16.06.2021 - 10:57 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Photovoltaikanlage darf nur unter Auflagen erweitert werden

Die im Jahr 2018 errichtete Photovoltaikanlage in Ebermannsdorf darf erweitert werden. Aber nur unter Auflagen und nur um maximal etwa 750 Kilowatt Peak (kWp), wie der Gemeinderat mit neun zu sechs Stimmen mehrheitlich festlegt.

Betreten strengstens verboten: Der Gemeinderat genehmigt mehrheitlich die Erweiterung einer Freiflächen-Photovoltaik-Anlage um maximal etwa 750 kWp und gibt dafür einige Auflagen vor.
von Paul BöhmProfil

Der Gemeinderat Ebermannsdorf genehmigte bei seiner Sitzung im Berggasthof mit neun gegen sechs Stimmen die Erweiterung einer Photovoltaikanlage. Das Gremium gibt dem Bauherrn und Betreiber allerdings einige Auflagen vor: So ist der vorhabenbezogene Bebauungsplan zu erweitern und anzupassen. Auch muss wegen der benachbarten Wohnsiedlung ein erneutes Blendgutachten erstellt werden. Ein Sichtschutz ist anzulegen beziehungsweise nachzubessern, ebenso ein Blendschutz. Die Vorgaben für die Genehmigung der Anlagenweiterung sehen außerdem vor, mit dem Eigentümer einen erneuten Durchführungsvertrag abzuschließen.

Der Gemeinderat befasste sich mit den Rahmenbedingungen für den Bebauungsplan Barbarafeld. Die Ausgestaltung des neuen Wohnbaugebietes hatte der gemeindliche Bauausschuss bereits beraten. Nachdem verschiedene Anregungen in die Planungen des Architektenbüros Neidl & Neidl aus Amberg eingearbeitet sind, ist der Gemeinderat bestrebt, den Bebauungsplan in der Juli-Sitzung auf den Weg zu bringen. Wie Bürgermeister Erich Meidinger sagte, drängt die Zeit, die notwendigen Formalien müssten zügig abgearbeitet werden. Voraussichtlich im Herbst könnte der Plan ausgelegt werden und die Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung laufen, so dass zum Jahresende die Ausschreibungen für die Erschließung auf den Weg gebracht werden könnten. „Mit dem Beginn der Erschließung des Wohnbaugebiets Barbarafeld ist laut Zeitplan voraussichtliche im Frühjahr 2022 zu rechnen“, sagte der Bürgermeister.

In dem Areal sind 28 Bauplätze mit einer Parzellengröße von mindestens 400 Quadratmetern Größe samt acht öffentlichen Stellplätzen, Gehölzen und möglichst vielen Freiheiten für die Bürger geplant. Die Gebäudehöhe soll auf 9,50 Meter festgelegt werden, bei Flach- oder Pultdächern sollen es 7,50 Meter sein. Diskutiert wurden verschiedene Dachformen und -neigungen. Die Dächer können in rotbrauner, brauner, grauer oder schwarzer Farbe eingedeckt werden.

Je Wohneinheit sind auf dem jeweiligen Grundstück mindestens zwei Stellplätze auszuweisen. Ein Mindestabstand von 5,50 Metern zwischen Garage und öffentlicher Verkehrsfläche ist freizuhalten, lautete die Empfehlung für die endgültige Fassung des Bebauungsplans. Im Wohnbaugebiet Barbarafeld sind alle Einfriedungstypen und jeder Sichtschutz erlaubt. Einfriedungen zu öffentlichen Flächen hin dürfen maximal eineinhalb Meter hoch sein.

Um Niederschlagswasser auf den Grundstücken zu sammeln, ist eine Zisterne mit mindestens sechs Kubikmetern Fassungsvermögen zu errichten. Die Nutzung von Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen mit mindestens 5 kWp ist zwingend vorgeschrieben. Die Aufständerung auf Pult- oder Flachdächern ist bis zu einer Höhe von 50 Zentimetern zulässig. Wärmepumpen, Klimaanlagen und vergleichbare Anlagen müssen eingehaust oder zusätzlich abgeschirmt werden. Die allgemeine Straßenbreite wurde auf 4,50 Meter festgelegt, dazu kommt ein überfahrbarer Multifunktionsstreifen mit eineinhalb Metern. Nebenanlagen sind entlang von öffentlichen Verkehrsflächen um einen Meter zurückzunehmen. Die Detailplanung für das Wohnbaugebiet Barbarafeld wird nach dem Beschluss durch den Gemeinderat in der Juli-Sitzung auf der Homepage der Gemeinde nachzulesen sein.

Die Entschädigung der Wahlhelfer bei der Bundestagswahl am Sonntag, 26. September, wurde einstimmig auf 40 Euro festgelegt. Urnenwahllokale werden im Pittersberger Pfarrheim und in Ebermannsdorf in der Mehrzweckhalle Dom-Com) eingerichtet. Hinzu kommen drei Briefwahllokale.

Der Gemeinderat lehnte den Antrag auf Fördergelder zur Errichtung einer Tagespflegeeinrichtung der Caritas-Sozialstation Ensdorf im ehemaligen Kindergarten in Rieden ab. Keine Stellungnahmen gibt die Gemeinde Ebermannsdorf für den Bebauungsplan Asamhöhe 1 der Gemeinde Ensdorf und für den Bebauungsplan Lochnerstraße West der Gemeinde Kümmersbruck in Theuern im Rahmen der Behördenbeteiligung ab. Vergeben wurde der Architektenvertrag für die Errichtung von Rathaus und Kindergarten in einem Gebäudekomplex an das Architektenbüro Brummer & Retzer in Amberg. Die Erneuerung der Sicherheitsbeleuchtung ging an die Firma Färber.

Im Wohnbaugebiet Barbarafeld 28 Parzellen zwischen 300 und 750 Quadratmeter Größe

Ebermannsdorf
Hintergrund:

Wohnbaugebiet Barbarafeld

28 Bauplätze mit einer Parzellengröße von mindestens 400 Quadratmetern samt acht öffentlichen Stellplätzen

vorgesehene maximale Gebäudehöhe: 9,50 Meter, bei Flach- oder Pultdächern 7,50 Meter

Dacheindeckung: in rotbrauner, brauner, grauer oder schwarzer Farbe

Weitere Vorschriften: Nutzung von Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen mit mindestens 5 kWp, je Wohneinheit auf dem jeweiligen Grundstück mindestens zwei Stellplätze

„Mit dem Beginn der Erschließung des Wohnbaugebiets Barbarafeld ist laut Zeitplan voraussichtliche im Frühjahr 2022 zu rechnen.“

Erich Meidinger, Bürgermeister von Ebermannsdorf

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