25.05.2021 - 14:19 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Firmung in Pfarreiengemeinschaft Theuern-Ebermannsdorf-Pittersberg: Mit Wattestäbchen Kreuz auf Stirn gezeichnet

Die Firmlinge der 6. Klasse mit Weihbischof Josef Graf, den Ruhestandsgeistlichen Josef Beer und Josef Dotzler sowie der Gemeindereferentin Kathrin Blödt (hinten, von rechts, neben dem Weihbischof).
von Christine Wendl - wecProfil

„Seid Feuer und Flamme für den Heiligen Geist“, ermunterte Weihbischof Josef Graf in der Bruder-Konrad-Kirche die Firmlinge der fünften und sechsten Klasse – getreu ihrem Motto, das sie durch die außergewöhnliche Vorbereitungszeit begleitet hatte. Graf freute sich, nun endlich den Jugendlichen aus der Pfarreiengemeinschaft Theuern-Ebermannsdorf-Pittersberg das Sakrament der Firmung spenden zu dürfen. Wegen der Corona-Pandemie hatte diese Feier im Jahr 2020 komplett ausfallen müssen. Umso schöner fand er den Termin zum Pfingstfest, bei dem es ja auch um Feuerszungen und den Heiligen Geist gehe. Graf dankte Gemeindereferentin Kathrin Blödt für ihr Engagement bei der überwiegend digitalen Vorbereitung der Firmlinge auf ihr Fest.

In Vertretung für den erkrankten Pfarrer Herbert Grosser eröffnete Ruhestandsgeistlicher Josef Beer die Feierlichkeiten. Wie Weihbischof Graf in seiner Predigt sagte, sei man im Alter der jungen Christen meist begeistert von allen möglichen Stars, etwa Fußballer, Sänger oder Schauspieler. Viel mehr als solche Stars begeisterten ihn selbst jedoch Menschen, "die ihr Leben auch nach persönlichen Schicksalsschlägen nicht aufgeben, sondern tapfer auf ihrem Weg weitergehen". Oder solche, die sich ehrenamtlich engagieren für andere, oft ohne dafür ein Dankeschön zu kriegen. "Das sind die wahren Vorbilder, an denen man sich ein Beispiel nehmen kann", sagte Graf. Genau wie die Eltern ihren Kindern immer wieder Liebe und Kraft schenkten, einfach weil sie ihnen am Herzen lägen. Nun sei es an den jungen Leuten selbst, andere zu begeistern und dies auch auszustrahlen. „Nehmt den Glauben mit in euer Leben“, ermunterte er sie, "denn der Glaube gibt euch Halt.“ Auch den Eltern gebe der Glaube Kraft „für die spannenden Jahre, die jetzt kommen, wenn aus den Kindern junge Erwachsene werden“.

In der Firmung schenke Jesus den Heiligen Geist, Gott selber komme ins Herz, erklärte der Weihbischof. Der Pate des Firmlings stehe bei der Firmspendung im übertragenen und im wahrsten Sinn des Wortes hinter seinem Patenkind, er wolle ihm Vorbild im Glauben sein. „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“, sprach der Weihbischof schließlich zu jedem einzelnen Firmling und zeichnete ihm mit Chrisam das Kreuzzeichen auf die Stirn. Die Mädchen und Buben antworteten darauf mit einem kräftigem „Amen“.

Aus aktuellem Anlass musste für das Kreuzzeichen auf die Stirn anstatt des Bischofs Daumen ein Wattestäbchen verwendet werden. Schmunzelnd berichtete Graf den Kindern, dass es seine Fleißaufgabe während der Woche gewesen sei, diese auseinanderzuschneiden. „Es soll ja nicht aussehen, als würde ich einen Coronatest bei euch machen“, sagte er. Die Firmlinge beteiligten sich mit Textbeiträgen am Gottesdienst, ein Projektchor aus den drei Pfarrteilen gab dem Festgottesdienst den Rahmen.

Die Firmlinge der 5. Klasse aus der Pfarreiengemeinschaft Theuern-Ebermannsdorf-Pittersberg mit ihrem Firmspender, dem Weihbischof Josef Graf (hinten, Zweiter von links) und den Konzelebranten (von links) Josef Beer und Josef Dotzler sowie der Gemeindereferentin Kathrin Blödt (rechts).

 

 

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