29.09.2020 - 14:32 Uhr
EschenbachOberpfalz

Adventsmärkte im Städtedreieck: Bereits zwei Absagen

Corona-Pandemie sorgt für Herausforderung bei der Organisation von Weihnachtsmärkten. Eschenbach und Kirchenthumbach setzen 2020 aus, Grafenwöhr und Pressath suchen ein Konzept.

Im Jahr 2017 gab es noch Adventsmarkt und Schneetreiben. 2020 bleibt nur die Hoffnung auf Schnee. Der Heimatverein Eschenbach hat seinen traditionellen Adventsmarkt beim Taubnschuster bereits abgesagt.
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Normalerweise laufen die Planungen für die Advents- und Weihnachtsmärkte im September und Oktober bereits an. In diesem Jahr ist es wegen der Corona-Pandemie etwas schwieriger. Nikolausbesuch und Verkaufsbuden aus denen es nach Lebkuchen oder Glühwein duftet, wird es dieses Jahr nicht geben. Bei einigen Organisatoren ist es mit einer Sitzung bereits getan.

So sagt der Heimatverein Eschenbach schweren Herzens seinen traditionellen Adventsmarkt beim Taubnschuster und in der Wassergasse ab. „Die Örtlichkeit ist einfach zu eng, um in diesem Jahr einen Markt abzuhalten“, erklärt Vorsitzender Karlheinz Keck. Die Corona-Auflagen seien wegen der engen Gassen und dem begrenzten Platz im Museum mit Innenhof nicht zu erfüllen. „Gerade die Gassen und der Innenhof haben ja die besondere Stimmung geschaffen. Aber unter diesen Umständen ist das nicht zu machen. Da wollen wir kein Risiko eingehen“, sagt Keck. Gerade für Museen gelten während der Pandemie bestimmte Auflagen, daher wäre es im Haus schwierig. Auch der Ausschank von Glühwein stand infrage. Die Absage war für die Organisatoren daher die einzig richtige Lösung. 25 Jahre am Stück hat der Heimatverein den Adventsmarkt ausgerichtet. Dieses Jahr muss pausiert werden. „Aber wahrscheinlich machen wir an Advent das Museum auf und organisieren vielleicht etwas kleines im Innenhof“, kündigt der Vorsitzende des Heimatvereins an.

Bürgermeister Marcus Gradl sammelt gerade Ideen, wie dennoch etwas weihnachtliches Flair in der Rußweiherstadt geschaffen werden kann. „Wir überlegen gerade, ob wir zum Beispiel ein etwas anderes Beleuchtungskonzept am Stadtberg machen können,“ sagt er. Einen wirklichen Advents- oder Weihnachtsmarkt wird es 2020 in Eschenbach aber wohl nicht geben.

Auch der Gewerbeverein Kirchenthumbach hat schon beschlossen, dass es 2020 keinen Weihnachtsmarkt in der Marktgemeinde geben wird. Im vergangenen Jahr fand dieser noch im Burgring statt.

In Pressath will die Stadt noch ein genaues Konzept auf die Beine stellen. „Wir wollen den Weihnachtsmarkt nicht komplett ausfallen zu lassen. Er wird im kleineren, familiären Rahmen stattfinden“, sagt Bürgermeister Bernhard Stangl. Zusammen mit Kulturkreis und Musikschule soll so dennoch Weihnachtsstimmung in der Haidenaabstadt aufkommen.

In Grafenwöhr diskutierte der Stadtrat bereits einen Alternativvorschlag aus dem Kulturausschuss. Statt einem Weihnachtsmarkt könnten mehrere Buden im Stadtpark aufgestellt werden und für weihnachtliches Flair sorgen. Die Räte stehen der Idee offen gegenüber.

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