13.11.2019 - 17:23 Uhr
EbnathOberpfalz

Tradition macht stark

"Feuer" Brand durch Verpuffung im „Fritzenweber-Stall“. Dieses Szenario erinnerte an den Brand vor 36 Jahren an gleicher Stelle.

Noch am „Unfallort“ wurde über die Übung im „Fritzenweber-Stall“ in der Bahnhofstraße in Ebnath diskutiert: (von links) Kommandant Gerhard Horn (Ebnath), Hausherr Wolfgang Söllner, die Kommandanten Andreas Philipp und Andreas Rickauer von der Pullenreuther Wehr sowie der stellvertretende Kommandant Michael Knott (Ebnath).
von Autor SOJProfil

Zwischen den Atemschutzfeuerwehren im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Neusorg herrscht ein enger Verbund. Sie üben in regelmäßigen Abständen miteinander. Der Beobachter könnte dies als Tradition empfinden. Aber für die Männer und Frauen der Feuerwehren sind diese Übungen viel mehr. Im Einsatz kann es sein, dass das Überleben der Atemschutzgeräteträger vom eigenen Partner im Einsatz abhängt.

Die regelmäßigen Übungen stellen nicht nur sicher, dass die Kameraden sich gegenseitig kennenlernen, sondern dass sie genau wissen, wie der andere denkt und handelt. Sollte einmal der Ernstfall eintreten, muss jeder Handgriff passen.

Und so wurde diese Zusammenarbeit auch heuer wieder zwischen den Wehren Ebnath und Pullenreuth geübt. Der Hausherr Wolfgang Söllner stellte den "Fritzenweber-Stall" in der Ebnather Bahnhofstraße als Übungsobjekt zur Verfügung. Der große Stall des Hofes wurde bei einer Vorbesprechung von allen Seiten begutachtet und die Möglichkeiten verschiedener Gefahrensituationen ausgelotet. Schließlich startete nach mehreren Tagen Vorbereitung das Vorhaben. Zwischen 19 und 21 Uhr wurde die Bahnhofstraße einseitig gesperrt. Das Einsatzstichwort lautete "Feuer im Obergeschoss der Stallung durch eine Verpuffung". Zu diesen Zeitpunkt hatten sich noch sieben Personen im Gebäude aufgehalten. Von einer über einen Schacht abgestürzten Person, über eine Schwerstverletze mit Knochenbrüchen im Keller, eine von Strohballen verschütte und eine unter schweren Schock stehende Person bis hin zu zwei vermissten Menschen im Dachgeschoss war jedes Szenario dabei. Zusätzlich stellte eine simulierte Feuerstelle die Feuerwehrler vor einige Herausforderungen der besonderen Art. Nach getaner Arbeit durfte das "Einsatzgetränk danach" natürlich nicht fehlen. Wolfgang Söllner spendierte aber nicht nur dieses, sondern sorgte auch für eine Brotzeit, die von den erschöpften Kameraden gerne angenommen wurde.

Der Ebnather Kommandant Gerhard Horn, der die Übung mit seinen Atemschutzwarten Benjamin Markhof und Alexander Hecht sowie dem Rettungssanitäter Harald Schmidt vorbereitet hatte, war mit der Leistung der Wehren sehr zufrieden. Auch Pullenreuths Kommandant Andreas Philipp brachte seine Anerkennung zum Ausdruck.

Söllner ließ es sich nicht nehmen, bei der Nachbesprechung im Unterrichtsraum der Wehr ein persönliches Dankeschön an die Aktiven zu richten. Kommandant Horn wiederum gab das Lob zurück und bedankt sich für das gestellte Übungsobjekt und die anschließende Brotzeit.

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