24.08.2020 - 15:04 Uhr
BrandOberpfalz

KAB Brand erobert Burg Waldeck

Historischer Termin im Brander Ferienprogramm kommt gut an. Kinder und Erwachsene freuen sich gemeinsam.

Acht Kinder und auch vier Erwachsene hatten sich zum Beitrag der KAB zum Ferienprogramm angemeldet und lernten so einen markanten historischen Ort der Region kennen.
von Bertram NoldProfil

Im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Brand wurde die Burgruine Waldeck erkundet. Am Parkplatz des Schlossberges begrüßte Georg Wagner, der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereines Waldeck, die Teilnehmer. Acht Kinder und vier Erwachsene hatten sich dazu gemeldet. Zunächst zeigte er „Scherben-Fundstücke“ wie Knochen, Teilstücke von Ofenkacheln und Ähnliches. Dann konnte man die gut erhaltenen, 500 Meter Kellergewölbe besichtigen.

Über den Marktweg wurde durch das Südtor die Burgruine Waldeck erreicht. Sie ist die Ruine einer Gipfelburg auf dem 641 Meter hohen Basaltkegel des Waldecker Schlossberges. Der Waldecker Schlossberg trägt die Überreste einer Burg, die zu den ältesten der Oberpfalz zählt. Im Jahre 1124 wird sie erstmals urkundlich genannt. Sie wurde im 15. Jahrhundert zur Festung ausgebaut und war bis 1698 Sitz des Landrichteramtes Waldeck-Kemnath. Im Spanischen Erbfolgekrieg wurde die Burg 1703 eingenommen und zerstört, später aber teilweise wieder aufgebaut. Die Burg wurde 600 Jahre lang bewirtschaftet und bewohnt. So haben die Schweden das Rondell „unter Waldeck“ angebaut, ebenso wie die „neue Bastei“. Der Turm am Rondell „Friesecker“ soll wieder aufgebaut werden. 1794 vernichtete eine verheerendes Feuer Burg und Ort. Vom Bergfried aus hat man einen 360-Grad-Rundblick, von Grafenwöhr bis Weidenberg, vom Rauhen Kulm bis in die Fränkische Schweiz und bis in Richtung Erbendorf.

Die Burg Waldeck hatte keinen großen Landbesitz, aber von hier aus konnte man das gesamte Gebiet, über das geherrscht und entschieden wurde, überblicken. Im Altarraum der restaurierten Kapelle stehen 14 Stelen, angelehnt an die 14 Stationen des Kreuzweges. Auf der Burg wird einmal im Jahr eine Maiandacht und zum Patrozinium „Heiliger Ägidius“ eine Heilige Messe gefeiert. Die Glocke, die zur Andacht läutet, wurde vor Ort gegossen. Die KAB hatte den Programmpunkt zum Ferienprogramm beigetragen . Vorsitzende Ludwig König dankte Georg Wagner für die fast zweistündige Führung durch die Burg Waldeck und die vielen interessanten Informationen. Für die Kinder und die Begleiter war der Ausflug zum Schlossberg Waldeck ein interessanter und spannender Feriennachmittag. Vor der Heimreise stand zum Abschluss noch Eisessen auf dem Programm.

Teile der Burg Waldeck auf eigene Faust zu erkunden bereitete den Kindern große Freude
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