29.11.2019 - 12:52 Uhr
EbnathOberpfalz

Die Lebensgeschichte eines wahren Kämpfers

Zum Familiennachmittag der CSU Ebnath Gerd Schönfelder aus Kulmain zu Gast.

Im vollbesetzten großen Saal des Pfarrgemeindehauses hingen die Augen der zahlreichen Besucher an den Lippen des Gasts aus Kulmain, Gerd Schönfelder (re), als dieser seine Lebensgeschichte erzählte. Mit dabei unter anderem (v.v.li) CSU-Vorsitzender und Bürgermeisterkandidat Wolfgang Söllner, der stellvertretende Landrat und Landratskandidat Roland Grillmeier sowie Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, die mit Spannung den Ausführungen des Redners folgten.
von Autor SOJProfil
Natürlich konnte der Gast aus Kulmain Gerd Schönfelder (Mitte) nicht ohne Geschenke entlassen werden. So überreichte CSU-Ortsvorsitzender Wolfgang Söllner (vli.), stellvertretender Landrat Roland Grillmeier, Landtagsabgeordneter Tobias Reiß und Gemeinderat Bernd Würstl kleine Erinnerungsgeschen ke.

Als Gerd Schönfelder begann, aus seinem Leben zu erzählen, hörten die Besucher fasziniert zu. Er ging zunächst auf Erlebnisse aus seiner schönen Kinder- und Jugendzeit in seiner Heimatgemeinde Kulmain ein, die bereits sehr von sportlichen Aktivitäten geprägt war. Am 11. September 1989 kam es dann zu einem schicksalhaften und schweren Zugunglück, bei der der erst 19-jährige Schönfelder seinen rechten Arm und vier Finger der linken Hand verlor. Der Kulmainer erzählte von vielen schwierigen Momenten in den folgenden Wochen und Monaten.

Trotz der schrecklichen Situation fasste er aber, unterstützt von der Familie und vielen guten Freunden, Stück für Stück wieder mehr Mut. So spielte er nach einiger Zeit sogar wieder in der ersten Fußballmannschaft des SV Kulmain und auch den Traum vom Skifahren ließ ihn nicht mehr los.

Ein wahrer Wendepunkt war dann ein erstes Trainingslager mit anderen behinderten Skifahrern in Balderschwang. Mit viel hartem Training schaffte er es 1992, nur drei Jahre nach seinem schweren Unfall, die ersten Goldmedaillen bei den Paralympischen Spielen in Albertville/Frankreich zu gewinnen.

Der Empfang bei seiner Rückkehr in Kulmain sei unvergleichlich gewesen, ein Autokorso mit über 100 Fahrzeugen geleitete den jungen Gerd Schönfelder die letzten Kilometer nach Hause. Schönfelder schaffte es, über fast zwei Jahrzehnte erfolgreich in der Weltspitze Ski zu fahren, blieb dabei aber stets seiner Heimat treu.

Die Zuhörer waren begeistert davon, wie verwurzelt und bodenständig der Mann aus der Nachbargemeinde trotz der vielen Erfolge geblieben ist. Schönfelder ist neben seiner Arbeit als Trainer beim Deutschen Ski-Verband auch ehrenamtlich sehr engagiert, unter anderem als Gemeinderat und Jugendbeauftragter Kulmains. Er appellierte, auch aus schlechten Situationen das Beste zu machen.

Eine große Hilfe sei ihm neben seiner Familie und Freunden auch der große Zusammenhalt im Verein und in der Gemeinde gewesen. Der mittlerweile zweifache Vater könne sich keine schönere Heimat als die nördliche Oberpfalz vorstellen.

Mit langanhaltendem Applaus zollten die über 100 Zuhörer dem Gast Respekt. Im Anschluss beantwortete Schönfelder noch die vielen Fragen und signierte auch das ein oder andere Buch. Da an diesem Nachmittag auch sein geliebter SV Kulmain gewonnen hatte, ließ er sich nicht lange bitten und saß noch lange mit mehreren Besuchern gemütlich beisammen. CSU-Ortsvorsitzender Wolfgang Söllner bedankte sich mit einem Geschenk für den tollen Nachmittag bei Gerd Schönfelder sowie bei der Frauen- und Junger Union für die Unterstützung mit Kaffee und Kuchen.

Auch stellvertretender Landrat und Bürgermeister von Mitterteich, Roland Grillmeier, sowie Landtagsabgeordneter Tobias Reiß aus der Nachbargemeinde Brand waren zu Gast. Daniela Würstl und Carolin Knott kümmerten sich im kleinen Saal des Pfarrgemeindehauses mit Kinderschminken und anderen Attraktionen um die zahlreichen Buben und Mädchen.

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