04.09.2020 - 12:18 Uhr
BechtsriethOberpfalz

Unterricht im Container

Ab in die Container heißt es am Schulbeginn an der Grundschule Bechtsrieth. Der Unterricht wird zum Teil in acht Schulcontainern stattfinden. Ebenso die Mittagsbetreuung. Das hat einen Grund.

Acht Schulcontainer wurden an die Rückseite der Grundschule gesetzt.
von Ernst FrischholzProfil

In den letzten Jahren ging die Schülerzahl aus Bechtsrieth, Trebsau und Irchenrieth sprunghaft nach oben. Nun reicht der Platz nicht mehr. Ende der letzten Wahlperiode leitete der Gemeinderat bereits einen Anbau an die Grundschule ein. Das Genehmigungs- und Förderverfahren dauert jedoch. So lange kann man nicht warten. Ab diesem Schuljahr wäre nichts mehr gegangen. Das machte Rektorin Katja Meidenbauer dem Gemeinderat auch klar.

Der regierte bereits unter Bürgermeister Gerhard Scharl und leitete den Anbau an die Grundschule per Beschluss ein. Bürgermeister Markus Ziegler muss nun den Krafttakt durchführen. Neben der steigenden Schülerzahl gehen auch die Anmeldungen für die Mittagsbetreuung nach oben und auch hierfür fehlt Platz. Ab diesem Schuljahr musste eine Übergangslösung in Form von Schulcontainern her. Zehn derer waren angedacht. Aus Brandschutzgründen wurden nur acht genehmigt. Das wirtschaftlichste Angebot, das dem Gemeinderat vorlag, lag bei 52900 Euro. Der Entscheid hierfür einstimmig.

Steigende Schülerzahlen erfordern schnelle Lösungen

Bechtsrieth

Vom Bechtsriether Bauunternehmen Schieder wurden kurzfristig die Sockel errichtet, sodass die Container angeliefert werden konnten. Für die Gemeinde war dabei zweiter Bürgermeister Ralf Reinold vor Ort. Genutzt werden die Container ab Schulbeginn einmal zur Auslagerung von Unterricht wie Religion oder Werken und ab elf Uhr für die Mittagsbetreuung. Nun stellt sich noch ein weiterer Vorteil mit Blick auf Corona ein, denn es wird nicht mehr die bisherige Enge gegeben sein. Die Container sind über drei Zugänge erreichbar. Die Einrichtung war zum Großteil an der Schule vorhanden. Multimedia wird angeschafft. Bürgermeister Ziegler richtet einen Dank an die Baubehörde beim Landratsamt für die Unterstützung. Diese Übergangslösung wird sich sicherlich ein paar Jahre hinziehen, bis der Anbau an die Grundschule fertig sein wird. In Punkto Genehmigungs- und Förderverfahren laufen bereits die Gespräche mit der Regierung der Oberpfalz, berichtet Ziegler.

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