23.06.2020 - 11:36 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

"Masterplan" der Gemeinde Dieterskirchen

Breitbanderschließung, digitale Schule: Zukunftsorientierte Projekte finden sich im Finanz- und Investitionsprogramm für die Jahre 2019 bis 2023. Der Dieterskirchener Gemeinderat schnürt das Paket dafür.

Eine Erfolgsgeschichte: Im Baugebiet Horneckfeld ist nur noch ein Bauplatz frei.
von Udo WeißProfil

Das Investitionsprogramm und der Haushaltsplan 2020 standen in der Gemeinderatssitzung in der Grundschule auf der Agenda.

Ein großer Posten ist in diesem Jahr die Umstellung der Funkgeräte der Feuerwehr auf digital, was mit 17000 Euro eingeplant ist. Allerdings gibt es dazu eine Förderung von 11 000 Euro, wie VG-Angestellte Martina Held ausführte. Der Neubau des Feuerwehrhauses in Bach schlägt 2021 und 2022 mit je 200 000 Euro zu Buche. Ausrüstungsgegenstände für die Schule, dazu die Ausstattung zur „Digitalen Schule“, sind weitere größere Posten mit knapp 20 000 Euro, für die es auch Förderung gibt. Straßensanierungen und Kläranlage zählen ebenfalls zu den anstehenden Maßnahmen. Die nach dem Masterplan erstellte Breitbanderschließung wird eins zu eins mit dem Bundesprogramm gefördert.

Höhere Personalausgaben

Der Haushalt 2020 schließt im Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 1 830 400 Euro und im Vermögenshaushalt mit knapp 1 200 000 Euro. Kreditaufnahmen werden nicht festgesetzt. Die Hebesätze sehen folgendermaßen aus: Grundsteuer für landwirtschaftliche Betriebe 350 von Hundert, für die Grundstücke 350 von Hundert, Gewerbesteuer 350 von Hundert. Der Einkommensteueranteil wurde aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Situation um 40 000 Euro niedriger als 2019, auf 500 000 Euro angesetzt. Die Personalausgaben erhöhen sich um knapp 60 000 Euro aufgrund tariflicher Lohnerhöhungen und Erhöhung der Stundenzahl beim Kindergartenpersonal.

Der Schuldenstand der Gemeinde betrug Ende 2019 insgesamt 579 000 Euro. Bei weiterer Tilgung der Schulden (74 400 Euro im Jahr 2020) ergibt sich Ende 2020 ein Schuldenstand von etwas über 500 000 Euro. Dies bedeutet bei 1002 Einwohnern der Gemeinde eine Pro-Kopf-Verschuldung von 503 Euro (Landesdurchschnitt 596 Euro). Sowohl das Investitionsprogramm mit Finanzplanung für 2019 bis 2023 als auch der Haushaltsplan 2020 wurden einstimmig beschlossen.

Zwei Sitzgruppen mit jeweils zwei Bänken und einem Tisch wurden von der JLE Schwarzach-Regen aufgrund einer Förderanfrage der Gemeinde Dieterskirchen befürwortet. Die Ausgaben in Höhe von 3361 Euro werden mit einem Fördersatz von 80 Prozent unterstützt (2690 Euro). Die Sitzgruppe soll aus braunen Recyclingkunststoff gefertigt sein. Da der Zeitraum straff gesteckt ist, wurde die Bürgermeisterin ermächtigt, den Auftrag an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben.

Weiße Flecken beseitigen

Bei der Eingangstüre zum Baccuskeller, die bereits ausgeschrieben war, einigten sich die Gemeinderäte darauf, dass die alten Beschläge wiederverwendet werden. Den Auftrag erhielt die Firma Liebl Moosbach (2482 Euro). Das deutschlandweit einmalige bayerische Gigabitförderprogramm, das Kommunen bei der Versorgung mit gigabitfähiger Infrastruktur unterstützt, wo kein eigenwirtschaftlicher Ausbau stattfindet, möchte auch die Gemeinde Dieterskirchen nutzen. Insbesondere Gewerbeanschlüsse und verbliebene weiße Flecken sollen berücksichtigt werden. Dabei wird mit Schwarzhofen und Thanstein interkommunale Zusammenarbeit verwirklicht, um Synergieeffekte zu erzielen. Der bereits bestehende Auftrag an die Firma IK-T für die Unterstützungsleistungen soll erweitert werden.

Weitere Infos zum Gigabitförderprogramm

Die Bürgermeisterin gab bekannt, dass das Leistungsverzeichnis zur Brückenprüfung von der VG erstellt wird. Über das Ingenieurbüro Weiß wurde ein Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis für die Kläranlage gestellt. Die Anlage muss ertüchtigt werden, sie ist nicht mehr zeitgemäß. Auch die Schachtdeckel werden saniert. Ein Budget von 2000 Euro wird für Leihgeräte (zwei Notebooks, ein Tablet) für das Homeschooling verwendet. Roswitha Lindl fragte nach, wie viele Bauplätze am Horneckfeld noch zur Verfügung stehen. Die erfreuliche Antwort der Bürgermeisterin: „Es sind bis auf einen alle weg.“

Die Eingangtüre des historischen Baccuskellers wird mit den alten Beschlägen neu gefertigt.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.