08.08.2019 - 10:33 Uhr
Oberpfalz

Endlich wieder mehr Zeit

Ganz banale Dinge rauben uns oft unnötig Zeit. Erkennen und eliminieren Sie sie. Und: Vergessen Sie Multitasking, rät die OWZ-Glücksexpertin.

Über 80 Prozent der Teilnehmer einer McKinsey-Studie zum Thema „Digitalisierung in deutschen Haushalten“ wollen sich öfter einfach mal ausruhen und nichts tun.
von Autor EWAProfil

"Ich hätte gerne wieder mehr Zeit für mich." "Schon wieder eine Woche vorbei." "Warum schaffe ich es nicht, besser zu planen?" "Es wäre so schön, einfach mal nichts tun zu können ..." Kennen Sie das auch? Sie haben oft das Gefühl, dass der Tag einfach nicht genug Stunden hat, um alles zu schaffen, was Sie sich vorgenommen haben. Die To-do-Liste ist lang, der Druck groß - und irgendwie geht trotzdem nichts vorwärts. Und dabei würden Sie sich doch so gerne auch mal einfach nur Zeit für sich selbst nehmen ... Mit diesem Problem sind Sie ganz und gar nicht allein.

In einer McKinsey-Studie zum Thema "Digitalisierung in deutschen Haushalten" gaben 89 Prozent der Befragten an, dass sie gerne mehr Zeit mit ihren Kindern und der Familie verbringen würden. Fast genauso viele wünschen sich mehr Schlaf, mehr Zeit für ihre Beziehung sowie für Kultur und Unterhaltung. Über 80 Prozent der Studienteilnehmer wollen sich öfter einfach mal ausruhen und nichts tun. "Wir brauchen nicht mehr Zeug, wir brauchen mehr Zeit", so bringt es Philosoph und Autor Richard David Precht auf den Punkt. Doch wo sollen wir diese Zeit denn hernehmen?

Wichtig ist es zunächst, unsere ganz persönlichen Zeitfresser im Alltag zu erkennen und diese zu eliminieren. Dabei handelt es sich oft um ganz banale Dinge, die uns unnötig Zeit stehlen. Es fängt schon mal damit an, dass wir zu oft auf der Suche sind. Nicht nur nach dem Autoschlüssel oder dem Handy, sondern oft auch nach einer bestimmten E-Mail, einer wichtigen Datei oder Telefonnummer. Eine Studie der Universität Leipzig ergab: Rund 13 Prozent unserer Arbeitszeit verplempern wir mit unnötigem Suchen. Das könnte ganz leicht vermieden werden, wenn wir eine ordentliche Struktur schaffen.

Räumen Sie also nicht nur zu Hause regelmäßig auf und verabschieden Sie sich von unnötigen Dingen, sondern auch im Büro. So können Sie die Zeit, die Sie sonst mit Suchen verbringen, anderweitig nutzen. Ebenfalls große Zeiträuber in unserer modernen Zeit: Smartphone, Tablet und PC. Nicht nur lange Telefonate rauben uns unnötig viel Zeit, sondern auch sinnloses Surfen im Internet, das ständige Beschäftigen mit sozialen Netzwerken oder das dauernde Verschicken von nichtssagenden Nachrichten. Auch hier ist oftmals weniger mehr, beschränken Sie am besten Ihre Online-Zeit. Denn diese können Sie in der analogen Welt oft glücklicher verbringen.

Und: Vergessen Sie sogenanntes Multitasking. Mehrere Dinge auf einmal zu tun, spart keineswegs Zeit. Wenn Sie sich nur auf eine Sache konzentrieren, erledigen Sie diese viel effektiver und schneller. Lassen Sie sich nicht ablenken.

Das heißt jedoch nicht, dass Sie keine Pause machen sollten. Im Gegenteil. Denn regelmäßiges kurzes Entspannen zwischendurch hilft, dass Aufgaben mit frischer Energie erledigt werden können. Denken Sie außerdem daran: Es muss nicht dauernd alles perfekt sein. Denn auch unnötiger Perfektionismus ist einer der großen Zeitfresser. Lassen Sie ruhig die Fünf auch mal gerade sein - und freuen Sie sich lieber auf die Zeit für sich selbst oder mit Ihren Liebsten.

Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/themen/gluecksrezept

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.