29.11.2019 - 17:02 Uhr
EbnathOberpfalz

Eine Zukunft mit Zukunft

Fünf junge Ebnather trafen sich im Gasthof Bergblick, um für die bevorstehende Kommunalwahl im März 2020 für die Partei "Die Partei" eine eigene Gemeinderatsliste aufzustellen. Sie haben viele Ziele.

Bei der Aufstellungsversammlung im Gasthof Bergblick (von links): Landesvorsitzender Max Hartl, Daniel Böhm, Barbara Kellner, Andreas Fachtan, Marco Kellner, Elisa Fuchs.
von Autor SOJProfil

Interessierte Ebnather waren zu der öffentlichen Sitzung geladen, es fanden sich aber keine weiteren Gäste aus Ebnath ein. Der Landesvorsitzende der Partei "Die Partei", Max Hartl, übernahm die Leitung der Aufstellungsversammlung. Als weitere Gäste vom Kreisverband waren Konstantin Kühnelt und Philipp Stevens anwesend.

Marco Kellner ging auf das Thema "Zukunft" ein. "Liebe Ebnatherinnen und Ebnather, wir freuen uns sehr, hier in Ebnath Geschichte zu schreiben. Hier und heute beginnt das Unvermeidliche: die absolute Machtübernahme der Partei 'Die Partei'. Wir treten mit der wahrscheinlich jüngsten Liste in der Geschichte Ebnaths an und wir haben ein Ziel und eine Aufgabe: eine Zukunft mit Zukunft."

Kellner weiter: "Wir stehen für eine Zukunft mit Zukunft, und eine Zukunft kann nur dann eine Zukunft haben, wenn die Zukunft von zukünftigen Generationen zukunftsbewusst gestaltet wird, und der Zukunft die Zukunft zugesprochen wird, die sie zukünftig braucht, um eine gute Zukunft zu werden. Wer die Zukunft wie bisher in der Vergangenheit sucht, der sucht an der falschen Stelle." Die anwesenden "Die Partei"-Freunde quittierten die Ausführungen zwischendurch immer wieder mit kräftigem Applaus.

In den nächsten 25 Jahren würden "durch den Einbau der Dinosaft-Heizung in unserer in der 'energetischen Sanierung' befindlichen Fichtelnaabtalschule Ebnath rund 2300 Tonnen CO2 in die Atmosphäre geblasen", womit unseren Kindern und Kindeskindern ungeniert "den Mittelfinger zeigt". Damit so etwas und die Dutzenden Mängel an der "sanierten" Schule nicht mehr passierten, "möchten wir den Bildungsnotstand bei Planungsbüros ausrufen". Konkret wolle "Die Partei" durchsetzen, "dass Wirtschaftlichkeitsberechnungen nur noch von solchen Leuten aufgestellt werden dürfen, die zumindest den Übertrittstest ans Gymnasium der 4. Klasse in Mathematik und Textverständnis bestehen".

Was das Thema "Bau und Investition" der vergangenen sechs Jahre in Ebnath angehe, dürfe man durchaus ein "stets bemüht" attestieren. "In einer Sache allerdings konnten große Fortschritte erzielt werden: Im Tiefbau." Kellner spreche "hier nicht von der Kanalisation oder den Straßenverhältnissen in Teilen Ebnaths". Nie habe es in Ebnath so tiefe und so viele Gräben" gegeben. "Wir fordern daher, diese Gräben zuzuschütten und dann als Fundamente für den Mauerbau zu nutzen." Nur durch Mauern kämen "wir wieder näher zusammen". Weiter will "Die Partei" die Alte Schule abreißen, "etwas was bisher von der Vergangenheit erfolgreich verzögert und verhindert wurde". Das solle spätestens beim nächsten Johannisfeuers erfolgen und gleichzeitig den neuen Festplatz am ehemaligen Standort der alten Schule feierlich einweihen. Zur Dorfsanierung sagte Kellner: "Wir finden die bisherigen Pläne, zwei weitere Festplätze zusätzlich zu errichten, bei weitem nicht ausreichend." Deswegen fordere "Die Partei" einen Festplatz vom Nickelweiher bis zur Kläranlage und vom Kalvarienberg bis Hermannsreuth. "Wir sind davon überzeugt, dass dadurch zukünftige Feste, wie das Bürgerfest, mindestens ebenso erfolgreich verlaufen, wie das Bürgerfest 2019".

Im Gemeinderat selbst möchten Kellner und seine Parteikollegen mit Mut und Entschlossenheit mitregieren und ihre Position bis zur endgültigen Machtübernahme stabilisieren und ausbauen. "Wir wollen erreichen, dass in Ebnath wieder mit Freude in Vereinen gearbeitet wird", sagte Kellner weiter. "Dass es wieder eine Ehre ist, ein Ehrenamt auszuüben und keine lästige Pflicht. Dass die Vereine entlastet werden, und so unsere Gesellschaft nach vorne bringen."

Weiterhin möchte Kellner die Ebnather dazu ermutigen, sich wieder mehr einzubringen in die politische und gesellschaftliche Gestaltung der Heimat. Insbesondere die Jugend: "Daher fordern wir die Einführung eines Jugendbürgermeisters. Engagement und Interesse können nur dann erwachsen, wenn sie auch gefördert und gefordert werden." Vereinen helfen

"Die Partei" fordert, in der Verwaltungsgemeinschaft eine Stelle zu schaffen, die Verein dabei hilft, "oft übertriebene bürokratische Hürden" zu überwinden.

"Wir möchten, dass wenn ein großes Bauvorhaben ansteht, welches das Gesicht Ebnaths für die nächsten Jahrzehnte beeinflusst, der Bürger auch gefragt und eingebunden wird", betonte Kellner weiter.

"Wir glauben an den mündigen Bürger, und wir werden dafür sorgen, dass alle Spielräume ausgenutzt werden, um diesem mündigen Bürger Gehör zu verschaffen." Demnach will "Die Parte" in nicht öffentlichen Sitzungen tatsächlich nur solche Themen behandeln, "die dort auch wirklich unvermeidbar hingehören". Wichtige Unterlagen sollten für die Kontrolle durch Bürger und Medien auch freigegeben werden.

Info:

Listenplätze

Nachdem einige Formalitäten abgearbeitet worden waren, wurde in geheimer Wahl die Liste bestimmt, mit der „Die Partei“ bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr antreten will. Folgende Reihenfolge wurde festgelegt: 1. Marco Kellner, 2. Elisa Fuchs, 3. Barbara Kellner, 4. Daniel Böhm, 5. Andreas Fachtan.

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