06.08.2020 - 16:42 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Tipps für altersgerechtes Wohnen in Erbendorf

Wohnheim oder in den eigenen vier Wänden bleiben? Dieses Thema griff das Generationen-Netzwerk Erbendorf auf. Kreis-Wohnberaterin Anita Busch zeigte auf, was beim alters- und behindertengerechten Umbau zu beachten ist.

"Alters- und behindertengerecht umbauen" lautete das Thema des Infonachmittags des Generationen-Netzwerks mit Anita Busch in der Stadthalle.
von Jochen NeumannProfil

„Es kommt die Zeit, in der viele Senioren oder körperlich eingeschränkte Mitbürger im eigenen Wohnraum nicht mehr zurechtkommen“, stellte Projektleiter Roland Lochner vom Generationen-Netzwerk fest. „Eine Lösung wäre ein entsprechendes Wohnheim, in dem den Betroffenen Unterstützung und Pflege zuteil wird, oder die Möglichkeit, das eigene Heim so umzubauen, dass man so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben kann.“

Um über Letzteres zu informieren, freute sich Lochner, zum Vortrag „Alters- und behindertengerecht umbauen“ in der Stadthalle die Wohnungsberaterin Anita Busch von der Wohnberatung Tirschenreuth als Expertin begrüßen zu dürfen.

Die Wohnung sollte einfach barrierefrei werden.

Wohnberaterin Anita Busch

Die Referentin stellte den Teilnehmern die kommunale Wohnberatungsstelle am Landratsamt Tirschenreuth vor. „Sie richtet sich vor allem an die älteren Bewohner und Menschen mit eingeschränkten Fähigkeiten“, führte Busch aus. Ziel sei es, ein möglichst langes und selbstbestimmtes Leben zu Hause zu ermöglichen.

Busch stellte Maßnahmen vor, die helfen, in den eigenen vier Wänden zu bleiben. „Das reicht von der Beseitigung von Stolperfallen über gute Beleuchtung und Erleichterungen im Bad bis zu Notrufsystemen, Alltagshilfen und intelligenter Haustechnik.“ Dabei sprach sie auch neue technische Hilfen an. „Die Wohnung sollte einfach barrierefrei werden.“

Wohnberaterin Anita Busch zeigte die Möglichkeiten einer alters- und behindertengerechten Wohnung auf.

„Wir haben zur Veranschaulichung etwas ganz Besonderes“, sagte die Wohnberaterin stolz. „Es gibt dafür in Tirschenreuth eine Musterwohnung.“ Dort seien die technischen Hilfsmittel und Ideen zu besichtigen und auszuprobieren.

Interessierte könnten sich bei ihr jederzeit melden. Mittlerweile seien im Landkreis auch ehrenamtliche Wohnberater tätig. „Auf Wunsch erfolgt die Wohnberatung auch zu Hause“, so Busch weiter. „In der Beratung mit eingeschlossen sind auch Informationen über Zuschüsse und Finanzierungsmöglichkeiten sowie Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen.“

Mehr zum Generationen-Netzwerk

Erbendorf

Nach dem interessanten Vortrag wies Projektleiter Roland Lochner darauf hin, dass im Rahmen dieser Veranstaltung noch vorgesehen sei, die Musterwohnung der Wohnberatung in Tirschenreuth zu besuchen. „Der Termin wird noch rechtzeitig bekannt gegeben“, sagte Lochner. Die Fahrt dorthin ist kostenlos und wird vom Generationen-Netzwerk finanziert.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.