06.08.2020 - 09:26 Uhr
BrandOberpfalz

"Wurzelzwerge" in Brand freuen sich über politischen Besuch

Politiker von Bundnis 90/Die Grünen aus verschiedenen politischen Ebenen besuchen den Waldkindergarten in Brand.

Erneut interessieren sich Politiker für den Waldkindergarten in Brand, dieses Mal Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen.
von Externer BeitragProfil

Diese Woche besuchten Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen die "Wurzelzwerge" im Brander Waldkindergarten. Neben Landtagsabgeordneter und zugleich Kreis- und Stadträtin von Bärnau Anna Toman besuchten Heidrun Schelzke-Deubzer, Kreisvorsitzende, Kreisrätin und Fraktionsvorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion, Fabian Neuser, Co-Vorsitzender des Kreisverbandes, Franz Heinrich, Stadtrat aus Tirschenreuth, Magdalena Heinrich aus Tirschenreuth, Vinzenz Gibhardt aus Falkenberg und Katharina Hage, Dritte Bürgermeisterin von Kemnath, sowie Moritz und Michl, zwei ehemalige Waldkinder aus einem Waldkindergarten der Region, die "Wurzelzwerge".

Die Erzieherinnen sowie die Buben und Mädchen stellten den Verein und ihren Wald vor. Neben der Pädagogik an sich war auch die Finanzierung ein Gesprächsthema. Ein Waldkindergarten erhalte dieselben staatlichen Förderungen wie ein „Hauskindergarten“. Durch Mitgliedsbeiträge und Spenden werden anfallende Kosten gedeckt. Auch wenn die Bezahlung des Personals aufgrund der momentan geringen Kinderzahl nur tarifangelehnt erfolgen kann, sind sich beide Erzieherinnen im Brander Waldkindergarten einig, an einem wundervollen Arbeitsplatz tätig sein zu dürfen. Heidrun Schelzke-Deubzer wünscht sich, dass mehr Eltern die Waldpädagogik für ihre Kinder wählen und dadurch mehr Kommunen in Zukunft diese Alternative zum Hauskindergarten anbieten werden.

Die Erzieherinnen berichteten, dass der Waldkindergarten gerade in der jetzigen Zeit bezüglich Corona mit einigen Vorteilen punkten kann: viel frische Luft, ausreichend Raum und eine geringe Gruppengröße. Vielleicht rege dies manche Familien an, sich mit dieser Form der Pädagogik näher auseinanderzusetzen. Nach Beschlüssen der Staatsregierung durften Waldkindergärten nach dem großen Lockdown im April schon eher wieder öffnen und auch für eventuell kommende Einschränkungen ist – dank intensiver Zusammenarbeit des Landesverbandes für Natur- und Waldpädagogik in Bayern mit dem Staatsministerium - eine offenere Behandlung im Vergleich zu einem Hauskindergarten denkbar.

Katharina Hage, selbst Mutter von zwei ehemaligen Kemnather „Waldbären“, erinnert sich gerne an die Zeit des Waldkindergartens, in dem zum damaligen Zeitpunkt Sabine Reindl tätig war. Auch ihre Söhne erzählten begeistert, sie seien froh, in einem Waldkindergarten gewesen zu sein, sie erinnern sich an viel Platz und viele Spielmöglichkeiten. „Was soll man denn auch den ganzen Tag mit Playmobil spielen?“, meinte Moritz.

Anna Toman zeigte sich begeistert von der Arbeit des Vereins und merkte an, dass sich die Grünen aktiv für mehr solche Angebote einsetzten und außerdem die Aufwertung des Berufsfeldes der Erzieher/innen ein großes Thema sei: "Soziale Berufe müssen gestärkt werden." Der Waldkindergarten „Die Goldbacher Wurzelzwerge“ e. V. freute sich über die Unterstützung und den Zuspruch der Politiker.

Im Waldkindergarten stehen jetzt die Sommerferien vor der Tür. Drei Wochen bleibt es etwas ruhiger im Wald. Anmeldungen für das kommende Kindergartenjahr können jederzeit vorgenommen werden. Eltern kontaktieren den Verein einfach per E-Mail oder über das Kontaktformular auf der Internetseite.

Infos und Anmeldungen auf der Internetseite des Waldkindergartens.

Waldkindergarten "Goldbachtaler WurzelZWERGE" :

Kontakt

Informationen und Kontakt: Waldkindergarten „Die Goldbacher Wurzelzwerge“ e. V., Pädagogische Leitung: Sabine Reindl, E-Mail: info[at]goldbacher-wurzelzwerge[dot]de, Facebook: facebook.com/goldbacher.wurzelzwerge.

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