08.05.2020 - 09:14 Uhr
BrandOberpfalz

Basis für die nächsten sechs Jahre

Konstituierende Sitzung des Gemeinderats Brand: Bürgermeister Bernhard Schindler wird vereidigt, Christian Drehobel und Georg Zaus sind seine beiden Stellvertreter. Alles in allem eine gut vorbereitete harmonische Sitzung.

Als ältestes anwesendes Mitglied des Gemeinderats nahm Georg Zaus die Vereidigung des neuen Bürgermeisters, Bernhard Schindler, vor.
von Bertram NoldProfil

Die Arbeit kann beginnen: Im Mehrzwecksaal traf sich der neugewählte Bürgermeister Bernhard Schindler (CSU) mit dem neuen Gemeinderat, um in der gut vorbereiteten konstituierenden Sitzung die Basis für die nächsten sechs Jahre zu schaffen. Als Dienstältester Gemeinderat nahm Georg Zaus (FW) dem neuen Bürgermeister den Eid ab. Es folgte die Vereidigung der neuen Gemeinderätin Maria Schindler (CSU) und der neuen Gemeinderäte Werner Brunner, Chris Pürner, Georg Zaus und Sven Kuhbandner (alle FW). Über die Zahl der weiteren Bürgermeister war sich das Gremium schnell einig: Bernhard Schindler wird von Christian Drehobel (CSU) als Zweiter und Georg Zaus (FW) als Dritter Bürgermeister vertreten. Die Abstimmung fand in geheimer Wahl in eigens aufgestellte Wahlkabine statt. Beide Kandidaten wurden mit den Stimmen aller Gemeinderäte gewählt.

"Umwelt" im Bauausschuss

Eine Änderung gab es bei den Ausschüssen. Einen Energie-Freibad-Umwelt-Ausschuss wird es nicht mehr geben, weil die Freibad-Thematik in der Städtebauförderung behandelt wird. Der Bereich „Umwelt“ wurde dem Bauausschuss zugeteilt, der damit zum Bau- und Umwelt-Ausschuss wird.

Längere Diskussion erforderte der Ferien-Ausschuss. Um Missbrauch vorzubeugen, wird er nun im Krisenfall einberufen, diesen stellt das Landratsamt fest. Bezüglich Haupt- und Finanzausschuss waren die CSU-Räte der Meinung, dass dieser wegfallen könnte, um dafür lieber den gesamten Gemeinderat zu einer vorberatenden Sitzung einzuladen. Die FW-Gruppierung war mehrheitlich vom Vorteil eines solchen Ausschusses überzeugt. Kleine Angelegenheiten könnte man so aus der Welt schaffen, ohne dem damit die Sitzung des gesamten Gremiums in die Länge zu ziehen. Bei der Abstimmung votierten vier Räte für einen solchen Ausschuss, neun waren dagegen.

Einige kurze Debatten gab es zur Geschäftsordnung. Die Veröffentlichung der Beschlussvorlagen und weiterer Sitzungsvorlagen vor der Sitzung wird es weiterhin geben. Die CSU-Räte begründeten das damit, dass die Unterlagen auch in Fraktionssitzungen behandelt werden, wo auch Nicht-Gemeinderäte anwesend sind. Außerdem seien sie für Presse-Vertreter zur Vorbereitung nötig. Selbstverständlich betrifft dies nur Vorlagen für die öffentlichen Sitzungen.

Jeden dritten Donnerstag

Die Sitzungen finden künftig jeden dritten Donnerstag im Monat statt. Einen passenden Tag für alle zu finden, war nicht so einfach. Es seien Tage verplant, die Arbeitgeber müssten sich einrichten und der Veranstaltungskalender der Gemeinde, in dem die Sitzungen an Montagen eingetragen sind, sei auch gültig. Die Regelung gilt vorerst bis Dezember, dann wird neu beraten.

Dass die Protokolle der vorausgegangenen nicht-öffentlichen Sitzung während der Dauer der Sitzung aufliegen, wollte keiner der Räte. Weiterhin wird das Protokoll mit Abstimmungsergebnis verlesen.

Die Entsendung in Organe von Körperschaften und Unternehmen wurde entsprechend der Vorschläge der beiden Gruppierungen vorgenommen. Die Gemeinde wird in der Gemeinschaftsversammlung von Christian Drehobel (CSU) (Stellvertreter Tobias Reiß, CSU) und Georg Zaus (FW) (Werner Brunner, FW) vertreten. In den Wasserzweckverband „Oberes Fichtelnaabtal“ wurden Wolfgang Doleschal (CSU) und Michaela Schmidt (CSU) entsandt, vertreten durch Christian Drehobel (CSU) und Maria Schindler (CSU). Die FW benannten Robert Seitz und Vertreter Chris Pürner. Schließlich vertritt Michael Brucker (CSU) die Gemeinde im Kindergartenbeirat, vertreten durch Chris Pürner (FW). Zum Standesbeamten wurde Bürgermeister Bernhard Schindler (CSU) ernannt, das Amt der Jugendbeauftragten bleibt bei Maria König. Um die Senioren kümmert sich Waltraud Sticht, das Amt der Behindertenbeauftragten übernimmt weiterhin Andrea Hofmann. Die Genannten waren nicht anwesend, hatten jedoch vor der Sitzung ihre Zustimmung gegeben. Christian Drehobel (CSU) bescheinigte ihnen vorbildliche Arbeit. Familienbeauftragte bleibt Michaela Schmidt.

Neuer Gemeinderat :

"Suchet der Stadt Bestes"

Der Gemeinderat von Brand startet in die neue Amtsperiode. Nach der Eröffnung der konstituierenden Sitzung im Mehrzwecksaal durch den neuen Bürgermeister Bernhard Schindler gaben Pater Joy und Pfarrer Andreas Kraft dem Gremium den Segen Gottes mit auf den Weg.

Friede und Eintracht sollten stets hinter allen politischen Bemühungen stehen, meinte Pater Pater Joy, und ein Bewusstsein, dass Gott auf geheimnisvolle Weise das Leben der Menschen lenke. „Lass unser Denken, Handeln und Reden von Weisheit und Respekt füreinander bestimmt sein, immer mit dem Blick auf die große Gemeinschaft.“ Pfarrer Andreas Kraft bezog sich auf ein Bibelwort aus dem Buch Jeremiah: „Suchet der Stadt Bestes.“ Es sei wichtig, dass dies im Umgang miteinander im Gedächtnis bleibt. Wenn man sich bewusst sei, dass der andere auch das Beste für die Gemeinde will, dann blieben Diskussionen auf der Sachebene. Michaela Schmidt las eine Stelle aus dem Matthäus-Evangelium, am Schluss spendeten Pater Joy und Andreas Kraft gemeinsam den Segen.

Bürgermeister Bernhard Schindler vereidigt die neuen Gemeinderäte
Pater Joy und Pfarrer Andreas Kraft segneten Bürgermeister und Gemeinderat am Beginn der neuen Amtszeit
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