30.07.2021 - 15:32 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Abschluss-Schüler aus Ensdorf werden gebraucht - "und zwar dringend"

Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Mittelschule Ensdorf wurden verabschiedet. Der Bürgermeister hatte eine Botschaft für sie: "Ihr werdet gebraucht - und zwar dringend."

Die Schulbesten Benjamin Schöpper, Elena Götz und Dominik Bolha (Mitte von links), mit Rektorin Helga Gradl und Klassenlehrerin Sabine Stopfer-Birner (vorne, von links), den Bürgermeistern Hans Ram (rechts), Erwin Geitner (Vierter von rechts) und Martin Bauer (Fünfter von rechts) sowie einigen Sponsoren.
von Autor TRAProfil

Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Bürgermeistern der drei Gemeinden Ensdorf, Rieden und Schmidmühlen feierten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Mittelschule Ensdorf „das Ende eines Lebensabschnittes und den Beginn einer neuen Zeit“, wie es die Schülersprecherinnen Elena Götz und Lea Leithold formulierten. In einer feierlichen Andacht im „grünen Klassenzimmer“ der Schule gaben Pfarrer Slawomir Niemczewski und Religionslehrer Thomas Peter den Entlassschülern mit auf den Weg, bei künftigen Stolpersteinen nicht nur auf die eigene Kraft und Mitmenschen, sondern auch auf Gott zu vertrauen. „Ihr werdet gebraucht, als offene, zuversichtliche, verlässliche und hilfsbereite Mitmenschen – und zwar dringend“, appellierte Ensdorfs Bürgermeister Hans Ram stellvertretend für seine Amtskollegen Josef Weinfurtner (Rieden) und Mathias Huger (Schmidmühlen) an die Schüler.

Deren Sprecherinnen, Elena und Lea, erinnerten an „schöne Erlebnisse, gleichzeitig aber auch an unschöne, die unsere Klasse formten“. Sie dankten Lehrern und Eltern für deren beharrliche Anstrengungen, wodurch ihr Erfolg möglich wurde. Rektorin Helga Gradl verglich ihre Schüler mit einem Baum. Wie ein Baumsäumling konnten sie im Schutz der Familie heranwachsen. Nun brauchen die Wurzeln mehr Platz in alle Richtungen, um sich frei entfalten zu können. „Ihr seid alle aus einem anderen Holz, aber jeder von euch aus einem guten Holz“, lobte Gradl die Absolventen. Klassenlehrerin Sabine Stopfer-Birner blickte zurück auf das letzte Schuljahr mit den ständigen Wechseln von Online- und Präsenzunterricht. Trotz aller Widrigkeiten „habt ich euer Ziel erreicht und könnt stolz auf euch sein“, gratulierte sie. Alle haben den Hauptschulabschluss erreicht und 90 Prozent den qualifizierenden Schulabschluss. Am nächsten Tag wurden die besten Schülerinnen und Schüler, die eine Eins vor dem Komma hatten, mit einem Stipendium ausgezeichnet. Schulbeste Elena Götz (Quali-Schnitt 1,5) erhielt 1200 Euro, Dominik Bolha und Benjamin Schöpper (beide 1,9) wurden für ihren Einsatz und Fleiß mit 450 € belohnt. Initiator des Stipendiums war Ensdorfs Bürgermeister Hans Ram, der darin wie seine Kollegen Erwin Geitner (Rieden) und Martin Bauer (Schmidmühlen) ein klares Statement für die Mittelschule sieht. Hier „gehen Schule und Ausbildung Hand in Hand“, weshalb das Stipendium nicht nur von den drei Gemeinden, sondern auch von zahlreichen Ausbildungsbetrieben finanziert wird. Stellvertretend für diese betonten Matthias Dollacker und Johannes Greß, wie wichtig die Mittelschule gerade für die heimischen Handwerksbetriebe sei.

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