19.08.2020 - 15:49 Uhr
BodenwöhrOberpfalz

Bodenwöhr: Corona-Tests bislang negativ

Alle 114 Menschen, die nach einer Geburtstagsparty in Bodenwöhr unter Quarantäne gestellt wurden, sind bereits auf Corona getestet. Die vorliegenden Testergebnisse sind negativ.

Rund um dieses Zelt in Bodenwöhr wurde die Party gefeiert.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Die ersten Corona-Tests der 114 Personen, die nach einer Geburtstagsparty in Bodenwöhr unter Quarantäne gestellt werden mussten, sind abgeschlossen. Das Landratsamt hat die Zahlen aktualisiert: 42 der 114 Abstriche seien ausgewertet, alle sind negativ, teilte das Landratsamt am Mittwochnachmittag mit. "Das ist ein gutes Zeichen. Wir hoffen, dass das so bleibt", betonte Prechtls Kollege Manuel Lischka. Am Dienstag wurden 95 Personen getestet, die weiteren Abstriche waren am Mittwoch abgeschlossen. Im Landkreis sind auch außerhalb Bodenwöhrs keine positiven Fälle gemeldet worden.

"Dem Gesundheitsamt sind 114 enge Kontaktpersonen bekannt. Die bei der privaten Feier geführte Kontaktliste stellte bei der insgesamt umfangreichen Ermittlung eine Erleichterung dar", teilte Prechtl mit. Die Abstriche seien zum Teil von Hausärzten und zum Teil vom Gesundheitsamt im Testzentrum Sepp-Simon-Stadion vorgenommen worden. "Es ist geplant, alle Kontaktpersonen vor Entlassung aus der Quarantäne nächste Woche noch einmal zu testen", so Prechtl. Auf die Einhaltung der behördlich angeordneten Quarantäne wurden die Kontaktpersonen schriftlich und mündlich ausdrücklich hingewiesen.

"Dass die negativ getesteten Personen weiterhin bis zum 14. Tag nach dem letzten Kontakt mit dem bestätigten Covid-19-Fall in Quarantäne bleiben müssen, ergibt sich aus den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts und entspricht dem üblichen Kontaktpersonenmanagement", teilte Prechtl mit. Durch den zweiten Abstrich, der eine zusätzlich eingebaute Sicherheitsstufe darstelle, verlängere sich die Quarantänezeit nicht. Die Quarantänezeit würde sich nur dann verlängern, wenn Symptome auftreten oder der zweite Abstrich positiv wäre.

Auslöser für die Quarantäne war ein jungen Mann, der am Donnerstag aus Italien zurück gekehrt war und am Freitag eine Geburtstagsfeier auf dem Sportgelände des SV Alten- und Neuenschwand besucht hatte. Er hatte sich bei seiner Rückkehr aus Italien an der Grenze testen lassen. Ihm soll am Donnerstag in Kiefersfelden zugesichert worden sein, dass er binnen eines Tages benachrichtigt wird, sollte der Test positiv sein. Tatsächlich erhielt der Mann die Nachricht erst am Sonntag.

Der Corona-Fall in Bodenwöhr

Schwandorf

Ob der junge Reiserückkehrer an der Grenze falsch informiert wurde, ist offen. Das für die Organisation der Tests zuständige Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) betonte gegenüber den Oberpfalz Medien, es habe dem privaten Dienstleister nie ein Vorgehen - wie in den Medien geschildert - vorgegeben. Aus Anlass dieses Falles habe das LGL die Firma aber rein vorsichtshalber darauf hingewiesen, sicherzustellen, dass keine Aussagen getätigt werden, die implizieren könnten, dass nur positive Testergebnisse innerhalb einer bestimmten Zeit übermittelt werden und danach sozusagen Entwarnung im Raum steht. Das Unternehmen "Eurofins", das die Tests an der Grenze vornimmt, werde den beschriebenen Sachverhalt noch einmal intern prüfen.

Mit dem externen Dienstleister sei als Zielvorgabe vereinbart, dass das Testergebnis innerhalb von bis zu 48 Stunden mitgeteilt werde. Diese Zielvorgabe gelte aber nur bei elektronischer Übermittlung. "Wenn (etwa mangels Kontaktdaten) keine elektronische Übermittlung möglich ist, ist schon aufgrund des Postlaufs diese Zeitspanne nicht einzuhalten. Sollte das Testergebnis positiv sein, informiert das Labor das zuständige Gesundheitsamt (Labormeldepflicht), das sich daraufhin bei den Testpersonen meldet, um zeitnah das weitere Vorgehen zu besprechen", erklärte Martina Junk, stellvertretende Pressesprecherin des LGL. Zum konkreten Einzelfall in Bodenwöhr könne sich das LGL nicht äußern, da keine personenbezogenen Daten der Getesteten vorlägen "und der dargestellte Sachverhalt nachträglich schwer rekonstruierbar ist".

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Videos aus der Region

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.