14.06.2021 - 10:23 Uhr
BrandOberpfalz

Große Beteiligung an Marterl-Segnung

Mehr als 60 Besucher hatten sich eingefunden, um bei der Segnung des sanierten und teils erneuerten Marterls in Brand dabei zu sein.

Dankesworte und Worte der Anerkennung richtete Bürgermeister Bernhard Schindler (links) bei der Einweihung des Marterls an die Helfer. Das Marterl hat einen würdigen Platz gefunden. Das Ehepaar Hanni und Hans Kern (links) hatte die Madonna restaurieren lassen. Den kirchlichen Teil gestalteten Pastoralreferent Maximilian Pravida und Pater Joy (von rechts). Rechts neben dem neuen Marterl die Familie Doleschal, die das neue Kleinod pflegt. Die Initiative ging von Senior Hans Doleschal aus, er hat die Idee auch umgesetzt.
von Bertram NoldProfil

Nun ist das alte Marterl, das einmal „beim Zusl an der Gass“ stand, wieder komplett und es hat einen würdigen Standort gefunden. Autofahrern, die aus Richtung Ebnath kommen, fällt der neugestaltete Platz bei der Einfahrt ins Firmengelände der Firma Reiß & Schreyer auf, wer den Fußweg von Fuhrmannsreuth nach Brand nutzt, läuft direkt auf das neue Kleinod zu. Vor zwei Jahren hatte Hans Doleschal die Suche nach dem verschwundenen Feldkreuz begonnen; er hat die Teile gefunden und saniert oder ergänzt. Am Sonntag hat Pater Joy das Marterl gesegnet. Die Gläubigen von Brand nutzten die Gelegenheit, sich bei Bilderbuch-Wetter wieder einmal draußen in größerer Zahl zu treffen, was lange nicht möglich war.

Die ganze Familie Doleschal hatte zusammengeholfen, um der Segnung des Marterls zu einer würdigen Feier zu verhelfen - und das nicht in einem zu kleinen Rahmen: Gut 60 Leute hatten sich versammelt, als pünktlich zum vereinbarten Beginn das erste Lied angestimmt wurde: „Maria, dich lieben ist allzeit mein Sinn“.

Wolfgang Doleschal hatte bereits im Vorfeld für die Anlieger der Ebnather Straße Flyer erstellt und verteilt, auf denen die Geschichte des Marterls nachzulesen war. Seine Begrüßungsworte nutzte er, um auch allen anderen Interessenten Einblick in die Historie zu ermöglichen und den theoretischen Hintergrund für die Feier zu schaffen.

Dabei konnte er nach Recherchen in der Chronik interessante Beziehungen zwischen der „Zus-Familie“ und der Familie „Kleinpaulus" herstellen, der das Grundstück einmal gehörte. Doleschal stellte fest, dass sich mit der Segnung des Marterls der Kreis schließt. „Es ist ein besonderer Tag“, begann Pater Joy den kirchlichen Teil der Feier: Am Sonntag war Patrozinium der Pfarrkirche, außerdem sei der 13. Juni der Gottesmutter geweiht.

Nach Kyrie und Tagesgebet trug Pastoralreferent Maximilian Pravida eine Stelle aus dem Buch Ezechiel vor, in dem die Stadt Jerusalem als Frau personifiziert wird, deren Schutz in vielen sprachlichen Bildern zum Ausdruck kommt. „Erde singe, dass es klinge“ durfte als Ergänzung zu diesem Text verstanden werden. In den Segensgebeten wurde die Gottesmutter als Patronin des Landes Bayern gepriesen, unter deren Schutz die Menschen stehen.

„Es ist euer Marterl.“

Bürgermeister Bernhard Schindler zu den Helfern und vor allem Hans Doleschal

Die Madonna hatte das Ehepaar Hanni und Hans Kern aus Eschenbach sanieren lassen, weshalb sie Hans Kern auch an ihren Platz in dem Marterlhaus stellte. Um den Segen in den täglichen Nöten wurde gebetet, für die Arbeit in Familie und Beruf und mit dem Gebet des Herrn abgeschlossen.

Nach der Segnung und Besprengung mit Weihwasser dankte neben Wolfgang Doleschal auch Bürgermeister Bernhard Schindler allen Helferinnen und Helfern, vor allem Hans Dolschal, der den Gedanken, das alte Flurdenkmal zu restaurieren und ihm wieder einen würdigen Platz zu geben, aufgegriffen und mit viel Liebe zum Detail auch umgesetzt hatte. Viele Telefonate, Fahrten und Handgriffe seien nötig gewesen, um diesen Platz mit dem Marterl zu gestalten. „Es ist euer Marterl“, fasste der Bürgermeister zusammen. Auch für die Pflege sei durch die Familie Doleschal gesorgt.

Bernhard Schindler schloss mit dem Hinweis, dass mit der Schaffung einer Bank auf dem neugestalteten Platz auch die Gemeinde ihren Beitrag leisten wird. Anschließend waren alle Besucher zu Kaffee und Küchlein eingeladen. Dazu hatte die Familie Doleschal für genügend Tische und Sitzgelegenheiten gesorgt.

Pater Joy segnete das neue Marterl. Über 60 Besucher hatten sich dazu eingefunden.

Das Marterl war lange Zeit verschwunden

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