29.11.2020 - 14:27 Uhr
BrandOberpfalz

Gemeinderat Brand stimmt für Erweiterung des Baugebiets "Brunnäcker"

Einstimmig hat sich der Gemeinderat Brand für die Erweiterung des Baugebiets "Brunnäcker" ausgesprochen. Einige Änderungen in der Planung sind im Zusammenhang mit Abwassersystem, Glasfaser-Anschlüssen und Erdgas-Versorgung notwendig.

Das Baugebiet "Brunnäcker" am Ortsausgang in Richtung Kemnath soll in einem zweiten Bauabschnitt in nördlicher Richtung erweitert werden.
von Bertram NoldProfil

Die Erschließung des Baugebiets "Brunnäcker" im Bauabschnitt II stand auf der Tagesordnung in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Das beauftragte Büro für Tiefbau Götz (Pullenreuth) hat dazu einen Vorentwurf erstellt, der dem Gemeinderat vorlag. Bürgermeister Bernhard Schindler nannte die geschätzten Kosten für das Projekt: für den Straßenbau etwa 308.000 Euro (zuzüglich 41.000 Euro an Nebenkosten), für das Abwassersystem 402.000 Euro (47.000 Euro an Nebenkosten).

In nördlicher Richtung

Harald Götz stellte die Planung mittels einer Computerpräsentation vor. Die Erweiterung des Baugebiets soll über die Fortführung der ringförmig angeordneten Straßen in nördlicher Richtung erfolgen. Ein dritter Bauabschnitt sei in den kommenden Jahren vorgesehen. Da die Anschlüsse für den dritten Bauabschnitt schon im zweiten Bauabschnitt ausgeführt werden müssen, wurde in dem Vorentwurf der gesamte dritte Bauabschnitt der Erschließungsstraße miterfasst.

Länger debattiert wurde über das Abwasser-System. Nach der Planung müsste dieses 4,70 Meter tief liegen - verbunden mit hohen Kosten. Offenbar gebe es bereits Interessenten für die Grundstücke, die ohne Keller bauen wollen. Dafür würde es reichen, die Kanäle 1,60 Meter tief zu legen. Damit könnten die Erdgeschosse erreicht werden, in einem eventuell doch gebauten Keller auch noch ein Waschbecken. Bei tiefer liegenden Bauten müsste gepumpt werden. Das würde erheblich Kosten sparen. Darauf verständigten sich die Gemeinderäte.

Georg Zaus (Freie Wähler) meinte, dass die Gemeinde die Pflicht habe, vorauszudenken. Glasfaser-Kabel wären unbedingt erforderlich. Gerade die jetzige Pandemie zeige die Bedeutung der Digitalisierung. Auch darüber herrschte Einverständnis im Gremium.

Spätere Umrüstung

Schließlich wurde noch der Anschluss an das Erdgasnetz als dringend erforderlich dargestellt. Das sei eine umweltverträgliche Energie und in Verbindung mit einer Gastherme sehr "komfortabel". Zu diesem Thema brachte Georg Zaus einen interessanten Aspekt in die Diskussion ein: Die Wasserstoff-Technologie sei auf dem Vormarsch, die bestehenden Gasleitungen könnten in ferner Zukunft für diese neuen Möglichkeiten Verwendung finden. Zwar "nicht einfach so", wie Christian Drehobel (CSU) ergänzte. Es bestehe aber vielleicht die Möglichkeit, mit "Inlinern" - also einem Rohr-in-Rohr-System - die bestehenden Leitungen umzurüsten. Auch Robert Seitz (Freie Wähler) sprach sich für die Erweiterung dieses Netzes auf den Bereich des Bauabschnitts II aus. Man könne den künftigen Bauherren dieses Angebot machen. Das Interesse schätzte Seitz als sehr groß ein. Die Gemeinde müsse hier halt in Vorleistung gehen, was aufgrund der relativ niedrigen Kosten aber kein Problem sei.

Änderungen am Kanal, an den Glasfaser-Anschlüssen und am Erdgas-Anschluss sind die Aufgaben, die Harald Götz nun in die Entwurfsplanung einarbeiten muss. Das Ganze wurde ohne Gegenstimme angenommen.

Die Bürgerversammlung in Brand musste ausfallen

Brand
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.