10.03.2021 - 09:15 Uhr
BechtsriethOberpfalz

Kein Balkon für Bechtsriether Schule

Konträre Ansichten in Bechtsrieth. Beim den Themen Sanierung der Turnhalle sowie beim Anbau weiterer Räume ans Schulgebäude müssen Bürgermeister Markus Ziegler und seine Räte die Ärmel ganz weit hochkrempeln.

Zwischen der Schule (rechts) und der sich in Sanierung befindenden Turnhalle (links Gerüst) werden die neuen Betreuungsräume für die Schule eingebaut. Kosten 1,4 Millionen Euro. Die Außengestaltung lieferte Diskussionssstoff im Gemeinderat.
von Ernst FrischholzProfil

Die Pläne für die Erweiterung der Schule in Bechtsrieth sorgen in der Gemeinderatssitzung für Diskussionen. Es ging um den Anbau von Räumen für die Nachmittagsbetreuung an der Vorderseite des Hauses, zwischen Schule und Turnhalle. 1,4 Millionen Euro Kosten stehen dafür im Raum. Planer Michael Ederer, zugleich Ratsmitglied, hatte hierfür zwei Konzepte vorgelegt.

Das Raumkonzept mit Betreuungsräumen, Sanitäranlagen und Aufzug zur Turnhalle zwecks Barrierefreiheit war unstrittig. Die Außenansicht von der Hauptstraße her für den 17 Meter breiten und 12 Meter tiefen Komplex lockerte Planer Ederer durch eine Holzfassade und einen Balkon, der zugleich Eingangsüberdachung sein sollte, auf. Herbert Kick fand diese Pläne überzogen. Dieser Meinung schlossen sich weitere Gemeinderatsmitglieder an. Doch Planer Ederer hatte eine zweite Variante parat. Ohne Balkon und ohne Holz. Dafür gab es dann Zustimmung.

Die Sanierung von Brunnenstraße und Fasanenweg in Trebsau (Wasser/Kanal/Straße) stellte Michael Wenning vom Büro König in Weiden vor. Der Gemeinderat entschied sich alternativ zum Pflaster für die günstigere Variante: eine helle Asphaltierung des seitlichen Mehrzweckstreifens. Kostenschätzung von Wenning für die Straßensanierung: 477.000 Euro. Das Planungsbüro erhielt den Auftrag für die weiteren Planungsphasen. Ausschreibung und ein schneller Baubeginn sollen folgen.

Bisher hat die Gemeinde der Altengemeinschaft Schirmitz/Bechtsrieth einen jährlichen Zuschuss für Aktivitäten von 50 Euro gewährt. Da nun seit einiger Zeit die Aktivitäten für die Senioren in Bechtsrieth vom Seniorenbeauftragten Karl-Heinz Buchberger und seinem Team durchgeführt werden, regte Bürgermeister Ziegler an, diese 50 Euro dem Seniorenbeauftragten zu Verfügung zu stellen. Zudem schlug er vor, der neugegründeten KLJB ebenfalls 50 Euro zu geben. Alfred Wulfänger sprach sich aufgrund der Qualität der Veranstaltungen für die Senioren für 100 Euro Zuschuss aus und weiterhin war man sich im Gremium einig, auch der Jugend 100 Euro zur Verfügung zu stellen. Nicht aber der KLJB im speziellen, sondern der Jugendbeauftragten.

Die Gemeinde beteiligt sich an den Kosten für den Bau des Tierheims in Weiden. Einwohnerbezogen entfallen 11.031 Euro, die die Gemeinde in drei Jahresraten leisten wird. Geld nahm der Gemeinderat auch für die Vergabe von Leistungen für die Sanierung der Turnhalle in die Hand. Für 253.608 Euro (höchstes Gebot 292.700 Euro) erhielt den Auftrag für Heizung/Lüftung/Sanitär die Firma Heizungstechnik Hirmer in Trebsau. Die Elektroinstallation übernimmt die Firma Bertelshofer in Irchenrieth für 92.189 Euro (höchstes Gebot 136.000 Euro). Erfreulich fand der Bürgermeister die Bauaktivitäten in der Gemeinde. Zunächst erhielt der gemeindeeigene Bauantrag für die Erweiterung von Betreuungsräumen der Grundschule das gemeindliche Einvernehmen wie auch ein Wohnhausbau in Trebsau, sowie ein weiterer in Bechtsrieth; zudem der Neubau einer Gerätescheune in Bechtsrieth, die Überdachung in Trebsau und die Sanierung mit Aufstockung eines Anwesens in Bechtsrieth.

Der wohl wichtigste Mann bei der Bewältigung der Coronakrise für Weiden und den Landkreis Neustadt im Interview

Weiden in der Oberpfalz

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.