22.10.2020 - 09:59 Uhr
BrandOberpfalz

Kanalgebühren in Brand steigen ab 2021 um 13 Cent

von Bertram NoldProfil

Ab dem kommenden Jahr steigen die Kanalgebühren in Brand um 13 Cent. Der Kubikmeter kostet dann 2,84 Euro. Dem Gemeinderat lag in der vergangenen Sitzung eine nur einjährige Gebührenbedarfsberechnung für die Entwässserungseinrichtung vor und keine Berechnung über vier Jahre, da ein Sanierungskonzept mit Kosten für die einzelnen Maßnahmen der nächsten Jahre noch nicht vorliegt. Die letzte Kalkulation umfasste den Zeitraum 2017 bis 2020. Für diese Jahre wurden Kosten für die Kanalsanierung der Sonnenstraße, Kamerabefahrungen, Digitalisierung und Schadensbewertung der Kanalleitungen berücksichtigt. Die geplante Kanalsanierung im Kreuzweg im Jahr 2021 wird mit 20.000 Euro veranschlagt. Die Kostenüberdeckungen der Jahre 2016 bis 2019 sind aufgebraucht und in die Gebührenbedarfsberechnung für das Jahr 2021 wurde nur noch die vorläufige Kostenüberdeckung von 2020 mit 9.634 Euro berücksichtigt.

Der Anstieg der Abschreibungskosten 2021 ist unter anderem damit zu erklären, dass ein Prozessleitsystem für die Kläranlage im November 2018 mit 20.000 Euro mit einer Nutzungsdauer von vier Jahren erworben wurde. Der festgestellte Gebührenbedarf in Höhe von 166.836 Euro wurde nach Abzug der Grundgebühr in Höhe von 39.950,00 Euro auf den Abwasseranfall im Jahr 2019 mit 44.635 Kubikmetern aufgeteilt. Somit ergibt sich für das Jahr 2021 eine Abwassergebühr von 2,84 Euro pro Kubikmeter. Dies bedeutet eine Gebührenerhöhung von 0,13 Euro pro Kubikmeter.

Bezüglich Durchfluss der Wasserzähler wurden die Regelungen zur Grundgebühr an die Rechtsentwicklung angepasst. Die Begriffe Nenndurchfluss und Dauerdurchfluss spielen eine nicht unerhebliche Rolle, weil dahinter andere Mengen stehen. Künftig ist nun als Grundgebührenmaßstab der Dauerdurchfluss der verwendeten Wasserzähler entsprechend einer Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates anstelle des bisher üblichen Nenndurchflusses vorgeschrieben. Damit soll eine europaweit einheitliche Neudefinition der Leistungsbereiche erreicht werden. Zweiter Bürgermeister Christian Drehobel sprach bezüglich der Verteuerung von einer geringen Erhöhung; sie sei gerechtfertigt. Die Frage von Werner Brunner (Freie Wähler) nach der Ursache für den hohen Betrag bei der „Bewirtschaftung von Grundstücken und baulichen Anlagen“ konnte nicht abschließend geklärt werden. Bürgermeister Bernhard Schindler hält den hohen Betrag von über 18.000 Euro als Folge der Photovoltaik-Anlage für möglich, wird dies jedoch noch mit der Verwaltung klären. Der Beschluss erfolgte ohne Gegenstimme.

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