06.07.2020 - 15:10 Uhr
EschenbachOberpfalz

Augenmerk liegt auf neuem Wohnraum

"Mit Ideenvielfalt für unsere Stadt etwas erreichen", das nennt Bürgermeister Marcus Gradl als Ziel seines kommunalpolitischen Engagements. Dazu zählt er das Schaffen von Wohnraum.

Über Digitalisierung, Kinderbetreuung und Wohnraum unterhalten sich Landtagsabgeordnete Annette Karl und Bürgermeister Marcus Gradl im Sitzungssaal des Rathauses.
von Walther HermannProfil

Da die neuen Bauplätze im Gebiet "Esperngasse-Ost" bald vergriffen sein werden, will Gradl wegen zahlreicher Baulücken im Stadtgebiet Gespräche führen und die Grundstücke eventuell durch die Stadt aufkaufen. Vordringlich sei es jedoch, durch ein derartiges Vorgehen die Preise nicht anzuheizen.

Langfristig kann er sich auch den Erwerb von "Schandimmobilien" vorstellen, wo nach Abbruch und Wiederaufbau günstiger Wohnraum entsteht. Unter anderem ist ihm daran gelegen, den "Umgriff Kindergarten" aufzuwerten.

Mit Blick auf die Kinderbetreuung sieht der Bürgermeister einen zunehmenden Bedarf daran und damit erhebliche Aufgaben auf die Stadt zukommen: "Wir müssen die Betreuung ohne Wartelisten sicherstellen." Die Ausweisung von Baugebieten und den Zuzug junger Familien als Folge der Ansiedlung neuer Unternehmen verbindet er mit der erhöhten Nachfrage nach Kinderbetreuung. In diesem Zusammenhang Gradl betont zudem den Stellenwert von kindgerechten und gesunden Gerichten aus eigener Küche für Kindergarten und Schule und regt ein Förderprogramm dafür an.

Wirtschaftliche und sicherheitspolitische Aspekte stellt Gradl in den Vordergrund seiner Betrachtungen zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr und zum Ortsteil Netzaberg. Es gelte Allianzen zu schmieden, die verhindern sollen, bestehende Strukturen zu zerstören. Mit Blick auf die kommunalen Finanzen weist er auf die derzeitigen Risiken hin, denen diese aktuell unterliegen. Erste Anzeichen dafür waren für ihn bei der Stadt eingegangene Stundungsanträge für die Gewerbesteuer.

SPD-Landtagsabgeordnete Annette Karl, die dem neuen Bürgermeister Glückwünsche zum Wahlerfolg übermittelte, motivierte ihn, an diesen Zielen festzuhalten. Weitere Gesprächsthemen waren unter anderem der Rußweiher und die Digitalisierung an Schulen. Offene Ohren fand Gradl bei Karl mit einem Vorschlag zu günstigen Mieten für Tablets.

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