22.09.2020 - 17:09 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Stadt Erbendorf rechnet mit Bürgern ab

Schwerlastverkehr rollt seit einigen Tagen durch die Max-Reger-Straße. Der Ausbau läuft auf vollen Touren. Und er wird dazu führen, dass etliche Anlieger Post von der Stadt erhalten.

Der Ausbau der Max-Reger-Straße läuft auf vollen Touren. Der Stadtrat hat nun bereits die Weichen für die Abrechnung der Erschließung gestellt.
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Der Stadtrat stellte in der Sitzung am Montag im Saal der Stadthalle die Weichen für die Abrechnung des erstmaligen Ausbaus eines Teilbereichs der Max-Reger-Straße und der Immanuel-Kant-Straße. Davon betroffen sind ein Dutzend Anlieger. Sie werden zu einer Erschließungseinheit zusammengefasst. Das Baugesetzbuch sieht diese Möglichkeit vor, um eine gerechtere Aufteilung der Kosten unter den Anliegern zu erreichen.

Der bisherige Verlauf der Bauarbeiten lässt dabei erwarten, dass der vorab gesteckte Finanzrahmen eingehalten werden kann. Insgesamt sind für den Ausbau 314 000 Euro angesetzt. Der Gemeindeanteil beträgt 10 Prozent, den Rest müssen die Anwohner zahlen. Der Fußweg von der Immanuel-Kant-Straße zur nahen Radltrasse gehört laut Bürgermeister Johannes Reger zwar zum Erschließungsgebiet, die Kosten dafür würden aber nicht umgelegt.

Weitere Erschließungseinheiten

Den Beschluss, eine Erschließungseinheit zu bilden, fasste der Stadtrat auch für die jeweils rund zwei Dutzend Parzellen im neuen Erbendorfer Baugebiet Naabhöhe sowie im Wildenreuther Baugebiet "M", deren Erschließung ebenfalls noch heuer abgerechnet werden soll. Voraussetzung ist jeweils, dass die Schlussrechnungen der Baufirmen rechtzeitig im Rathaus eingehen.

"Zone 30" vor Mittelschule

Umgesetzt ist nun der Beschluss, den Bereich vor der Schule als "Zone 30" auszuweisen. Die Schilder stehen in der Frühmessgasse nach dem Höser-Denkmal beziehungsweise am "Kinoberg". Demnächst will Bürgermeister Johannes Reger dort auch das leidige Problem mit den Granitpollern, die an den Parkplätzen dort immer wieder umgefahren werden, in Angriff nehmen. "Die Steine werden, wie beantragt, abgesenkt", versprach der Erbendorfer Rathauschef. Stadtball abgesagt

Bereits frühzeitig abgesagt hat die Stadt den alljährlichen Stadtball zum Jahresbeginn. Im Zuge der Coronakrise und der wieder zunehmenden Infektionszahlen wäre es nach Ansicht von Reger das falsche Signal, diesen Schwarz-Weiß-Ball voranzutreiben.

Weihnachtsmarkt fraglich

Ein dickes Fragezeichen steht auch hinter dem alljährlichen Weihnachtsmarkt im Stadtpark. Hier ist laut Reger noch nichts entschieden. Unbedingt vorantreiben will er hingegen die Planungen für das nächstjährige Bürgerfest, das in Erbendorf immer im Juli stattfindet. Es gebe Überlegungen, ein neues Konzept zu erstellen, dass der Coronakrise Rechnung trage, verriet Reger.

Rathaus wieder geöffnet

Seit Anfang September ist die Stadtverwaltung nun wieder für den Parteiverkehr geöffnet. Trotzdem will der Bürgermeister weiterhin an der Terminvergabe festhalten. "Das hat sich bewährt", findet Reger. Auch, weil es dadurch keine Warteschlangen auf den Gängen mehr gebe.

Radweg gewidmet

Abgeschlossen sind mittlerweile die Bauarbeiten für den Lückenschluss des Fichtelnaabradwegs in Erbendorf. Die neue Trasse verbindet den Rohrmühlweg nun direkt mit der Kohlgasse und mündet dann in die Bahnhofstraße. Den Radlern bleibt somit der Berg am Rohrmühlweg erspart, stattdessen geht es nun direkt am Fabrikgelände der Firma Seltmann entlang in Richtung Kohlgasse und Bahnhofstraße beziehungsweise Rohrmühlweg. Der gut 200 Meter lange Weg ist an sich fertig. Es fehlen nur noch die Beschilderung und eine Bepflanzung. Der neue Abschnitt wird als Geh- und Radweg gewidmet.

Neues Informationssystem

Fortschritte macht die Digitalisierung des Rathauses. Die Stadträte bekamen ihre Sitzungsunterlagen erstmals auch über das Ratinformationssystem. Künftig werde es keine Unterlagen in Papierform mehr geben, sondern die Verwaltung werde die Informationen nur noch digital den Stadträten zur Verfügung stellen, kündigte Reger an.

Mängelmelder

Von den Bürgern angenommen wird auch die Möglichkeit des digitalen Mängelmelders auf der Homepage der Stadt. Wilde Grüngutablagerungen, nicht funktionierende Straßenlaternen und ramponierte Straßen sind von den Bürgern schon über den Mängelmelder ans Rathaus weitergegeben worden. Bei der Straße handelt es sich übrigens um die Trasse von Wildenreuth in Richtung Friedersreuth. Bei dieser Mängelanzeige kündigte Reger in den nächsten Tagen Ausbesserungsarbeiten an.

Hier erfahren Sie mehr über den Ausbau der Max-Reger-Straße

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