27.07.2021 - 14:46 Uhr
BurglengenfeldOberpfalz

Vor 35 Jahren: Anti-WAAhnsinn in Burglengenfeld

Die Toten Hosen, Herbert Grönemeyer oder BAP: Sie alle waren vor 35 Jahren nach Burglengenfeld gekommen, um im Rahmen des Anti-WAAhnsinns-Festivals gegen den den Bau der Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf zu protestieren.

Im Juli 1986 fand in Burglengenfeld das fünfte Anti-WAAhnsinnfestival statt. Auch der Neue Tag berichtete.
von Eva-Maria Hinterberger Kontakt Profil

"Menschenmassen, soweit das Auge reichte: Zehntausende bejubelten die internationale Rock-Prominenz", titelte der Neue Tag am Montag den 28. Juli 1986. Am Wochenende zuvor hatte das fünfte Anti-WAAhnsinns-Festival in Burglengenfeld statt - als Protest gegen die damals geplante Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf. 100 000 Menschen sollen sich damals - nach Aussage des Veranstalters - alleine am Samstag auf dem Veranstaltungsgelände aufgehalten haben. Auf der Bühne: Udo Lindenberg, BAP und Wolfgang Ambros. Am Sonntag folgten unter anderen Herbert Grönemeyer und Die Toten Hosen.

Friedlich sei es zugegangen, heißt es in dem Bericht von damals. Die Polizei hatte trotzdem zu tun: 45 Personen wurden festgenommen - aber wieder freigelassen, 3000 "gefährliche Gegenstände" sichergestellt: Gas und Schreckschußpistolen, Schlagstöcke, Helme, Äxte, Beile und Sägen. In der Nähe des WAA-Geländes habe man in einem Erddepot auch Molotow-Cocktails, Schleudern, Zangen, Muttern und Gasmasken gefunden, hieß es.

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