11.08.2020 - 14:04 Uhr
EbnathOberpfalz

Neues Gesicht für Ebnather Marktplatz

Um bei den offenen Baustellen in Ebnath keine Zeit zu verlieren, berief Bürgermeister Wolfgang Söllner eine Sondersitzung des Gemeinderats ein. Die die Neugestaltung des Marktplatzes (ehemalige „Obstecke“) brennt unter den Nägeln.

Der Entwurf des Architekturbüros Kuchenreuther für die Neugestaltung des Marktplatzes.
von Autor SOJProfil
Der Entwurf des Architekturbüros Kuchenreuther für die Neugestaltung des Marktplatzes.

Der Gemeinderat stimmte dem Bauantrag „Neugestaltung Umfeld ehemalige Obstecke und Errichtung einer Stützmauer in Verbindung mit einem Unterstellgebäude“ vollinhaltlich und einstimmig zu. Bürgermeister Wolfgang Söllner konnte dazu Ralf Köferl vom beauftragten Architekturbüro Kuchenreuther begrüßen. Dieser erklärte den Gemeinderäten und den Zuhörern anhand einer Powerpoint-Präsentation, wie das Umfeld an der ehemaligen Obstecke gestaltet werden soll. Bürgermeister Wolfgang Söllner berichtete zunächst vom Besuch von Regina Harrer von der Regierung der Oberpfalz. Bei einem Vororttermin überzeugte sie sich von den geplanten Baumaßnahmen und sagte eine 90-prozentige Förderung anhand einer neuen Kostenberechnung zu. Diese Kostenberechnung beläuft sich auf geschätzte Gesamtkosten von circa 1,2 Millionen Euro. Darin enthalten sind unter anderem Kosten für den Grunderwerb, Abbruchmaßnahmen der noch bestehenden alten Gebäude, Erschließungskosten, Errichten von verschiedenen Betonstützmauern, Flächenbefestigungen, das Errichten eines Pavillons und die Schaffung von Lagerräumen. Außerdem soll in das neue Gebäude eine überdachte Bushaltestelle, unter anderem für die Schulkinder, integriert werden. Ein Trinkbrunnen und mehrere Sitzgelegenheiten sollen das Ganze verschönern. Der Stahlmast, der die umliegenden Gebäude mit Stromleitungen versorgt, wird abgebaut. Die bestehenden Freileitungen sollen der Erdverkabelung weichen. Wichtig ist für Bürgermeister Wolfgang Söllner besonders die Änderung bei den Lagerräumen gewesen. Hier wurden die zunächst 25 Quadratmeter großen Räume fast verdoppelt. Dies bedeutet mehr Platz für die Gemeinde, aber auch für Vereine, die die Räume zum Beispiel bei Vereinsfesten oder Bürgerfesten nutzen können. Hier seien auch entsprechende Strom- und Wasseranschlüsse vorgesehen. Damit die Baumaßnahme endlich weitergehen kann, sei mit der Zustimmung des Bauantrags durch den Gemeinderat ein weiterer wichtiger Schritt gemacht worden. So könne nun der Bauantrag eingereicht und mit den Ausschreibungen begonnen werden. Die Abbruchfirma wird in den nächsten Wochen das alte Nebengebäude und das Kellergewölbe abbrechen. Der Baubeginn ist für Anfang nächsten Jahres geplant, sofern es die Wetterverhältnisse erlauben. Mit der Fertigstellung wird für Ende 2021 gerechnet. Bei der Ausführungsplanung werde der Bürgermeister versuchen, die Bevölkerung mit einzubinden. Hier könne dann noch über verschiedenen Details, wie zum Beispiel die Art der Begrünung oder die Auswahl des Pflasters diskutiert werden.

Zuvor hatte der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung die Neuerrichtung der Stützmauer in der Kösseinestraße an den günstigsten Bieter vergeben. Nach der Angebotsprüfung durch das Büro Wittmann aus Marktredwitz ist das die Firma W.Bauer GmbH&Co.KG aus Erbendorf. Baubeginn und Fertigstellung werden auch hier noch in diesem Jahr sein. Die Anlieger sind bereits durch ein Anschreiben auf die geplante Baumaßnahme informiert worden. Der Bürgermeister bittet die Bürger bereits jetzt um Verständnis bei den entsprechenden Verkehrsbehinderungen. Die Baumaßnahme wird circa sechs Wochen dauern.

Der Antrag von Herbert König zur Erneuerung der Umwälzpumpen an der Heizungsanlage im Rathaus Ebnath wurde einstimmig abgelehnt. Ein Teil der vorhandenen Umwälzpumpen seien bereits in letzter Zeit durch energiesparende Pumpen ausgetauscht worden. Wie Bürgermeister Wolfgang Söllner aber versicherte, wird über die energetische Sanierung des Gebäudes inklusive der veralteten Heizung nachgedacht. Auch die Fenster des Gebäudes seien in einem sehr schlechten Zustand. Für dieses Vorhaben wurde die Verwaltung beauftragt, verschiedenen Fördermöglichkeiten zu prüfen.

Weiter beschloss der Gemeinderat, 22 neue Feuerwehrhelme für die Ebnather Wehr anzuschaffen. Die bisherigen Helme entsprechen nicht mehr den geltenden Sicherheitsvorschriften. Sie haben im Laufe der Jahre ihre Beschichtung verloren und seien daher z.B. bei Kontakt mit losen Stromkabeln nicht mehr ausreichend sicher. Außerdem sei der enthaltene Kunststoff an der Innenseite der Helme eine Gefahr im Brandeinsatz. Die stark in die Jahre gekommenen Helme müssen daher gegen neue ersetzt werden. Nach den Vorschriften des Bayerischen Feuerwehrgesetzes haben die Gemeinden als Pflichtaufgabe im eigenen Wirkungskreis dafür zu sorgen, dass drohende Brand- und Explosionsgefahren beseitigt und Brände wirksam bekämpft werden sowie ausreichende technische Hilfe bei sonstigen Unfällen geleistet wird. Bürgermeister Wolfgang Söllner bedankte im Namen der Gemeinde für das große ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrfrauen und -männer zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger.

Weiter informierte der Bürgermeister, dass das Geschwindigkeitsmessgerät in Grünlas installiert wird. Ferner seien auf Wunsch mehrerer Bürger drei neue Hundekotbehälter bestellt worden. Die in der Junisitzung beschlossen Straßensanierungen seien schon sehr weit fortgeschritten. Jetzt habe die ausführende Firma zwei Wochen Betriebsurlaub, anschließend werden die Straßen, die für diese Baumaßnahmen vorgesehen sind, ebenfalls saniert. Weiter berichtete das Gemeindeoberhaupt über die Arbeiten beim Kinderspielplatz in der Kösseinestraße. Hier haben zahlreiche freiwillige Helfer in den letzten Tagen die vom TÜV beanstandeten Spielgeräte abgebaut und für die neuen Spielgeräte Fundamente ausgehoben. Zwischenzeitlich wurden durch den Bauhof die Fundamente betoniert. Die Arbeiten mussten zügig umgesetzt werden, da die Förderfrist der Steinwald-Allianz bereits Ende September ausläuft. Eine neue Nestschaukel, ein Bodentrampolin und ein Drehkranz werden den Spielplatz deutlich aufwerten. Die Eröffnung ist für Ende August geplant. Weiter informierte der Bürgermeister über den aktuellen Stand beim Abriss der alten Schule. Der Abbruch verzögere sich im Moment um einige Tage, da die in den Fußböden befindliche Schlacke nach erfolgten Laboruntersuchungen extra abgesaugt werden muss. Das dann restliche und unbelastete Gebäude wird im Anschluss vermutlich in der zweiten Augusthälfte abgebrochen.

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