08.10.2020 - 11:16 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Wenn das Telefon wegen Corona klingelt

Seit April ist auf Anordnung der Staatsregierung das Contact-Tracing-Team (CTT) im Landkreis Tirschenreuth tätig. Marion Gekeler erläutert den Ehrenamtlichen des BRK Erbendorf die vielfältigen Aufgaben.

Was das Contact-Tracing-Team (CTT) macht, erläuterte Marion Gekeler, mit Mundschutz, von ebendiesem.
von fksProfil

Für viele Menschen ist es inzwischen ein fester Bestandteil im Alltag: beim Restaurantbesuch, beim Frisör, bei Vereinsveranstaltungen müssen persönliche Daten hinterlegt werden, damit im Fall einer bestätigten Coronavirus-Infektion schnell nachverfolgt werden kann, wer noch betroffen sein könnte. Das CTT unterstützt das Gesundheitsamt im Landkreis Tirschenreuth, um schnellstmöglich Infektionsketten zu unterbrechen.

Verschiedene Kategorien

Marion Gekeler arbeitet für das CTT in Tirschenreuth und wurde von BRK-Bereitschaftsleiter Sven Lehner eingeladen, um sich und ihre Tätigkeiten den Ehrenamtlichen aus Erbendorf zu erläutern. Gekeler erläuterte die Voraussetzungen, wann jemand als Kontaktperson gilt. So wird unterschieden, ob sich Personen in einem Innenraum oder im Freien befunden hatten, wie lange die Personen Kontakt zueinander hatten und wie nah sie sich gekommen waren. Zudem werden die Kontaktpersonen in drei Gruppen unterteilt, die letzlich eine Klassifizierung der Risikogruppe bedeuten.

Sind diese Personen erkannt und eingruppiert, werden sie telefonisch benachrichtigt. Je nach Einzelfallentscheidung werden dann Maßnahmen vom Gesundheitsamt empfohlen oder angeordnet. "Abstand halten, Hygienemaßnahmen beachten und Atemschutz tragen", wies Gekeler die Zuhörer auf die wichtigen AHA-Regeln hin. Dies schütze jeden selbst und andere Menschen im direkten Umfeld. Zusätzlich mache es Sinn, die Corona-Warn-App zu installieren und zu nutzen, da hier der Kommunikationsfluss noch schneller ablaufen kann.

Lehrgang mit Verspätung absolviert

Lehner bedankte sich für diesen interessanten Einblick in die tägliche Arbeit des CTT und überreichte der Referentin ein kleines Geschenk. Zudem freute er sich, dass Bernhard Hanny, Patricia Hanny, Philipp Hundhammer, Karin Würner und Tom Würner den Lehrgang "Erwachsenengerechte Unterrichtsgestaltung" erfolgreich absolviert haben. Dieser war bereits im Frühjahr gestartet, wegen des Ausbruchs der Pandemie allerdings erst jetzt abgeschlossen worden.

Bevor sich Lehner abschließend bei Stadthallenwirt Michael Wirth und der Stadt Erbendorf für die kostenfreie überlassung von Stadthalle und Technik bedankte, wies er noch auf zwei wichtige Themen hin. "Die Altkleidersammlung am 17. Oktober wird wie geplant stattfinden", bat er die Ehrenamtlichen um Mithilfe. Allerdings muss die Herbstsammlung, mit der Bitte um eine Spende für die Arbeit des BRK Erbendorf, ausfallen. "Vor Haus zu Haus gehen und klingeln, mit den Menschen persönlich in Kontakt treten, fehlt uns sehr, ist aber unter diesen Umständen nicht machbar", erläuterte Lehner die Hintergründe.

Altkleidersammlung und Spendenbrief

Stattdessen wendet sich der Bereitschaftsleiter in einem Brief an die Erbendorferinnen und Erbendorfer mit der Bitte um eine Spende. "Nachdem unsere ehrenamtliche Rotkreuzarbeit in vielen Bereichen aufwendiger als vorher weiterläuft, benötigen wir weiterhin Ihre Unterstützung", steht dort unter anderem geschrieben. Die Briefe werden in den kommenden Tagen zusammen mit den Altkleidersäcken verteilt.

Der technische Fortschritt erleichtert dem BRK die Arbeit:

Erbendorf
Die "AHA"-Regeln sind wichtig, so sitzen auch die Ehrenamtlichen einzeln und weit auseinander. Gut, dass die Stadthalle diesen Platz bietet.

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