07.06.2021 - 10:37 Uhr
BrandOberpfalz

Steffi und Philipp Hautmann trauen sich: Hochzeit im zweiten Anlauf

Corona brachte die Planungen zur Hochzeit von Stefanie Schindler und Philipp Hautmann etwas durcheinander.

Im zweiten Anlauf gelang die Hochzeit. Nun sind Steffi und Philipp Hautmann ein Ehepaar.
von Bertram NoldProfil

Vergangenen Samstag heirateten in der Pfarrkirche in Brand Stefanie Schindler und Philipp Hautmann aus Immenreuth. Das frisch gebackene Ehepaar war damit nach mehreren Anläufen am Ziel, denn in Corona-Zeiten zu heiraten, ist gar nicht so leicht. Da kann es schon sein, dass alles perfekt vorbereitet ist und dann ein Versammlungsverbot erlassen wird. So erging es Steffi und Philipp Hautmann bereits 2020. Nun hat`s geklappt, allerdings nicht so problemlos, wie man sich das bei Hochzeiten wünschen würde: Die Gästezahl ist begrenzt. Der Mehrzwecksaal ist eine gern gemietete Räumlichkeit für solche Anlässe, doch auch das war nicht möglich.

Für Andrea und Michael Jaworek gab es bei der Kleinen Kappl ein Ehrenspalier

Kappl bei Bad Neualbenreuth

Und dann beginnt auch noch die Suche nach einem Priester: Pater Joy, Pfarrer von Brand und Nagel, der sich auf den Tag schon vorbereitet und sich auch darauf gefreut hatte, durfte die Trauung nicht halten. Nach einem mehrwöchigen Besuch in seiner Heimat war er vor zwei Wochen aus Indien zurückgekehrt und musste in Quarantäne bleiben. Diese endete zwar am Samstag - aber eben nicht um 13.30 Uhr zu Beginn der Hochzeit, sondern erst acht Stunden später um Mitternacht. Das hatte ihm das Gesundheitsamt mitgeteilt, und daran hatte er sich zu halten. Mit Pfarrer Sven Grillmeier aus Speichersdorf war Ersatz gefunden worden – und so konnte der Gottesdienst pünktlich beginnen.

Die Kirche war entsprechend der Vorschriften besetzt, als der rote Oldtimer auf den Kirchplatz fuhr, in dem nur die Braut saß. Einer alten Tradition entsprechend, führte Vater Hans Schindler unter Orgelmusik seine Tochter in die Kirche und übergab sie vor dem Altar dem bereits wartenden Bräutigam. Nach einer sehr volkstümlichen Predigt, die auch Ereignisse in der Phase des Kennenlernens nicht ausschloss, nahm Pfarrer Grillmeier die Trauung vor. Für die musikalische Umrahmung sorgten Lisa und Patrick Schläger mit Klavier und Posaune, die Liedauswahl reichte von modernen englischen Liedern bis zum Sanctus von Franz Schubert. Der Gratulationsreigen auf dem Kirchplatz dauerte lange, auch ein Gewitter mit Regenschauern konnte ihn nicht beenden: Dafür gab es Schirme.

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