12.08.2020 - 12:52 Uhr
BechtsriethOberpfalz

Diskussionen rund ums Tütchen

Auf den Hund kamen Bürgermeister Markus Ziegler und die Gemeinderäte in der Sitzung. Erst einmal stand die Überarbeitung der Hundesteuersatzung an, bevor es ums Häufchen ging.

Von Hundesteuer bis Hundehäufchen. Um die Vierbeiner ging es in der Bechtsriether Gemeinderatssitzung, im speziellen auch um die Anschaffung von sogenannten Hundetoiletten mit Tütenspendern. Die Mehrheit lehnte einen solchen Kauf ab.
von Ernst FrischholzProfil

Hier schlug Ziegler vor, es bei den bisherigen 35 Euro pro Vierbeiner zu belassen und die Steuer für Kampfhunde von 600 auf 1000 Euro anzuheben.

"In den vier Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft gibt es keinen Kampfhund", informierte Geschäftsleiter Dieter Schobert. Sonja Bodensteiner regte an, wie in anderen Gemeinden auch eine Staffelung für einen Zweithund aufzunehmen. "Brauchen wir das?", fragte Ziegler und ließ abstimmen. Bodensteiner und FW-Kollegin Petra Beierl sprachen sich für eine Staffelung aus. Der Rest dagegen. Damit war der Antrag abgelehnt.

Die Freien Wähler legten zudem einen detaillierten Antrag auf Errichtung von Hundetoiletten, bestehend aus Beutelspendern und Einwurfmöglichkeit, in Bechtsrieth und Trebsau vor. Hundekot nerve Spaziergänger, Sportler und besonders Landwirte sowie die Bauhofmitarbeiter beim Mähen öffentlicher Flächen, hieß es in der Begründung. Derzeit seien verantwortliche Hundebesitzer gezwungen, den Dreck in einer Tüte mit sich herumzutragen, bis sie ihn zu Hause oder in einem selten vorzufindenden öffentlichen Abfallbehälter entsorgen könnten. Zugleich hatten Bodensteiner und Beierl ein Angebot für zwei solcher Stationen vorgelegt, das sich inklusive Beutel auf 640 Euro belief.

Bürgermeister Ziegler führte an, dass an ihn noch keine Klagen herangetragen worden seien. Die Hundebesitzer seien hier sehr vernünftig. Er wollte den Mitarbeitern des Bauhofs nicht auferlegen, dass sie einmal in der Woche den dann übel riechenden Kot entsorgen müssten. Herbert Kick, zugleich Bauhofmitarbeiter, teilte mit, dass er keine Probleme beim Mähen habe und auch keine Verunreinigung der Gehwege erkennen könne.

65 Hunde sind in der Gemeinde gemeldet. Für deren Besitzer liegen bei der Gemeinde 1000 Kotbeutel auf, die im Eingang zum Rathaus zur Abholung bereitliegen, fügte Bürgermeister Ziegler an. Und wenn, dann seien zwei solcherEntsorgungsstationen deutlich zu wenig. Man bräuchte zehn. Soviel müssten es ja nicht gleich sein, schränkten die Bodensteiner und Beierl ein. Bis auf ihre Stimmen gab es keine weitere pro Hundetoiletten im Gremium.

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