Weihnachten wird es überall auf der Welt

Obwohl es draußen vor dem Kirchenportal regnete und keine Schneeflocke in Sicht war, wurde es im Inneren des Gotteshauses richtig heimelig. Christus ward geboren.

Obwohl draußen vor der Kirche die Regentropfen ans Fenster trommelten, wurde es in der Böhmischbrucker Pfarrkirche weihnachtlich, denn die Mädchen und Buben spielten die Geschichte "Jesu Geburt" nach.
von Elisabeth DobmayerProfil

In der Böhmischbrucker Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ haben sich die ersten Gottesdienstbesucher der nachmittäglichen Christmette schon eine Stunde zuvor einen Platz gesichert. In der nur mit Kerzen erhellten Kirche fiel es nicht schwer die Wartezeit zur überbrücken, denn der Kirchenchor unter Leitung von Daniela Bock und Julia Duschinger an der Orgel sowie einem Instrumtalensemble beschenkte schon vor dem Gottesdienst mit sanften weihnachtlichen Weisen. Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Alois Scherm stimmte spitzbübisch: „Leise rieselt der Regen“ an. Es sei nicht schlimm, wenn es keine weiße Winterlandschaft gebe, denn Weihnachten wird es auch in Afrika, obwohl es da viel wärmer als bei uns ist und überall auf der Welt. „Guter Gott, heute feiern wir die Geburt deines Sohnes Jesus. Durch ihn hast du der Welt dein Licht gesandt, dass es hell werde, wo es dunkel ist. Durch ihn hast du den Menschen den Frieden gesandt, damit sie ihn weiter tragen in die ganze Welt.“ Beim Krippenspiel zeigten die Kinder auf, dass es nicht neu sei, was sie heute zu berichten haben: „Nicht neu, ist was wir heute sagen. Nein, denn vertraut seit Kindertagen sind beinah allen die Geschichten, von denen wir euch heut berichten. Und doch vergessen Menschen leicht, und auch, was wichtig ist entweicht im Alltag allzu oft dem Sinn. Es ist halt zu viel andres drin. Drum braucht es Feste so wie heut, wenn frei vom Alltag sind die Leut‘, damit wir hören Gottes Wort. So ist es jetzt auch angenehm, wenn wir nun gehen nach Bethlehem.“ Als das Kindlein in der Krippe liegt, freuen sich die Darsteller: „Wir sind überwältigt vom Glück und gehen mit Hoffnung in unseren Alltag zurück. Überall werden wir von Jesus berichten, denn so etwas kann kein Mensch erdichten.“ Vor der Krippe gedachten die Gläubigen besonders der Eltern und Kinder, die sich entfremdet haben oder an die Mitmenschen, mit denen sie gerade eine Auseinandersetzung haben. Mit dem „Stille Nacht, heilige Nacht“ endete die Christmette in der völlig abgedunkelten Kirche. Die Kerzen des Christbaums verströmten ein verhaltenes Licht in das Gotteshaus hinein.

Mitwirkende des Krippenspiels:

Franziska Kiener (Maria) und Lea Hammerl (Josef ); Vincent Seidl (Kaiser Augustus) und Felix Rupprecht (Statthalter); Max Rupprecht, Leonhard Biegerl und Manuel Reger (Wirte); Adrian Hengstl, Sebastian Lehner, Leonhard Biegerl, Valentin Lehner, Jonas Ogarek, Christoph Hengstl, Max Rupprecht, Manuel Reger und Felix Rupprecht (Hirten); Marie Hengstl, Hanna Lehner, Emma Rupprecht, Lena Seidl, Magdalena Töppel, Mathilda Kiener und Jana Rückerl (Engel); Sandro Kiener, Vincent Seidl und Valentin Lehner (Könige). In die Erzählerrolle schlüpfte Simon Lehner.

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