25 Festmeter Nadelholz, davon zehn Festmeter aus dem Stadtwald.

Gerhard Ziegler, Martin Gottsche und Reinhard Wiesend (von links) erhoffen sich einen guten Erlös bei der Nadelholzsubmission in Himmelkron.
von Walther HermannProfil

Das Sperberholz im Stadtwald verfügt über Bäume, die der Klassifizierung „Wertholz“ zuzuordnen sind. Für Revierleiter Martin Gottsche ist Wertholz ein „Rohstoff, aus dem edle Furniere, hochwertige Möbel, Türen und Fenster, aber auch Musikinstrumente hergestellt werden“. Auch für den Bau von Holzhäusern werde zunehmend auf besondere Qualität geachtet.

Bei der Fällaktion an der Hammermühlstraße, in einem Verjüngungsbestand (Naturverjüngung), sägte Forstwirt Gerhard Ziegler in dieser Woche aus mehreren 120 Jahre alten Kiefernstämmen so genannte Blockholzlängen (fünf Meter), die am Zopf mindestens eine Stärke von 40 Zentimeter haben müssen. Die Entnahme dieser Bäume fördert die weitere Naturverjüngung. „Für die ‚Ausstellung‘ im Himmelkron sind astfreie Stammteile besonders interessant“, versicherte Forstwirtschaftsmeister Reinhard Wiesend.

Zum Submissionsablauf erklärte Gottsche: „Die interessierten Käufer geben nach intensiver Augenscheinnahme Angebote für die einzelnen Längen ab.“ Er sprach von einer zurzeit guten Nachfrage nach Wertholz, im Gegensatz zur Massenware, die nach Kalamitäten wie Windbruch und Borkenkäfer auf dem Markt ist.

Als Beispiel einer erfolgreichen Submission nennt der Forstmann die Nadelholzwertversteigerung der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberfranken am Februar dieses Jahres in Litzendorf. Dort wurden aus Privat- und Körperschaftswald 153 Festmeter (fm) Nadelwertholz von acht Anbietern aus Ober- und Mittelfranken angeboten und in insgesamt 53 Losen bereitgestellt. „Fast alle aufgeworfenen Lose konnten zugeschlagen werden“, berichtet Gottsche und nennt Gesamtmengen für: Fichte 34,41 fm, Kiefer 44,64 fm, Lärche 66,70 fm und Douglasie 7,61 fm.

Die Erhöhung des Durchschnittserlöses um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr begründet er mit der deutlich gestiegenen Menge an Lärchenholz. Davon erzielte ein Los mit 3,04 fm mit 820 Euro pro fm den höchsten Preis der Versteigerung. „Auch die Eichenpreisentwicklung hat sich fortgesetzt“, versichert der Revierleiter. Zuversichtlich zeigt er sich trotz Klimaveränderung: „Holz wächst in unseren Wäldern kontinuierlich nach. In jeder Sekunde entsteht etwa ein Kubikmeter Holz in Bayern.“

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