06.06.2020 - 16:44 Uhr
BrandOberpfalz

"Max-Reger"-Sänger inspizieren neuen Proberaum

Die "Max-Reger"-Sänger schauen sich mit Stirnrunzeln und Maske in ihrem neuen Probenlokal um: Es gibt akustische Probleme und das Vereinsklavier macht Sorgen.

Besprechung im Schlachthaus! Der Mundschutz als wichtiger Infektionsschutz symbolisiert auch den Verzicht der Sänger auf die Ausübung ihre Hobbys: Der Mund bleibt zu, gemeinsames Singen derzeit nicht möglich!
von Bertram NoldProfil

Es ist schlimm, wenn sich Sänger treffen und keinen Ton singen dürfen. Corona hat eben die Welt verändert und es bleibt die Hoffnung, dass auch wieder einmal Chorproben möglich sind. Der Verzicht darauf fällt den Sängern des Männergesangvereins "Max Reger" schwer. Das wurde bei einem Treffen deutlich, doch wenn die Probenarbeit wieder beginnt, wird alles anders sein; und das sicher in sehr positivem Sinn.

Geprobt wird dann im Schlachthaus. Dort trafen sich die Sänger, um sich in den neuen Räumen umzusehen. Akustisch noch ein großes Problem, wie sich herausstellen sollte. Fliesen und Beton schlucken nicht das Geringste und Gesang wäre so nicht möglich. Doch wurde darüber bereits mit den Planern gesprochen. Es wird Abhilfe geschaffen, wobei es nicht nur um das Singen geht. Schon eine Unterhaltung am Tisch wäre ohne Maßnahmen bezüglich der Akustik schwierig. Laut den Architektinnen Anna Firak und Judith Kinzl gibt es genügend Mittel und Wege, das Problem in den Griff zu bekommen.

Die Gemeinde hilft mit

Mit dem Umzug ins neue Probenlokal setzt sich auch die Odyssee des Klaviers vom ehemaligen Gasthaus "Zum Goldenen Hirschen" über den Sitzungssaal im Rathaus zum Gasthof "Waldfrieden" fort. Von hier ging es in die "Dorfschänke" und nun zurück an den Ausgangspunkt; leider nicht ohne Umweg. Das Instrument muss im Pfarrheim zwischengelagert werden, bis das Schlachthaus fertig ist, wobei Bürgermeister Bernhard Schindler dankenswerterweise die Gemeindearbeiter mit dem Transport beauftragt hat. Die Gemeinde hat die nötigen Gerätschaften, mit denen der Transport kein Problem ist.

Aber nicht nur eine lange Odyssee hat das wertvolle Klavier hinter sich, es hat mittlerweile fast 60 Jahre auf dem Buckel und die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Es muss überholt werden, weil einige Teile einfach ausgespielt sind. Und das kostet viel Geld. 2000 Euro werden dafür nötig sein. Auch darüber wurde im Schlachthaus gesprochen.

Im kommenden Jahr feiert der MGV sein 100-jähriges Bestehen, und da aufgrund der unsicheren Zeiten niemand weiß, ob und wie das Jubiläumsjahr begangen werden kann, wird auf größere Ausgaben erst einmal verzichtet und das Ende des Jubiläumsjahres abgewartet. Die Zeit wird genutzt, um sich Gedanken über die Finanzierung des notwendigen Vorhabens zu machen. Fest steht aber schon, dass der Polizeichor Bamberg im kommenden Jahr das für heuer geplante geistliche Konzert nachholt und dieses als Benefiz-Konzert gestaltet, dessen Einnahmen dem MGV zur Verfügung gestellt werden.

Ein neuer Sänger

Dann hofft der Männerchor auch auf die Spendenbereitschaft der Besucher. Weitere Ideen wurden geäußert; diese müssen während des nächsten Jahres alle auf Machbarkeit überprüft werden. Große Freude herrschte über die Ankündigung eines neuen Sängers, der mit dem Wiederbeginn der Proben den Chor unterstützen wird.

Rückblick auf ein großes Konzert der "Max-Reger"-Sänger"

Nagel
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