20.06.2021 - 18:00 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Pater Michael feiert Heimatprimiz: "M & M" richtungsweisend

Ein besonderes Wochenende für die katholische Pfarrei Erbendorf: Pater Michael feierte in der Pfarrkirche seine Heimatprimiz. Festprediger Markus Meier findet in seiner Ansprache einen süßen Vergleich.

In der Mariä-Himmelfahrtskirche spendet Pater Michael den Primizsegen.
von Jochen NeumannProfil

Der Erbendorfer Michael Bäumler empfing am 12. Juni als Pater Michael im Kloster St. Ottilien die Priesterweihe. Eine Woche später feierte er nun in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt seine Heimatprimiz. Es war die erste eines Erbendorfers seit 27 Jahren: 1994 feierte Werner Sulzer in seiner Heimatgemeinde Primiz. 2013 feierte der Österreicher Berno Läßer in der Steinwaldstadt seine Nachprimiz.

Ein wunderschöner Blumenteppich zierte am Samstag den Weg von Pater Michael vom Lorettoheim in die Pfarrkirche. Neben Pfarrer Martin Besold begleiteten ihn Pfarrer Dr. Linus Chukwudi Nwankwo, Pfarrer Werner Sulzer und Festprediger Pfarrvikar Markus Meier.

Dank an Festprediger

„Ich freue mich, jetzt hier in meiner Heimat zu sein und mit Ihnen Gottesdienst zu feiern“, sagte zu Beginn des Gottesdienstes Pater Michael. Einen Dank sprach er dem Viechtacher Pfarrvikar Markus Meier aus, der die Festpredigt übernahm.

„Am Anfang war es für mich etwas schwierig, das mit Markus und Michael“, sagte Meier. „Markus Bäumler und Pater Michael, wie 'M&M'". Dabei hob er ein Päckchen Schokolinsen in die Höhe. „Heute sind die 'M&Ms' richtungsweisend.“ Dabei dachte er auch an die beiden Heiligen Markus und Michael.

Der Festprediger führte aus, dass der Name Michael, den Bäumler beim Eintritt in den Orden gewählt hat, für Kraft, Mut und Tapferkeit stehe. „Sein Taufname Markus steht für Treue und Beständigkeit“, erklärte Meier. „Immerhin hat der heilige Markus sein Evangelium auf den Punkt gebracht, kurz und prägnant.“ Eins hätten Markus und Michael in der Person des Paters gemeinsam: „Sein zynischer, trockener Humor.“

Gott als Abenteuer

„In der Taufe am 4. Juni 1989 durch den damaligen Pfarrer Georg Bertelshofer haben dir deine Eltern den Namen Markus gegeben“, führte Meier aus. Nach seinem Studium in Salzburg habe der Neupriester eine zweite Taufe erhalten. „Der Erzabt von St. Ottilien gab dir den Namen Michael.“

„Du gehst deinen Weg so, wie du bist in der Gewolltheit Gottes“, betonte Meier. „Bei der Taufe erhieltst du den Auftrag Gottes, die Liebe Gottes an die Menschen weiterzugeben.“ Bei der zweiten Taufe habe Bäumler gelobt, Gott zu suchen. „Gott ist ein Abenteuer und ein Geheimnis bis zum Schluss. „Das haben die beiden Seiten 'M & M' mitbekommen, Gott zu dienen und zu den Menschen hinauszugehen.“ Mit der Übernahme des Priesterdienstes habe Pater Michael einen neuen Weg beschritten. „Eine neue Ausrichtung, ganz nach dem heiligen Benedikt: bestürme den Himmel.“

„Wir bestürmen heute den Himmel, um Dank zu sagen“, richtete sich Meier an die Pfarrgemeinde. „Es ist ein Highlight, das uns trägt.“ Dabei zitierte er auch den heiligen Benedikt: „Wer im Glauben voranschreitet, dem wird das Herz weit, und er läuft seinen Weg im unsagbaren Glück der Liebe.“ Zum Schluss seiner Predigt überreichte er an Pater Michael eine Packung des vielzitierten Naschwerks: „Süße Schokolade und Nüsse, die es zu knabbern gilt.“ Meier sah dies als „Proviant“ für Bäumlers Wanderschaft.

Nach der Messfeier, die Pater Michael zelebrierte, erteilte der Neupriester den Primizsegen. Zudem segnete er die Fahnenbänder, die an seine Primiz erinnern sollen, und steckte diese an die Fahnen der Vereinsabordnungen.

Stehempfang im Kirchenpark

Im Anschluss an den Festgottesdienst lud die Pfarrei zum Stehempfang im Kirchenpark ein. Die Gläubigen konnten dabei dem frischgebackenen Priester gratulieren. Bürgermeister Johannes Reger ließ dabei Pater Michael eine besondere Ehre zuteil werden: Er durfte sich im Goldenen Buch der Stadt verewigen. Bürgermeister Reger sprach ihm im Namen der Stadt die Glückwünsche zur Priesterweihe aus: „Ganz Erbendorf freut sich, aus seiner Mitte wieder einen Neupriester zu haben.“ Für seinen weiteren Lebensweg wünschte Reger Gottes Segen.

Den Gottesdienst gestalteten der Kirchenchor und das Kirchenorchester unter der Leitung von Stefanie Rüger mit der Missa in F-Dur von Helmut Wolf. Übrigens war es am Samstagabend nicht der einzige Gottesdienst: Am Sonntag feierten die Gläubigen mit Bruder Michael noch zwei weitere Messen und am Abend eine Dankandacht.

„Sein zynischer, trockener Humor.“

Festprediger Pfarrvikar Markus Meier über die Gemeinsamkeit der Heiligen Markus und Michael in der Person des Neupriesters

„Markus Bäumler und Pater Michael, wie 'M&M'."

Festprediger Pfarrvikar Markus Meier

„Ich freue mich, jetzt hier in meiner Heimat zu sein und mit Ihnen Gottesdienst zu feiern.“

Bruder Michael

Die Primiz von Bruder Michael im Kloster St. Ottilien

Erbendorf

Interview mit Bruder Michael

Erbendorf

 

 

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