03.06.2020 - 11:49 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Nicht Tore, sondern Videos bringen Punkte

Der Fußballnachwuchs des TSV Dieterskirchen bleibt auch in der Corona-Pandemie aktiv: In der "Stay@home-Liga" zählen aber keine Tore – vielmehr gibt es Punkte für kreative Videos.

"Fußball trifft Curling" lautete ein Vorschlag, um ein Video für die "Stay@home-Liga" zu drehen.
von Autor RROProfil

Während landauf und landab bei den Fußballern über eine Weiterführung oder einen Abbruch der laufenden Saison diskutiert wird, stehen die A-Junioren der SG Dieterskirchen seit Wochen voll im „Spielbetrieb“ in der „Stay@home-Liga“, die der Bayerische Fußballverband für alle Nachwuchsmannschaften ins Leben gerufen hat. 37 Mannschaften aus allen Altersklassen haben sich für diesen Wettbewerb angemeldet, davon 12 A-Juniorenteams aufgeteilt in zwei Gruppen.

Jede Woche duellieren sich jeweils zwei Teams in einer sogenannten „Wochenchallenge“. Der Verband gibt dazu jeweils sonntags bekannt unter welchem Motto der Spieltag steht, und die Mannschaften haben dann bis zum jeweiligen Donnerstag Zeit, ein möglichst kreatives Video oder Bild online einzureichen. Unter www.bfv.de/stayathomeliga kann jeder für den Beitrag seiner Mannschaft abstimmen. Die erreichten Prozentzahlen fließen in die Tabellenwertung ein. Am fünften Spieltag hieß die Aufgabe beispielsweise „Fußball meets andere Sportart“.

„Anfangs haben sich immer nur die selben Spieler Gedanken für ein lustiges Video gemacht, aber mittlerweile beteiligt sich fast die gesamte Mannschaft an der Ideensammlung“ so der zuständige Jugendleiter Christian Hubatsch, der die Teilnahme koordiniert. Allerdings können wegen der Kontaktbeschränkung meist nur Einzelvideos gedreht werden, aber bei den die Online-Treffs wird rege über die Liga und Beiträge debattiert.

Momentan rangieren die „Dieterskirchner Filmemacher“ mit 176 Punkten auf den fünften Tabellenplatz. Aber wer sich die eingereichten Videos der bisherigen fünf Spieltage anschaut merkt gleich, dass Spaß und Zeitvertreib das Wichtigste an dieser Aktion sind. Trotzdem sind sich alle einig, dass diese Wettbewerbsform nur eine kleine Ablenkung von der momentanen Pandemie-Situation darstellt und keine Zukunft haben sollte. Jeder Kicker sehnt sich nach dem realen Spiel auf den grünen Rasen, nicht nur in Dieterskirchen. Wenigstens konnte auf dem TSV-Gelände bereits wieder mit dem eingeschränkten Trainingsbetrieb gestartet werden.

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